April - Mai 2018

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Die Abendkasse befindet sich im zweiten Stockwerk des PrinzMaxPalais und öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

AprilAlle Texte einblenden

Montag, 09.04 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstraße 47

LESUNG SÜD

Lilian Loke präsentiert ihren neuen Roman „Auster und Klinge“

Lilian Loke. Foto: Christoph Mukherjee

„Fulminant und auf bitterböse Weise komisch.“ (GALORE)

Ihr Erzählstil in Gold in den Straßen (2015) wurde von der Jury des Bayerischen Kunstförderpreises als „schnell, präzise und unerbittlich“ beschrieben. Lilian Lokes aktueller Roman Auster und Klinge handelt von der ungewöhnlichen Übereinkunft zwischen dem Dieb Viktor und dem reichen Erben Georg. Beide sind unzufrieden mit ihrem Leben und treffen eine Vereinbarung: Wenn Viktor Georg das Einbrechen beibringt, bekommt er dafür das Startkapital für seinen Traum - ein eigenes Restaurant. Virtuos und mit bösartiger Komik erzählt Lilian Loke von einem riskanten Deal in einer erbarmungslosen Welt.

Lilian Loke, 1985 in München geboren, studierte Englische Literaturwissenschaft, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in München. Seit 2016 ist sie Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

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Dienstag, 10.04 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

„Er will es genau wissen“
Wolfgang Schorlau liest aus „Der große Plan“ – Denglers neunter Fall führt nach Griechenland

Wolfgang Schorlau. Foto: Timo Kabel

Wer hat die EU-Beamtin Angela Förster entführt? Was hatte sie mit der sogenannten „Griechenlandrettung“ zu tun? Wo sind die Milliarden europäischer Steuergelder gelandet? Das Berliner Auswärtige Amt bittet Georg Dengler, nach der Vermissten zu suchen. Der Stuttgarter Privatermittler droht an seinem vielleicht bisher größten Fall zu scheitern. Wolfgang Schorlau: „Ich habe gemerkt, dass es eine griechische Geschichte gibt, von der ich keine Ahnung hatte“ – und diese beginnt mit der deutschen Besetzung Griechenlands und führt bis zur Troika der Gegenwart.

Wolfgang Schorlau, 1951 geboren in Idar-Oberstein, lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Im November 2017 hatte er die Poetik-Dozentur an der Universität Tübingen inne.

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Donnerstag, 12.04 | 20.00 Uhr | Eintritt 12,- / 10,- / Mitglieder 8,- €
> Konzerthaus, Festplatz 9

Martin Walser liest aus seinem neuen Roman „Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte“

Martin Walser. Foto: Karin Rocholl

Am 12. April kommt Martin Walser mit seinem Roman Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte ins Konzerthaus Karlsruhe. In der 100. Ausgabe der von der Literarischen Gesellschaft herausgegebenen Literaturzeitschrift allmende hat Martin Walser exklusiv einen Vorabdruck seines Romans zur Verfügung gestellt – ein Blick in die Werkstatt des Mitbegründers der allmende. Das „Blog-Unternehmen“, wie Martin Walser das Romanprojekt selbst bezeichnet, ist die Geschichte eines Mannes, der zwei Frauen liebt und auf poetische Weise versucht das Leben doch noch zu verstehen. Jeder neue Roman Walsers ist ein Ereignis.

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft, der Stephanus-Buchhandlung und der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH. Karten sind bei der Stephanus-Buchhandlung, Tel. 0721/919520, erhältlich.

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Montag, 16.04 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

„Die Zukunft in Flammen“ – Dietmar Dath liest aus seinem Roman „Der Schnitt durch die Sonne“

Dietmar Dath. Foto: Jörg Steinmetz

„Denk dir: Du spürst nur deine rechte Hand. Du bist blind und taub.“ Mit diesem Gedankenexperiment beginnt Dietmar Daths Roman Der Schnitt durch die Sonne. Die Protagonisten: eine Schülerin, ein Gitarrist, ein Koch, ein Finanzberater, eine Pianistin und eine Mathematikerin. Zusammen fliegen sie zur Sonne, um bei einer neuen Spezies Frieden zu stiften. Ein Roman in der Tradition von H. G. Wells, Stanisław Lem und Arno Schmidt.

