About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

Aktuelle Veranstaltungen

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Dienstag, 17.07 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Im Rahmen der Ausstellung „Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik“

Vortrag von Christoph Knüppel: Das Reich der Vernunft gründen. Gustav Landauers utopischer Anarchismus

Soziale Utopien führen heute ein Schattendasein. Naiv scheinen alle, die ihren Tagträumen von einer besseren, weil gerechten, gewaltfreien und solidarischen Welt nachhängen, gilt es doch, das Bestehende zu verteidigen und Schlimmeres zu verhindern. Ein Überschreiten der Gegenwart beschränkt sich auf unternehmerische „Visionen“, technische „Innovationen“ und identitätspolitische oder unverhüllt nationalistische Regressionen. Ganz anders sah das im 19. Jahrhundert aus, erst recht nach dem Fall des Sozialistengesetzes. Der 22-jährige Gustav Landauer, der gerade seine Berufung zum Schriftsteller entdeckt hatte, notierte 1892 in seinem Tagebuch: „Utopien, das wäre vielleicht eine Aufgabe, der ich gewachsen wäre, mehr als viele andere, Utopien zu schreiben, bewusst.“ Der Vortrag wird nicht nur die Gestalt von Landauers „antipolitischem“ Anarchismus beschreiben, sondern auch der Frage nachgehen, aus welchen biografischen Wahrnehmungen, Erfahrungen und literarischen Quellen sich dieser speiste.

Christoph Knüppel, geboren 1957 in Eutin, hat zuletzt die Briefe und Tagebücher Gustav Landauers aus den Jahren 1884 bis 1900 herausgegeben und kommentiert. Neben seinem Lehrerdasein forscht und publiziert er sporadisch aber unverdrossen zur Geschichte und Literatur des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Sein Interesse gilt vor allem der deutsch-jüdischen Geschichte, der Arbeiterbewegung, der Lebensreformbewegung und der völkischen Bewegung.

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Sonntag, 22.07 | 16.30 Uhr | Tagesticket 5,- €
> Günther-Klotz-Anlage

„DAS FEST“ – Die Literarische Gesellschaft präsentiert Slam Poesie vom Feinsten

Eine leidenschaftliche Show aus Slam Poesie, Musik und Wortkonfetti: Das erfolgreiche FEST-Bühnenwortsport-Spektakel wird präsentiert von der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe. Mit dabei: Artem Zolotarov aus Mainz (Poetry Slam Landesmeister Rheinland-Pfalz 2015), die beiden KOHI-Slam-Sieger Anna Teufel und Moritz Konrad aus Karlsruhe sowie Stefan Unser aus Malsch (Poetry Slam Landesmeister Baden-Württemberg 2016). Für den musikalischen Support sorgt der wunderbare Singer-Songwriter BINYO aus Halver.

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Samstag, 04.08 | ab 18.00 Uhr | Einlass mit KAMUNA-Button

Die KArlsruher MUseumsNAcht geht in die 20. Runde

ZWANZIG! – Unter diesem Motto öffnen die Karlsruher Museen, Bibliotheken und Archive zum 20. Mal ihre Türen zur KAMUNA, der Karlsruher Museumsnacht. 20 Häuser zeigen mit Exponaten die besonderen Schätze der bedeutenden Karlsruher Sammlungen. Auch in diesem Jahr bringt das Museum für Literatur die Nacht zum Leuchten und beteiligt sich an der Karlsruher Museumsnacht mit folgendem Programm:

Um 18.30 Uhr führt Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann durch die Ausstellung „Liebe und Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik“ und gewährt Einblick in eine Künstler- und Lebensgemeinschaft. Während Gustav Landauer sich als Revolutionär und anarchistischer Denker politisch engagierte, widmete Hedwig Lachmann sich der Lyrik und dem Übersetzen – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war die Textgrundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper. E. A. Poe, Paul Verlaine und Walt Whitman sind weitere Autoren, die sie übersetzt hat.

Um 20.00 Uhr liest Arno Camenisch. Der Autor lässt in seinen Prosatexten humorvolle Geschichten entstehen – literarische Leuchtfeuer, die in die Nacht hinaus strahlen. „Seine Lesungen sind Kult“, meint der Hessische Rundfunk. Zu Recht!

Bitte beachten Sie: Begrenzte Teilnehmerzahl! Für die Lesung mit Arno Camenisch gibt es Einlasskarten ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

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Weitere Termine

Aktuelle Ausstellung

28. April bis 2. September 2018 | Eintritt frei

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als offensiven Politiker, Theoretiker und Anhänger einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. Doch er war auch leidenschaftlich Liebender und fürsorglicher Familienvater.
In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes „Salome“ war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine emanzipierte Partnerin und große Schriftstellerin.
19 Jahre konnte das Paar zusammen leben und arbeiten. Hedwig Lachmann verstirbt am 21. Februar 1918; Gustav Landauer wird am 2. Mai 1919 brutal ermordet.
Die Zusammenarbeit beider und das gemeinsam erarbeitete literarische Werk werden in dieser Ausstellung erstmals anhand ausgewählter Exponate dokumentiert. Thematisiert werden unter anderem der biografische Aufbruch, künstlerische Positionen, politische und pazifistische Ansätze sowie ökologische Aspekte einer neuen freien Gesellschaft, sowie Landauers Teilnahme an der „Münchner Räterepublik“.

„Wir sind kein Paar, wir sind Pares.
(…) Wir sind nicht zwei armselige Hälften, denen nichts als die Leidenschaft gebietet,
sich zu vereinigen, und die dann doch immer auseinanderklaffen;
wir sind zwei Ebenbürtige, die – so glaube ich – zu einander wollen,
um zusammen zu gehn.“
Gustav Landauer an Hedwig Lachmann (10. Mai 1899)

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Tipps und Hinweise

Literaturzeitschrift allmende erhält den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg

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Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geht an die allmende – Zeitschrift für Literatur.
Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird Ende 2017 die 100. Ausgabe escheinen. Die kommende Ausgabe, die im Juni erscheinen wird, hat das Thema „Brennpunkt Istanbul“ im Fokus. Die allmende erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 10.07.2018: Faust
  • 11.07.2018: Ein Sommernachtstraum
  • 19.07.2018: Lucio Silla

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.

Weitere Ausgaben der allmende

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Literatur als Gemeingut“
Nr. 100 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Martin Walser, Adolf Muschg, Hermann Bausinger, Manfred Bosch, Joachim Zelter, Markus Mertens, Andreas Kohm, Arno Geiger, Lena Gorelik, Wilhelm Genazino, Karl-Heinz Ott, Arnold Stadler, Sibylle Lewitscharoff, Markus Orths, Ferdiun Zaimoglu, Jan Knopf, Jürgen Glocker, Johannes Werner

Dezember 2017
136 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Die allmende ist seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. 2017 erhielt die Zeitschrift für Literatur den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg. „Die allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren kann“, heißt es in der Begründung der Jury. Anlässlich der 100. Ausgabe haben unter anderem Martin Walser und Adolf Muschg exklusiv Vorabdrucke ihrer aktuellen und noch unveröffentlichten Romanprojekte zur Verfügung gestellt – ein Blick in die Werkstatt der Mitbegründer der allmende. Abgedruckt sind zudem Texte schriftstellerischer „Weggefährten“ der Zeitschrift wie Arno Geiger, Sibylle Lewitscharoff, Wilhelm Genazino, Feridun Zaimoglu und Lena Gorelik, sowie Erinnerungen an die Anfänge der Zeitschrift von Hermann Bausinger und Manfred Bosch.

Weitere Ausgaben der allmende