About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

Literaturtage Karlsruhe 2018

Aktuelle Veranstaltungen

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Sonntag, 16.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- €
> Nikolauskapelle am Alten Friedhof Durlach, Basler-Tor-Str. 6

Ein Leben auf der Flucht, eine Geschichte über die Kunst des Ankommens

Wolfgang Schön liest aus seinem Roman „LebensKünstler“

In seinem autobiografischen Roman LebensKünstler schildert Wolfgang Schön die Jahre von 1943 bis 1947, die ihn und seine Familie von Frankfurt am Main erst ins tschechische Olmütz, wo noch ohne Bombenangriffe friedliche Zustände herrschten, dann in die Südsteiermark und schließlich zurück nach Frankfurt führten – in eine zerbombte Wohnung im vierten Stock einer Notunterkunft, den freien Himmel über sich. Eine Geschichte, bei aller Dramatik voller skurriler Erlebnisse, mit Sinn für Humor und dem feinen Gefühl des gestandenen Theatermanns für bühnenreife Auftritte lebendig erzählt. Einen zusätzlichen Reiz erhält Schöns Roman durch die Schilderung seiner Begegnungen mit dem Wiener Schriftsteller Hans Lebert (1919-1993), Träger des Österreichischen Staatspreises 1962, dessen Romane Die Wolfshaut und Der Feuerkreis ihn zu einem „Achttausender der österreichischen Nachkriegs-Literatur“ (Elfriede Jelinek) machten. Lebert, damals noch Operntenor in Olmütz, verliebte sich in Wolfgangs Schwester Anette, die er 1946 heiratete.

Wolfgang Schön (geb.1937) entstammt einer Frankfurter Künstlerfamilie. Er studierte an der renommierten Kunstakademie Max Reinhardt Seminar in Wien, spielte große Rollen und inszenierte über hundert Stücke in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Heute lebt er in Karlsruhe-Durlach.

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Montag, 17.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Alex Capus erzählt die Liebesgeschichte zweier „Königskinder“ – Präsentation des gleichnamigen Romans

Alex Capus. Foto: Ayse Yavas

Was als Alex Capus’ schönste Liebesgeschichte seit Léon und Louise (2011) angesehen wird, hat mit der einstigen Romanze vor allem eines gemeinsam: eine sprachlich meisterhafte Einbettung individueller Emotionalität in weltgeschichtliche Ereignisse. Nachdem Max und Tina mit ihrem Auto auf einem Alpenpass im Schnee stecken bleiben, entführt Max sie und sich mit einer Erzählung in die Zeit der Französischen Revolution. Zwischen Alpenpass und Autodach spinnt Alex Capus eine Geschichte der Jahrhunderte, wandelt Ort und Zeit, bis selbst der alpine Nachthimmel sich als türkis leuchtendes Äquivalent über dem Schloss von Versailles aufspannt.

Alex Capus wurde 1961 in der Normandie geboren. Während er an der Universität Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie studierte, arbeitete er als Journalist. Zuletzt erschien sein Roman Das Leben ist gut (2016). Seine literarischen Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2015 mit dem Förderpreis des Kantons Solothurn. Er lebt in Olten in der Schweiz.

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Dienstag, 18.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 6,- / 4,- / Mitglieder 3,- €

Buchvorstellung Angela Ulrich/Alfred Bakan: „Die Welt kommt zu mir“
Prof. Dr. Klaus Gallwitz (Karlsruhe) führt in den Zyklus ein. Es liest Thomas Rübenacker

Angela Ulrich. Foto: Margarethe Ohler

Momente kreativer und menschlicher Nachdrücklichkeit bewegten Angela Ulrich zu ihrem neuen Buchprojekt, mit dem sie fünf Jahre lang der Intensität von Kunst und Literatur nachspürte. In seinen letzten Lebensjahren besuchte der schwer lungenkranke Alfred Bakan (1951-2008) häufig das Atelier der freischaffenden Karlsruher Künstlerin, um ihr seine neu verfassten Manuskripte und literarischen Texte vorzutragen: „Er las seine Texte vor, ich malte ihn“, so Angela Ulrich. Die Welt kommt zu mir notierte Alfred Bakan im Februar 2006 an einem der gemeinsamen Ateliertage. Einen Teil dieser Welt brachte er auch in Angela Ulrichs Atelier, sie blieb dort in Farben und Worten bestehen. Ein Jahrzehnt nach seinem Tod zeigt Ulrich nun, wie Bakans Anwesenheit ihr eigenes Werk inspirierte.