Dietmar Dath ist Schriftsteller, Übersetzer, Musiker und Publizist. Er kann auf ein umfangreiches schriftstellerisches Werk zurückblicken. Daneben machte er eine journalistische Karriere, die ihn zum Chefredakteur des Popmagazins Spex beförderte und anschließend zum Redakteur im Feuilleton der FAZ. Ein Studium mit der Fächerkombination Physik und Literatur befähigt ihn, seinem Hang zu Science-Fiction und naturwissenschaftlichen Themen nachzugehen. Kürzlich erhielt er in Wien den Günther Anders-Preis für kritisches Denken.

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Mittwoch, 18.04 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Vortrag von Steffi Böttger (Leipzig) anlässlich des 200. Geburtstages von Goethes ältestem Enkel: „Walther von Goethe: Die Bürde eines großen Namens“

Als im April 1818 der erste Enkel im Hause Goethe zur Welt kam, wurde er nach seinem Vater und seinem Großvater Walther Wolfgang von Goethe getauft. Die Messlatte hing damit so weit oben, dass Walter, ein Mensch mit durchschnittlichen Talenten, sie nicht erreichen konnte. Sein Leben war eine Aneinanderreihung von Ängsten, Depressionen und der Gewissheit, den eigenen hohen Ansprüchen nicht zu genügen. Sein größtes Verdienst ist es, gegen alle finanziellen Versuchungen und Bedrängungen durch den Deutschen Bund und die preußische Regierung, den schriftlichen Nachlass seines Großvaters, das Goethe-Haus und die bedeutende Kunstsammlung nicht verkauft zu haben. Es bildet den Grundstock der Weimarer Sammlungen.

Die Schauspielerin und Publizistin Steffi Böttger stellt den Enkel Goethes in Briefen, Tagebüchern und Beobachtungen seiner Zeitgenossen als einen scheuen, sich vor anderen in Förmlichkeit verschließenden Mann vor.

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Montag, 23.04 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Im Rahmen der Europäischen Kulturtage Karlsruhe 2018

Prof. Dr. Kristin Ross: „May 68 and its Afterlives“. Vortrag auf Englisch

Kristin Ross. Foto: privat

Kristin Ross, Romanistin an der New York University, Expertin für Revolten und Revolutionen in Frankreich und speziell zu den Ereignissen im Mai 1968 hält erstmals in Karlsruhe einen Vortrag auf Basis ihres Werkes Mai 68 and its Afterlives (2002). Ross’ Hauptthese ist es, dass der Mai 68 vom herrschenden politischen System in Frankreich – und Deutschland – als Jugend- und Kulturrevolte eingeordnet wurde, anstatt als fundamentalpolitisches, radikaldemokratisches Momentum, in dem Arbeiter und Intellektuelle – vielleicht zum ersten und letzten Mal in Europa – Seite an Seite demonstrierten. Ross’ Analyse legt besonderes Augenmerk auf die Rolle der Frauen in der 68er Bewegung.

Eine Veranstaltung des Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe in Kooperation mit dem Institut français Stuttgart, dem Institut français Tübingen sowie der Literarischen Gesellschaft.

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Donnerstag, 26.04 | 18.00 Uhr | Eröffnung im PrinzMaxPalais
Freitag, 27.04 | 10.00 bis 17.00 Uhr | in der Kunstakademie

„Praxis-Theorie-Poesie“ – Symposium der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in Kooperation mit dem Museum für Literatur Karlsruhe

Was bedeutet es, artefaktisch zu denken? Und wenn ich beim Malen begrifflich vorgehe – falle ich dann aus dem Bild? Wird die Praxis ausgesetzt, wenn wir Theorien bilden? Und wo hat die Poesie ihren Auftritt im Tableau von Praxis und Theorie? Der in Bewegung geratene Begriff der poiesis – zwischen selbstzweckhaftem Handeln und der Herstellung einer Sache – kann in seinen Ableitungen Poetik und Poesie zwischen Theorie und Praxis treten: der Hervorbringung von Begriffen „auf einem Boden, der sich noch nicht mit ihnen deckt“ (Deleuze/Guattari) und der Herstellung von Dingen, die es bislang nicht gab und die durch keinen Gebrauch abgesichert sind. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Unter der Leitung von Prof. Dr. Christina Griebel, Prof. Dr. Carolin Meister und Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann treten bei dem Symposium literarische Praxis, künstlerische Praxis und Kunstphilosophie in einen offenen Dialog.

