November - Dezember 2018

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Die Abendkasse befindet sich im zweiten Stockwerk des PrinzMaxPalais und öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

NovemberAlle Texte einblenden

Montag, 05.11 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstr. 47

LESUNG SÜD im KOHI

Revolution Internet: Josefine Rieks liest aus ihrem Debüt „Serverland“

Josefine Rieks. Foto: Tim Brüning

Das Internet hat in kürzester Zeit das Leben der Menschen revolutioniert. Diesen Prozess der digitalen Vernetzung lässt Josefine Rieks ganz bewusst rückwärtslaufen. Eine Zukunft ohne Internet. Per Referendum beschloss die Mehrheit der Bevölkerung, das Internet abzuschaffen. Als der digitale Freak Reiner versucht, einen Teil der stillgelegten Server wieder einzuschalten, schart sich eine Jugendbewegung um ihn, die ihn bei seinen Plänen unterstützen will. Dabei leistet der amüsante Unsinn auf einer wiederentdeckten Videoplattform einen radikalen Bruch mit Themen wie Terror und Treblinka. Josefine Rieks verzichtet auf eine detaillierte Darstellung der internetlosen Gesellschaft. Sie schafft keine neue Welt, sondern beschwört eine längst vorbeigezogene wieder herauf, mit der ständigen Frage im Hinterkopf: Welcher Welt lohnt es sich in einer unbestimmten Zukunft nachzueifern?

Josefine Rieks wurde 1988 in Höxter geboren, studierte Philosophie und lebt in Berlin. Sie schrieb das Drehbuch zum No-Budget-Film U3000 – Tod einer Indie-Band. 2017 erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium. Serverland (2018) ist ihr erster Roman.

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Mittwoch, 07.11 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

„Zauberinsel Capri“: Ruth Negendanck und Claus Pese auf den Spuren deutschsprachiger Künstler

„… die Insel hat das Gefährliche, dass man, einmal angekommen, sich nicht wieder loszureißen vermag“, schrieb der Philosoph Walter Benjamin im Jahr 1924.

Tatsächlich lockte die Felseninsel Capri im Golf von Neapel schon seit dem 18. Jahrhundert nicht nur bildende Künstler und Komponisten magisch an: auch deutschsprachige Schriftsteller inspirierte sie nachhaltig – darunter auch Joseph Victor von Scheffel, dessen Versepos Der Trompeter von Säckingen dort entstand.

Ruth Negendanck und Claus Pese stellen ihren mit reichem Bild- und Textmaterial ausgestatteten Band vor, in dem annähernd 80 deutschsprachige Maler, Dichter und Musiker in ihrer Beziehung zur Insel Capri vorgestellt werden.

Reiseberichte und Gemälde zeigen, wie der Mythos Capri unauslöschliche Spuren in der deutschen Kunst- und Kulturgeschichte hinterlassen hat.

Dr. Ruth Negendanck ist als assoziierte Wissenschaftlerin am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, tätig. Dr. Claus Pese war dort Oberkonservator am Archiv für Bildende Kunst.

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Montag, 12.11 | 19.00 Uhr | AUSVERKAUFT

Der „Literaturkritiker aus Leidenschaft“ ist in der Stadt – Buchempfehlungen von Denis Scheck

Denis Scheck. Foto: SWR / Peter A. Schmidt

Als ARD-druckfrisch-Moderator hat Denis Scheck schon einige literarische Schätze aus dem Berg an jährlichen Neuerscheinungen ausgegraben. Immer wenn der Literaturkritiker nach Karlsruhe kommt, bleibt kein Autor verschont. Wo er über Bücher spricht, wird kritisiert, verrissen und gelobt. Wer nicht weiß, was er lesen soll, dem kann nur gesagt werden: Denis Scheck weiß es bestimmt.

Denis Scheck ist Kritiker im Fernseh- und Rundfunkprogramm des Südwestrundfunks. Er wurde 1964 geboren und kennt den Literaturbetrieb wie seine Westentasche. Nach seinem Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft und Zeitgeschichte begann er mit seiner Arbeit als literarischer Übersetzer, Herausgeber, Literaturredakteur und freier Kritiker. Von 1997 bis 2016 war er Literaturredakteur beim Deutschlandfunk, wo er regelmäßig die Sendung Büchermarkt moderierte.