Nach einem längeren Aufenthalt in Rom entschloss sich Angela Ulrich, Künstlerin zu werden. Zurück in Deutschland studierte die gebürtige Karlsruherin in ihrer Heimatstadt zunächst Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, ehe sie ein Studium der Kunstwissenschaft anschloss. Ob Aquarell oder Acryl, abstrakt oder figürlich: Zahlreiche Einzelausstellungen belegen, dass Angela Ulrichs künstlerisches Werk, das keiner Kategorisierung bedarf, hohe Anerkennung in der gegenwärtigen Kunstszene genießt.

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Montag, 24.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Literaturtage Karlsruhe 2018

Gretchen Dutschke über „1968. Worauf wir stolz sein dürfen“

Gretchen Dutschke. Foto: Lune Dutschke

50 Jahre nach 1968 stellt Gretchen Dutschke die Sehnsüchte und Ziele der Revoltierenden einander gegenüber. Geprägt von einem im Mauerbau eskalierten Ost-West-Konflikt, dem Vietnamkrieg, der Belastung der Vergangenheit und einer repressiven Sexualmoral, bricht eine Generation auf. Mit reflektiertem Blick berichtet Gretchen Dutschke über die Ziele ihrer Generation und hinterfragt die in Gewaltexzesse endenden Demonstrationen. Eine Zeitzeugin, die sich nicht scheut, „provokativ und offen“ zugleich zu sein, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Den Bogen zur Gegenwart schlägt sie ohne zu zögern: Was ist aus öffentlichen Diskussionen über Sexualität und Geschlechterrollen oder der Studentenbewegung geworden?

Die 1942 geborene Amerikanerin studierte Theologie in Hamburg und Berlin. 1966 heiratete sie Rudi Dutschke, führenden Aktivisten und Symbol der Studentenbewegung 1968. Im selben Jahr überlebte er schwer verletzt ein Attentat und die junge Familie zog sich aus Deutschland zurück. Er starb 1979 an den Folgen des Attentats im dänischen Aarhus. Heute lebt Gretchen Dutschke wieder in Berlin.

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Mittwoch, 26.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Staatsschauspieler Stefan Viering liest ausgewählte Briefe Goethes und die „Marienbader Elegie“

Böhmen, laut einer von Goethe sehr geschätzten Abhandlung „vor der Entdeckung Amerikas ein kleines Peru“, zog nicht nur den kranken Dichter und geologisch interessierten Naturwissenschaftler an: Goethe traf hier auch seine letzte große Liebe, die er mit der Marienbader Elegie (1823) verewigte. Der als Höhepunkt seiner Alterslyrik geltende Mittelteil der Trilogie der Leidenschaft, Anfang September 1823 auf der Rückreise vom Kuraufenthalt entstanden, steht im Zentrum der Lesung Stefan Vierings. Der den Karlsruhern wohlbekannte und allseits geschätzte Staatsschauspieler wird neben der anspruchsvollen Elegie auch „böhmische Briefe“ des Dichters zu Gehör bringen.

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Samstag, 29.09 | ab 18.00 Uhr | Eintritt frei

Literaturtage Karlsruhe 2018

Zehnte Karlsruher Lesenacht im PrinzMaxPalais – Die Literarische Gesellschaft lädt ein …

… fantastische Wesen und abenteuerlicheTraumorte in der Geborgenheit der dunklen Nacht zu entdecken, sich im geschriebenen Wort zu verlieren, gemeinsam zu schmökern und die Abendstunden zum Leben zu erwecken. Auch dieses Jahr präsentieren Autorinnen und Autoren eine bunte Vielfalt an unveröffentlichten Texten und unentdeckten Schriften: Von Lyrik, Slam Poesie oder kurzen Prosatexten bis hin zu szenischer Lesung und literarischen Kurzfilmen ist alles dabei, was das Herz begehrt. Kurz gesagt: ein Abend der literarischen Entdeckungsreisen mit spannenden, ganz unterschiedlichen Zielen.

