About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

Aktuelle Veranstaltungen

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Mittwoch, 21.11 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

36. Karlsruher Bücherschau

Suchen und Finden, Verlieren und Gewinnen – Judith Schalansky liest aus „Verzeichnis einiger Verluste“

Judith Schalansky. Foto: Jürgen Bauer

Ausgehend von einer Weltgeschichte, die Dinge verliert oder zerstört, widmet sich Judith Schalansky dem Zurückgebliebenen: Spuren, Gerüchte, Legenden oder Schmerz. Sie konstruiert drei Protagonisten, die gemeinsam gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: Ein alter Mann, Sammler und Horter, der die Vergangenheit archiviert, die gealterte Greta Garbo, die über ihren eigenen Tod philosophiert und die Schriftstellerin Schalansky, ein Kind der DDR, das nach Geschichte sucht.

1980 in Greifswald geboren, studierte die in Berlin lebende Buchgestalterin und freie Autorin Judith Schalansky Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Sie veröffentlichte unter anderem Atlas der abgelegenen Inseln (2009) und den erfolgreichen Bildungsroman Der Hals der Giraffe (2011). Die Bände wurden von der Stiftung Buchkunst zum jeweils „Schönsten deutschen Buch“ gekürt. Die Mainzer Stadtschreiberin von 2014 erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Droste-Preis (2015) und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis (2018). Seit 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus. Die von ihr gestalteten Bücher sind eine verlegerische Besonderheit: ausgewählte Papiere, Fadenheftung, elegante Typografie, Lesebändchen, Leineneinbände, Frontispiz, Prägedruck – die hohe Kunst der Buchmacherei. Es ist ein Genuss, die Bücher zu durchblättern, über ihre Seiten und Einbände zu streichen, sie mit den Händen und Augen zu kosten.

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Montag, 26.11 | 18.00 Uhr | Eintritt frei

Schreibwettbewerb für Gymnasien der Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe – Preisverleihung im PrinzMaxPalais

Lust am Schreiben? Die Antwort der Karlsruher Gymnasien fiel eindeutig aus: Im Rahmen des 1. Schreibwettbewerbs der Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe schrieben Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 11 an Karlsruher Gymnasien Geschichten, Szenen oder Essays zu den Themen „Freundschaft“ oder „Zukunft“. Das Ergebnis war beeindruckend: 14 Gymnasien nahmen an der Premiere des Schreibwettbewerbs mit insgesamt 348 Arbeiten teil. Die Wertung erfolgte in drei Altersklassen, wobei jede Schule drei Sieger in jeder Altersklasse bestimmte. Alle erstplatzierten Arbeiten aus den einzelnen Schulwertungen kamen in die Gesamtwertung durch eine Fachjury, welche die besten drei Arbeiten jeder Altersklasse kürte. Im Rahmen der Preisträgerlesung lesen im PrinzMaxPalais die Erstplatzierten ihre Arbeiten vor.

Um die jungen Schreibtalente zu fördern nehmen die Siegerinnen und Sieger an einem Schreibworkshop teil, der von der Literarischen Gesellschaft veranstaltet wird.

Darüber hinaus werden die erstplatzierten Arbeiten in einem Buch veröffentlicht, das anlässlich der Lesung präsentiert wird.

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Dienstag, 27.11 | 20.15 Uhr | Eintritt frei
> Buchcafé im Regierungspräsidium, Karl-Friedrich-Str. 17

36. Karlsruher Bücherschau

Zu Gast bei der allmende: allmende-Autorin und Lyrikerin Carolin Callies

Carolin Callies. Foto: Mario Theimer

Getreu ihres neuen Themas „Praxis Theorie Poesie“ befasst sich die 101. Ausgabe der preisgekrönten Literaturzeitschrift allmende mit der Frage, wo die Lyrik zwischen Theorie und Praxis verortet ist. Dieses Spannungsfeld zwischen Annahme und Anwendung, zwischen Hypothese und Praxis, wird im Kontext zeitgenössischer Kunst näher betrachtet. Die Beiträge sind das Resultat des von der Literarischen Gesellschaft und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe durchgeführten Symposiums „Praxis Theorie Poesie“. Die im Dezember erscheinende Nr. 102 der allmende thematisiert die Theorie und Geschichte der Graphic Novel. Im Gespräch mit der Redaktion der allmende wird Carolin Callies über ihre Erfahrung mit Literaturzeitschriften berichten und eigene Gedichte lesen.

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Montag, 03.12 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstr. 47

LESUNG SÜD im KOHI

Schlecky Silberstein rechnet mit dem Netz ab: „Das Internet muss weg“

Schlecky Silberstein. Foto: privat

Ausgerechnet er propagiert den Satz „Das Internet muss weg“. Als Blogger versammelte Schlecky Silberstein über die letzten Jahre eine große Netzgemeinde um sich. Seine Erfahrungen bewegten ihn zu seinem Buchprojekt Das Internet muss weg: Eine Abrechnung (2018). Durch Fake News, Filterblasen und Social Bots erlangten Konzerne, politische Entscheidungsträger und Kriminelle laut Silberstein zunehmend gesellschaftliche Kontrolle. In der neuen Publikation analysiert er den „Daten-Kasino-Kapitalismus“, bei dem unsere gesammelten Daten gezielt eingesetzt werden, um eine Vorhersage und Beeinflussung des eigenen Verhaltens tätigen zu können. Können wir einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet lernen oder hilft nur noch die Abschaltung?