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Dienstag, 13.11 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Der Verein „Junge Juristen“ zu Gast im PrinzMaxPalais

Bundesanwältin Sigrid Hegmann: Grenzenlose Straftaten im Internet – begrenzte Ermittlungsmöglichkeiten?

Erfordern neue Kriminalitätsfelder neue Straftatbestände und neue Ermittlungsmethoden? Die Herausforderungen an die Strafverfolgung durch Straftaten im Internet und mit Hilfe des Internet nehmen stetig zu. Crime-as-a-Service, Anonymisierungsmöglichkeiten und die abgetarnte Bezahlung mittels Kryptowährungen stellen die Strafverfolgungsbehörden vor große Schwierigkeiten. Auch die enormen Datenmengen, die ausgewertet werden müssen, sind eine Herausforderung für die Ermittlungsarbeit. Langdauernde, weltweit gestreute, raffiniert angelegte und hochkarätig durchgeführte Cyberspionageaktivitäten anderer Staaten erfordern eine effektive internationale Zusammenarbeit. Welche grenzüberschreitenden Ermittlungsmöglichkeiten sind hier vonnöten?

Materiell-rechtlich stellt sich die Frage, ob es weiterer Tatbestände zur Bekämpfung der Internetkriminalität bedarf - ob etwa der „digitale Hausfriedensbruch“ unter Strafe gestellt werden sollte oder ob sogenannte „Keuschheitsproben“ erlaubt werden sollen.

Sigrid Hegmann trat 1991 in den bayerischen Justizdienst ein und war zunächst als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg tätig. Von 1993 bis 1994 war sie im Rahmen der Aufarbeitung des in der DDR begangenen Unrechts an die Staatsanwaltschaft Berlin abgeordnet. 1995 wechselte Sigrid Hegmann als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Dort schloss sich 1998 eine weitere Abordnung an das Bundesverfassungsgericht an. 2002 kehrte sie zur Bundesanwaltschaft zurück. Ende 2013 wurde sie zur Bundesanwältin beim Bundesgerichtshof ernannt. Seit 2014 ist Sigrid Hegmann Leiterin eines Ermittlungsreferats in der Abteilung für Strafsachen gegen die äußere Sicherheit beim Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof.

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Mittwoch, 14.11 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Dr. Beate Borowka-Clausberg (Hamburg): An wunderbaren Quellen der Inspiration – Schriftstellerinnen in Kurorten

Kur- und Seebäder waren in vergangenen Zeiten Begegnungsorte par excellence, sie zeigten sich als Mikrokosmen einer aufgeklärten Welt und boten Frauen neue Freiheiten, die sie zu nutzen wussten. Reisen in die Bäder waren für Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts nicht nur selbstverständlich, sondern regten sie auch zu literarischer Gestaltung an. Die Vorsitzende des Hamburger Heine-Hauses, Dr. Beate Borowka-Clausberg, hat die Orte und die Bäderthematik in Romanen, Erzählungen, Novellen, Gedichten und Reisebriefen von Johanna Schopenhauer, Rahel Varnhagen, George Sand und anderen Autorinnen erforscht und wird in ihrem bilderreichen Vortrag auch Einblicke in weibliche Emanzipationsversuche geben.

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Sonntag, 18.11 | 18.00 Uhr | Eintritt 12,- €
> Stephansaal, Ständehausstraße 4

36. Karlsruher Bücherschau

Harald Hurst und Gunzi Heil: Live – was sonscht!

Harald Hurst und Gunzi Heil. Foto: Peter Sanbiller

Seit vielen Jahren ist mit dieser Veranstaltung etwas entstanden, das sich in keine einfache Beschreibung fügt. Mit dem erfolgreichsten Autor badischer Zunge, Harald Hurst und mit Gunzi Heil, dem semmelblonden Musikkabarettisten, der im gesamten deutschsprachigen Raum herumtourt, agiert ein badischer Doppelpack auf der Bühne – immer mit dem Vorsatz, das Publikum so zu unterhalten, dass es froh ist, nicht zu Hause geblieben zu sein. So unterschiedlich und vielseitig, zwischen Geschichten und Songs, Dialog und Dialekt, zwischen jetzt und jedermann – unverwechselbar, badisch, direkt. Die Spanne der Zuordnungsmöglichkeiten des Duos geht soweit, dass unabhängig voneinander in diesem Jahr Harald Hurst den Ehrenpreis des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg erhielt und Gunzi Heil zum „Badener des Jahres“ gekürt wurde. Ob das, was bei Hurst und Heil auf der Bühne entsteht, hinterher ein Programm war, bleibt offen. Auf jeden Fall ist es: live – was sonscht!

