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Stadtentwicklung

Einkaufen und Nahversorgung in Karlsruhe 2007

Durch den raschen Strukturwandel im Lebensmitteleinzelhandel ist ein flächendeckendes Nahversorgungsangebot auch für eine Großstadt wie Karlsruhe keinesfalls mehr selbstverständlich. Den berechtigten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nach einer (auch) fußläufig erreichbaren Versorgung und den aus vielen guten Gründen stadtentwicklungspolitisch gebotenen Anstrengungen, die gewachsenen Stadtteilzentren zu erhalten, stehen die auf eine automobile Kundschaft hin optimierten Standort- und Marktkonzepte der Handelskonzerne gegenüber. Die von ihnen präferierten Gebäudekubaturen, Stellplatzanforderungen und die notwendige Verkehrsanbindung sind kaum noch in gewachsene Stadtteilstrukturen einzufügen. Eine flächendeckende Nahversorgung marktkonform weiterzuentwickeln, ist deshalb eine schwierige Gratwanderung und lässt in vielen Fällen städtebaulich nur "zweitbeste" Lösungen zu. Dazu ist im "Karlsruhe Masterplan 2015" das Leitprojekt "Forschungsauftrag für eine funktionierende Nahversorgung" verankert. Der vorliegende Bericht liefert die Ergebnisse dieses Forschungsauftrags, der damit abgeschlossen ist. Eine funktionierende Nahversorgung im gesamten Stadtgebiet Karlsruhe auch unter sich ändernden wirtschaftlichen Bedingungen mittelfristig bis über das Jahr 2015 hinaus zu gewährleisten, ist weiterhin eine vorrangige Aufgabe der Stadt Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den Akteuren.

Bis heute ist es trotz schwieriger Rahmenbedingungen in Karlsruhe gelungen, Erreichbarkeiten in den meisten Stadtteilen abzusichern und eine Konzentration der Lebensmittelmärkte an den Verkehrsachsen zu verhindern. Dafür sorgt in Karlsruhe eine konsequente und vorausschauende Anwendung des Planungs- und Baurechts. Mit den Bürgervereinen wird in den nächsten Jahren auf Basis der Ergebnisse dieses Forschungsauftrags ein intensiver Gedankenaustausch zusammen mit den Fachleuten der Verwaltung geführt.

Nicht weniger anspruchsvoll ist die Aufgabe, die Karlsruher Innenstadt als ersten Einkaufsort der Region zu stärken, gegen konkurrierende Zentren, die Angebote auf der "grünen Wiese", Factory Outlets und den Internethandel. Mit der gelungenen Süderweiterung der Einkaufs-City und der konsequenten Aufwertung des öffentlichen Raums wird die Karlsruher Innenstadt in ihrer großstädtischen Vielfalt den Erwartungen der Kunden nach Präsentation und Inszenierung gerecht. Weitere Projekte werden die Innenstadt weiter nach vorne bringen. Dazu tragen auch maßgeblich wichtige Leitprojekte des Masterplans bei, wie die Kombilösung für eine straßenbahnfreie Kaiserstraße, die Neugestaltung und Aufwertung der zentralen Fußgängerzone und die städtebauliche Aufwertung Karlsruhes bis 2015.

Der vorliegende Bericht bietet in seiner Zusammenschau des Kundenverhaltens und der Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger, der Stadtteilprofile zur Nahversorgung und den Empfehlungen des aktuellen GfK PRISMA Einzelhandelsgutachtens für den Gemeinderat eine solide Grundlage, die Nahversorgung in Karlsruhe unter den heutigen Rahmenbedingungen bis zum Jahr 2015 weiterzuentwickeln und die überregionale Marktposition der Innenstadt zu stärken.

siehe auch: Nahversorgung in Karlsruhe 2016
 
Download der Broschüre
(pdf, 3MB)