Die Eröffnungsveranstaltung findet im Museum für Literatur statt, die weiteren Veranstaltungen sowie die begleitende Ausstellung von Studierenden der Kunstakademie finden in der Kunstakademie statt.

Weitere Informationen unter www.kunstakademie-karlsruhe.de

Programm

Donnerstag, 26.04 im PrinzMaxPalais
18.00-19.00 Uhr: Eröffnungsveranstaltung mit dem Lyriker Oswald Egger („Was bilde ich mir ein, und was denke ich dabei?“) .

Freitag, 27.04 im Vortragssaal der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Reinhold-Frank-Str.81:
10.00-11.00 Uhr: Dieter Mersch (Philosoph, Zürich): „Poesie als ästhetische Theorie – Praxis“
11.30-12.30 Uhr: Christof Windgätter (Wissenschafts- und Medientheoretiker, Berlin) „Nichts Besseres zu tun. Vom Zögern des Denkens zum Zwingen der Dinge“
12.30-13.00 Uhr: Dieter Mersch und Christof Windgätter im Gespräch
14.00-15.00 Uhr: Kathrin Busch (Philosophin, Berlin): „Kunstformen der Theorie“
15.30-16.30 Uhr: Daniela Seel (Lyrikerin, Übersetzerin, Herausgeberin, Verlegerin kookbook-Verlag), Berlin
16.30-17.00 Uhr: Alle zusammen / Ensemble: Diskussion
17.00 Uhr: Performance und Vernissage

Kabinett: Die das Symposium begleitende Ausstellung in der Kunstakademie zeigt Werke von Studierenden, deren Arbeit an den Schnittstellen von Text und Bild angesiedelt ist.

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Freitag, 27.04 | 17.00 Uhr | Eintritt frei

Im Rahmen der Europäischen Kulturtage Karlsruhe 2018

Ausstellungseröffnung:
„Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik“

Hedwig Lachmann und Gustav Landauer. Foto: MLO

In den Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs zwischen 1900 und 1919 haben die Lyrikerin und Übersetzerin Hedwig Lachmann (1865–1918) – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war die Grundlage von Richard Strauss‘ gleichnamiger Oper – und der in Karlsruhe geborene Gelehrte, Schriftsteller, Theoretiker und Politiker Gustav Landauer (1870–1919) zahlreiche gemeinsame Projekte realisiert. Diese Zusammenarbeit und das gemeinsam erarbeitete literarische Werk werden in dieser Ausstellung erstmals dokumentiert. Thematisiert werden unter anderem der biografische Aufbruch, künstlerische Positionen, politische und pazifistische Ansätze sowie ökologische Aspekte einer neuen freien Gesellschaft, aber auch Landauers Teilnahme an der „Münchner Räterepublik“.
Briefe und Texte von Gustav Landauer und Hedwig Lachmann werden gelesen von den Schauspielern Doris Wolters und Sebastian Mirow.

„Wir sehen Sonne, wohin wir schauen,
Und flüstern in Innigkeit und Vertrauen:
Wohl uns, daß wir zusammen kamen!“
Gustav Landauer an Hedwig Lachmann
Briefauszug 17. April 1899

Ausstellungszeitraum: 28. April bis 2. September 2018

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Mai

Donnerstag, 03.05 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €
> Stadtmuseum, PrinzMaxPalais