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Dienstag, 20.11 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

36. Karlsruher Bücherschau

René Schickele – Ernst Stadler – Hans Jean Arp: Drei Elsässer schreiben deutsch-französische Literaturgeschichte

Christian Luckscheiter. Foto: privat

Mit einer Auswahl von Gedichten Hans Jean Arps - im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Christian Luckscheiter - ist nach den Anthologien zu René Schickele und Ernst Stadler der dritte Band einer Reihe mit Texten elsässischer Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts erschienen.

In seinem Vortrag spricht der Literaturwissenschaftler Christian Luckscheiter über die Schriftsteller René Schickele, Ernst Stadler und Hans Jean Arp, alle drei in den 1880er Jahren im damals deutschen Elsass geboren. Zu jener Zeit lag das sogenannte „Reichsland“ kulturell und vor allem literarisch brach. Das, was damals geschrieben wurde, kam kaum über lokale und regionale Bedeutung hinaus. Mit den dreien sollte sich dies ändern: Arp revolutionierte mit seinen dadaistischen Sprachspielen die deutsche Literatur und ist einer der wenigen Schriftsteller, die ein gleichwertiges zweisprachiges (deutsches und französisches) Werk hinterlassen haben. Schickeles Gedichte vom Anfang des 20. Jahrhunderts machten in den literarischen Zirkeln Straßburgs Furore, und insbesondere in den 1920er und 1930er Jahren war er in Deutschland – vor allem durch seine Romantrilogie Das Erbe am Rhein (1925) – ein berühmter Autor, der sein Leben und Schreiben ganz der deutsch-französischen Verständigung und einem kosmopolitischen Elsass widmete. Stadler wiederum war der Erste, der Romain Rollands Jean Christophe für das deutsche Publikum rezensierte, seine Gedichtsammlung Der Aufbruch (1913) ist ein Meilenstein der deutschen Literaturgeschichte, mit dem er sich als zentraler Dichter des Expressionismus unsterblich machte.

Dr. Christian Luckscheiter, geboren in Freiburg, lebt als freier Lektor und Literaturwissenschaftler in Berlin. Aktuell arbeitet er an einem Projekt zur elsässischen Literaturgeschichte zwischen 1900 und 1960.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum im PrinzMaxPalais im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Zeitenwende 1918/19: Karlsruhe und Elsass-Lothringen“ (09. November 2018 bis 28. April 2019).

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Mittwoch, 21.11 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

36. Karlsruher Bücherschau

Suchen und Finden, Verlieren und Gewinnen – Judith Schalansky liest aus „Verzeichnis einiger Verluste“

Judith Schalansky. Foto: Jürgen Bauer

Ausgehend von einer Weltgeschichte, die Dinge verliert oder zerstört, widmet sich Judith Schalansky dem Zurückgebliebenen: Spuren, Gerüchte, Legenden oder Schmerz. Sie konstruiert drei Protagonisten, die gemeinsam gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: Ein alter Mann, Sammler und Horter, der die Vergangenheit archiviert, die gealterte Greta Garbo, die über ihren eigenen Tod philosophiert und die Schriftstellerin Schalansky, ein Kind der DDR, das nach Geschichte sucht.