Schlecky Silberstein wurde 1982 geboren und etablierte sich in wenigen Jahren zu einem der wichtigsten Blogger Deutschlands. Sein gleichnamiger Blog zählt über 600.000 regelmäßige Leser. Die von ihm produzierte Comedy Show Bohemian Browser Ballett ist fester Bestandteil vom jungen Online-Medienangebot funk von ARD und ZDF. Heute lebt und arbeitet der Publizist und Schriftsteller in Berlin.

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Freitag, 07.12 | 16.00 Uhr | Eintritt frei

Wenn Werkrealschüler zu Wortkünstlern werden: Der Sprechreiz Poetry Slam
Die Literarische Gesellschaft und Sprechreiz laden zum Schüler Poetry Slam

„Wie war’s als Flüchtlingskind? Fünf Jahre alt war ich, als ich nach Deutschland kam […]“, sagt eine Werkrealschülerin selbstbewusst und mit fester Stimme. Dass sie auf einer Bühne steht und einen Text vorträgt, hat sie dem Projekt Sprechreiz zu verdanken.

Sprechreiz fördert die sozialen Kompetenzen und die Persönlichkeitsentwicklung von Hauptschülern und Werkrealschülern, um sie besser auf ihr Berufsleben vorzubereiten. Als Mittel hierfür dient Sprache, genauer gesagt der moderne Dichterwettstreit Poetry Slam. Das Projekt bietet Abschlussklassen von Hauptschulen an, ihren Deutschunterricht für ein paar Stunden gegen Workshops zu tauschen, die von Sprachkünstlern gehalten werden. Das große Finale ist ein Auftritt vor über 100 Zuschauern, beim Sprechreiz Poetry Slam. Dieser findet zum zweiten Mal im PrinzMaxPalais statt und wird von Slam Poet und Moderator „Phriedrich Chiller“ präsentiert. Neben den Beiträgen der Schülerinnen und Schüler werden auch renommierte Poetry Slammer ihre Texte zum Besten geben.

Begrenzter Einlass. Um Anmeldung unter Telefon 0721/1333987 oder presse@literaturmuseum.de wird gebeten.

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Sonntag, 09.12 | 14.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- € (Freunde und Schüler der Stiftung)

Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe zu Gast im PrinzMaxPalais

„Marthe & Mathilde“ – zweisprachige Performance von Petra Weimer und Catherine Javaloyès nach dem Roman von Pascale Hugues.
Im Anschluss Publikumsgespräch mit der Autorin

Pascale Hugues. Foto: Dagmar Morath

Eine neu kreierte Performance zum Thema Umbrüche, Freundschaft, Feindschaft, weibliche Energien und europäische Weiterentwicklung: Ausgehend vom Roman Marthe et Mathilde (2008) der französischen Autorin und Journalistin Pascal Hugues lassen die Schauspielerinnen Petra Weimer (DE) und Catherine Javaloyès (FR) die beiden Protagonistinnen in Dialog treten. Die wechselvolle Geschichte des Elsass knüpft hier an persönliche Biografien an. Pascale Hugues ist anwesend und gibt Einblicke in ihr literarisches Schaffen. Ausstattung der Performance: Roxana Naranjo. Realisiert mit einer Projektförderung der Baden-Württemberg Stiftung.

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Weitere Termine

Tipps und Hinweise

Literaturzeitschrift allmende erhält den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg

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Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geht an die allmende – Zeitschrift für Literatur.
Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird Ende 2017 die 100. Ausgabe escheinen. Die kommende Ausgabe, die im Juni erscheinen wird, hat das Thema „Brennpunkt Istanbul“ im Fokus. Die allmende erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 13.12.2018, 20.00 Uhr: Kammerkonzert
  • 15.12.2018, 19.30 Uhr: Tiger und Löwe
  • 22.12.2018, 15.00 Uhr: Hänsel und Gretel
  • 09.01.2019, 20.00 Uhr: Der Goldne Topf
  • 16.01.2019, 20.00 Uhr: Faust
  • 31.01.2019, 20.00 Uhr: Die lustigen Niebelungen

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Praxis Theorie Poesie“
Nr. 101 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Christina Griebel, Carolin Meister, Oswald Egger, Dieter Mersch, Kathrin Busch, Daniela Seel, Barbara Köhler, Christina Griebel, Monika Rinck, Carolin Callies

Juli 2018
104 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Die allmende widmet sich der Frage nach den Inhalten und der Legitimation von Literatur und Kunst in der heutigen Zeit. Populisten von links und rechts erobern die Macht, ein Europa, das sich immer weiter spaltet und eine Bundesrepublik, fragiler denn je: In einer Welt, die von globalen politischen Krisen geprägt ist, stellen sich viele Fragen: Findet Poesie einen Platz zwischen Praxis und Theorie? Wo setzt sie an zwischen Annahme und Anwendung? Kann sie Lösungsansätze für aktuelle gesellschaftliche und politische Aufgaben liefern?

Lyrik als komplexe, bisweilen enigmatische literarische Form steht im Fokus der aktuellenallmende. Im Kontext der heutigen zeitgenössischen Kunst wird gefragt, wo Poesie ihren Auftritt im Spannungsfeld von Praxis und Theorie hat.Darauf antworten die Lyriker Oswald Egger, Daniela Seel und Barbara Köhler und die Philosophen Dieter Mersch und Kathrin Busch. Die Beiträge sind das Ergebnis des Symposiums ,,Praxis Theorie Poesie“, das von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in Kooperation mit dem Museum für Literatur Karlsruhe ausgerichtet wurde. In der aktuellen Ausgabe sind zudem unveröffentlichte Gedichte von Carolin Callies und Monika Rinck veröffentlicht.

allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. 2017 wurde die Zeitschrift mit dem Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Weitere Ausgaben der allmende

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.

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