Im Rahmen der Europäischen Kulturtage Karlsruhe 2018

„Adorno für Ruinenkinder“: Heinz Bude beschreibt Erlebnisse der 68er-Generation

Heinz Bude. Foto: Dawin Meckel

Das Protestjahr 1968 gehört zu den Wegmarken in der Geschichte der Bundesrepublik. Wortführer der Revolte waren junge Leute, die den Krieg oder die Nachkriegszeit als Kinder erlebt hatten. Der Soziologe Heinz Bude, der mit einer Schrift zur Herkunftsgeschichte der 68er-Generation habilitiert wurde, skizziert in seinem Buch Adorno für Ruinenkinder das Lebensgefühl und die Gedanken einer Generation, die sich sicher war, dass das Schlimmste, was ihnen passieren konnte schon hinter ihnen lag.

Begleitveranstaltung zur Ausstellung des Stadtmuseums „Bewegt euch! 1968 und die Folgen“.

Eine Veranstaltung des Stadtmuseums Karlsruhe in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft und der Stephanus-Buchhandlung.

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Montag, 07.05 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Wie Literatur aus dem Leben kommt: Peter Stamm liest aus seinem neuen Roman „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“

Peter Stamm. Foto: Anita Affentranger

„Spezialist der vielsagenden Unschärfe.“ (Südwestrundfunk)

Christoph begegnet einem jungen Mann, in dem er sein einstiges Ich erkennt. Indem er sich mit der 20 Jahre jüngeren Lena verabredet, versucht Christoph Einfluss auf das Leben seiner jüngeren Version zu nehmen. So beginnt ein beispiellos wahrhaftiges Spiel der Vergangenheit mit der Gegenwart, aus dem keiner unbeschadet herausgehen wird. Der Autor erzählt eine Geschichte, die Zeitstränge überwindet und mit Nähe und Distanz spielt und keinen unberührt lässt.

Peter Stamm, geboren 1963 in Scherzingen, Kanton Thurgau, studierte Anglistik, Psychologie und Psychopathologie. Er lebt in Winterthur. Nach seinem Debütroman Agnes, der in den letzten fünf Jahren Abiturthema im Fach Deutsch in Baden-Württemberg war, veröffentlichte Peter Stamm noch sechs weitere Romane. Er ist Träger zahlreicher Literaturpreise, darunter des Friedrich-Hölderlin-Preises 2014.

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Sonntag, 13.05 | 11.00 Uhr | Eintritt frei

Führung zum 41. Internationalen Museumstag

Dr. Jürgen Oppermann, stellvertretender Leiter des Museums für Literatur, zeigt Schätze aus dem Museum und dem Oberrheinischen Literaturarchiv.

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Dienstag, 15.05 | 20.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Joachim Zelter präsentiert seinen neuen Roman „Im Feld“

Joachim Zelter. Foto: Steffen Sixt

Verspielt wie Jean Paul und geistreich wie Oscar Wilde.“ (FAZ)

Ein Roman der Besessenheit, in dem es um das Zusammenwirken zwischen Mensch und Fahrrad geht. Joachim Zelter nimmt uns mit in die Welt des Radsports und zeigt, worum es wirklich geht: um Anpassung und Leistungsdruck und darum, keine Pedalumdrehung auszulassen.

Joachim Zelter, geboren 1962, studierte Englische Literatur in Tübingen und Yale. Der passionierte Radsportler erhielt unter anderem 2005 das Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg - und zuvor 1982 den Scheffel Preis.

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Mittwoch, 16.05 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt (Karlsruhe/Lübeck): „Friedrich Hölderlins Geisteskrankheit im Kontext der Medizin und Philosophie um 1800“ – zum 175. Todestages des Klassikers

Nach überwiegender Meinung wird die seelisch-geistige Erkrankung Friedrich Hölderlins (1770–1843), über die in der Vergangenheit zahlreiche Auffassungen bestanden, heute nicht mehr in Frage gestellt. Der Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt wird in seinem Vortrag medizinische Gutachten, Erfahrungen der philosophischen Freunde Schelling und Hegel, zeitgenössische Berichte, darunter auch zur Unterbringung in Tübingen nach Ausbruch der Krankheit, als bewegende Zeugnisse für den Umgang mit Geisteskranken um 1800 aufzeigen.

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