1980 in Greifswald geboren, studierte die in Berlin lebende Buchgestalterin und freie Autorin Judith Schalansky Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Sie veröffentlichte unter anderem Atlas der abgelegenen Inseln (2009) und den erfolgreichen Bildungsroman Der Hals der Giraffe (2011). Die Bände wurden von der Stiftung Buchkunst zum jeweils „Schönsten deutschen Buch“ gekürt. Die Mainzer Stadtschreiberin von 2014 erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Droste-Preis (2015) und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis (2018). Seit 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus. Die von ihr gestalteten Bücher sind eine verlegerische Besonderheit: ausgewählte Papiere, Fadenheftung, elegante Typografie, Lesebändchen, Leineneinbände, Frontispiz, Prägedruck – die hohe Kunst der Buchmacherei. Es ist ein Genuss, die Bücher zu durchblättern, über ihre Seiten und Einbände zu streichen, sie mit den Händen und Augen zu kosten.

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Montag, 26.11 | 18.00 Uhr | Eintritt frei

Schreibwettbewerb für Gymnasien der Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe – Preisverleihung im PrinzMaxPalais

Lust am Schreiben? Die Antwort der Karlsruher Gymnasien fiel eindeutig aus: Im Rahmen des 1. Schreibwettbewerbs der Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe schrieben Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 11 an Karlsruher Gymnasien Geschichten, Szenen oder Essays zu den Themen „Freundschaft“ oder „Zukunft“. Das Ergebnis war beeindruckend: 14 Gymnasien nahmen an der Premiere des Schreibwettbewerbs mit insgesamt 348 Arbeiten teil. Die Wertung erfolgte in drei Altersklassen, wobei jede Schule drei Sieger in jeder Altersklasse bestimmte. Alle erstplatzierten Arbeiten aus den einzelnen Schulwertungen kamen in die Gesamtwertung durch eine Fachjury, welche die besten drei Arbeiten jeder Altersklasse kürte. Im Rahmen der Preisträgerlesung lesen im PrinzMaxPalais die Erstplatzierten ihre Arbeiten vor.

Um die jungen Schreibtalente zu fördern nehmen die Siegerinnen und Sieger an einem Schreibworkshop teil, der von der Literarischen Gesellschaft veranstaltet wird.

Darüber hinaus werden die erstplatzierten Arbeiten in einem Buch veröffentlicht, das anlässlich der Lesung präsentiert wird.

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Dienstag, 27.11 | 20.15 Uhr | Eintritt frei
> Buchcafé im Regierungspräsidium, Karl-Friedrich-Str. 17

36. Karlsruher Bücherschau

Zu Gast bei der allmende: allmende-Autorin und Lyrikerin Carolin Callies

Carolin Callies. Foto: Mario Theimer

Getreu ihres neuen Themas „Praxis Theorie Poesie“ befasst sich die 101. Ausgabe der preisgekrönten Literaturzeitschrift allmende mit der Frage, wo die Lyrik zwischen Theorie und Praxis verortet ist. Dieses Spannungsfeld zwischen Annahme und Anwendung, zwischen Hypothese und Praxis, wird im Kontext zeitgenössischer Kunst näher betrachtet. Die Beiträge sind das Resultat des von der Literarischen Gesellschaft und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe durchgeführten Symposiums „Praxis Theorie Poesie“. Die im Dezember erscheinende Nr. 102 der allmende thematisiert die Theorie und Geschichte der Graphic Novel. Im Gespräch mit der Redaktion der allmende wird Carolin Callies über ihre Erfahrung mit Literaturzeitschriften berichten und eigene Gedichte lesen.

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Dezember

Montag, 03.12 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstr. 47

LESUNG SÜD im KOHI

Schlecky Silberstein rechnet mit dem Netz ab: „Das Internet muss weg“

Schlecky Silberstein. Foto: privat

Ausgerechnet er propagiert den Satz „Das Internet muss weg“. Als Blogger versammelte Schlecky Silberstein über die letzten Jahre eine große Netzgemeinde um sich. Seine Erfahrungen bewegten ihn zu seinem Buchprojekt Das Internet muss weg: Eine Abrechnung (2018). Durch Fake News, Filterblasen und Social Bots erlangten Konzerne, politische Entscheidungsträger und Kriminelle laut Silberstein zunehmend gesellschaftliche Kontrolle. In der neuen Publikation analysiert er den „Daten-Kasino-Kapitalismus“, bei dem unsere gesammelten Daten gezielt eingesetzt werden, um eine Vorhersage und Beeinflussung des eigenen Verhaltens tätigen zu können. Können wir einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet lernen oder hilft nur noch die Abschaltung?