Moderation: Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Matthias Walz.

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Weitere Termine

Aktuelle Ausstellung

28. April bis 2. September 2018 | Eintritt frei

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

Hedwig Lachmann und Gustav Landauer. Foto: MLO

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als offensiven Politiker, Theoretiker und Anhänger einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. Doch er war auch leidenschaftlich Liebender und fürsorglicher Familienvater.
In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes „Salome“ war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine emanzipierte Partnerin und große Schriftstellerin.
19 Jahre konnte das Paar zusammen leben und arbeiten. Hedwig Lachmann verstirbt am 21. Februar 1918; Gustav Landauer wird am 2. Mai 1919 brutal ermordet.
Die Zusammenarbeit beider und das gemeinsam erarbeitete literarische Werk werden in dieser Ausstellung erstmals anhand ausgewählter Exponate dokumentiert. Thematisiert werden unter anderem der biografische Aufbruch, künstlerische Positionen, politische und pazifistische Ansätze sowie ökologische Aspekte einer neuen freien Gesellschaft, sowie Landauers Teilnahme an der „Münchner Räterepublik“.

„Wir sind kein Paar, wir sind Pares.
(…) Wir sind nicht zwei armselige Hälften, denen nichts als die Leidenschaft gebietet,
sich zu vereinigen, und die dann doch immer auseinanderklaffen;
wir sind zwei Ebenbürtige, die – so glaube ich – zu einander wollen,
um zusammen zu gehn.“
Gustav Landauer an Hedwig Lachmann (10. Mai 1899)

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Tipps und Hinweise

Literaturzeitschrift allmende erhält den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg

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Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geht an die allmende – Zeitschrift für Literatur.
Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird Ende 2017 die 100. Ausgabe escheinen. Die kommende Ausgabe, die im Juni erscheinen wird, hat das Thema „Brennpunkt Istanbul“ im Fokus. Die allmende erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 21.09.2018, 20.00 Uhr: Am Boden
  • 23.09.2018, 15.00 Uhr: Willkommen
  • 28.09.2018, 19.00 Uhr: Sonderkonzert
  • 09.10.2018, 20.00 Uhr: Der Goldene Topf
  • 10.10.2018, 20.00 Uhr: Die Ehen unserer Eltern
  • 30.10.2018, 19.30 Uhr: Anna Bolena

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Praxis Theorie Poesie“
Nr. 101 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Christina Griebel, Carolin Meister, Oswald Egger, Dieter Mersch, Kathrin Busch, Daniela Seel, Barbara Köhler, Christina Griebel, Monika Rinck, Carolin Callies

Juli 2018
104 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Die allmende widmet sich der Frage nach den Inhalten und der Legitimation von Literatur und Kunst in der heutigen Zeit. Populisten von links und rechts erobern die Macht, ein Europa, das sich immer weiter spaltet und eine Bundesrepublik, fragiler denn je: In einer Welt, die von globalen politischen Krisen geprägt ist, stellen sich viele Fragen: Findet Poesie einen Platz zwischen Praxis und Theorie? Wo setzt sie an zwischen Annahme und Anwendung? Kann sie Lösungsansätze für aktuelle gesellschaftliche und politische Aufgaben liefern?

Lyrik als komplexe, bisweilen enigmatische literarische Form steht im Fokus der aktuellenallmende. Im Kontext der heutigen zeitgenössischen Kunst wird gefragt, wo Poesie ihren Auftritt im Spannungsfeld von Praxis und Theorie hat.Darauf antworten die Lyriker Oswald Egger, Daniela Seel und Barbara Köhler und die Philosophen Dieter Mersch und Kathrin Busch. Die Beiträge sind das Ergebnis des Symposiums ,,Praxis Theorie Poesie“, das von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in Kooperation mit dem Museum für Literatur Karlsruhe ausgerichtet wurde. In der aktuellen Ausgabe sind zudem unveröffentlichte Gedichte von Carolin Callies und Monika Rinck veröffentlicht.

allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. 2017 wurde die Zeitschrift mit dem Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Weitere Ausgaben der allmende

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.

Weitere Ausgaben der allmende

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