Schlecky Silberstein wurde 1982 geboren und etablierte sich in wenigen Jahren zu einem der wichtigsten Blogger Deutschlands. Sein gleichnamiger Blog zählt über 600.000 regelmäßige Leser. Die von ihm produzierte Comedy Show Bohemian Browser Ballett ist fester Bestandteil vom jungen Online-Medienangebot funk von ARD und ZDF. Heute lebt und arbeitet der Publizist und Schriftsteller in Berlin.

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Freitag, 07.12 | 16.00 Uhr | Eintritt frei

Wenn Werkrealschüler zu Wortkünstlern werden: Der Sprechreiz Poetry Slam
Die Literarische Gesellschaft und Sprechreiz laden zum Schüler Poetry Slam

„Wie war’s als Flüchtlingskind? Fünf Jahre alt war ich, als ich nach Deutschland kam […]“, sagt eine Werkrealschülerin selbstbewusst und mit fester Stimme. Dass sie auf einer Bühne steht und einen Text vorträgt, hat sie dem Projekt Sprechreiz zu verdanken.

Sprechreiz fördert die sozialen Kompetenzen und die Persönlichkeitsentwicklung von Hauptschülern und Werkrealschülern, um sie besser auf ihr Berufsleben vorzubereiten. Als Mittel hierfür dient Sprache, genauer gesagt der moderne Dichterwettstreit Poetry Slam. Das Projekt bietet Abschlussklassen von Hauptschulen an, ihren Deutschunterricht für ein paar Stunden gegen Workshops zu tauschen, die von Sprachkünstlern gehalten werden. Das große Finale ist ein Auftritt vor über 100 Zuschauern, beim Sprechreiz Poetry Slam. Dieser findet zum zweiten Mal im PrinzMaxPalais statt und wird von Slam Poet und Moderator „Phriedrich Chiller“ präsentiert. Neben den Beiträgen der Schülerinnen und Schüler werden auch renommierte Poetry Slammer ihre Texte zum Besten geben.

Begrenzter Einlass. Um Anmeldung unter Telefon 0721/1333987 oder presse@literaturmuseum.de wird gebeten.

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Sonntag, 09.12 | 14.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- € (Freunde und Schüler der Stiftung)

Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe zu Gast im PrinzMaxPalais

„Marthe & Mathilde“ – zweisprachige Performance von Petra Weimer und Catherine Javaloyès nach dem Roman von Pascale Hugues.
Im Anschluss Publikumsgespräch mit der Autorin

Pascale Hugues. Foto: Dagmar Morath

Eine neu kreierte Performance zum Thema Umbrüche, Freundschaft, Feindschaft, weibliche Energien und europäische Weiterentwicklung: Ausgehend vom Roman Marthe et Mathilde (2008) der französischen Autorin und Journalistin Pascal Hugues lassen die Schauspielerinnen Petra Weimer (DE) und Catherine Javaloyès (FR) die beiden Protagonistinnen in Dialog treten. Die wechselvolle Geschichte des Elsass knüpft hier an persönliche Biografien an. Pascale Hugues ist anwesend und gibt Einblicke in ihr literarisches Schaffen. Ausstattung der Performance: Roxana Naranjo. Realisiert mit einer Projektförderung der Baden-Württemberg Stiftung.

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Mittwoch, 19.12 | 20.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk?

Die SWR-Bestenliste: Literaturkritik live im PrinzMaxPalais

Wieder einmal neigt sich mit 2018 ein Jahr dem Ende zu, das von einer unüberschaubaren Menge an literarischen Neuerscheinungen überschwemmt wurde. Um in den Bücherfluten nicht unterzugehen, hat die Jury der SWR-Bestenliste die glänzenden Höhepunkte des Literaturjahres monatlich neu ausgelesen.

Moderator Gerwig Epkes spricht im Literaturhaus im PrinzMaxPalais mit den Literaturkritikern Michael Braun, Wiebke Porombka und Elmar Krekeler über empfehlenswerte Bücher.

Das garantiert Neues, Überraschendes und Unterhaltendes. Es lesen die Schauspieler Doris Wolters und Frank Stöckle.

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Bildnachweis:

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