24. Europäische Kulturtage 2018, 20. April - 5. Mai 2018

20. April – 5. Mai 2018

Umbrüche, Aufbrüche

Gleiches Recht auf Glück. Inklusion leben

Michaela Mannhardt


Bildnachweis: privat

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Die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist ein Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, das am 13. Dezember 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde und am 3. Mai 2008 in Kraft getreten ist. Von Deutschland wurde dieses Überein kommen am 24. Februar 2009 ratifiziert.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist das erste universelle Rechtsinstrument, das bestehende Menschenrechte, bezogen auf die Lebenssituation behinderter Menschen, konkretisiert. Es würdigt Behinderung als Teil der Vielfalt menschlichen Lebens.

Ziel des Übereinkommens ist es, den gleichberechtigten Genuss der Menschenrechte und Grundfreiheiten durch Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten.

Die UN-Behindertenrechtskonvention schafft somit keine Sonderrechte, sondern konkretisiert und spezifiziert die universellen Menschenrechte aus der Perspektive der Menschen mit Behinderungen. Sie müssen vor dem Hintergrund ihrer spezifischen Lebenslagen im Menschenrechtsschutz systematische Beachtung finden.

Durch die bis zum Februar 2009 gültige gesetzliche Regelung zur Unterscheidung zwischen einer „geistigen (G)“ oder „körperlichen (K)“ Behinderung und der damit verbundenen Separierung wurde bis dahin der Weg zur Inklusion erschwert. Auch wenn die UN-Konvention in Deutschland mittlerweile seit neun Jahren gilt, muss man dies aus zwei verschiedenen Perspektiven betrachten. Zum einen war es höchste Zeit, dass Inklusion umgesetzt und gelebt wird. Zum anderen muss aber auch klar sein, dass es noch ein sehr langer Weg sein wird, Inklusion als Selbstverständlichkeit wahrzunehmen und zu gewährleisten.

Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen wollen nicht in einem Paralleluniversum leben und eine Begegnung der dritten Art sein. Sondern sie streben danach, dass alle Menschen, mit und ohne Behinderung, das gleiche Recht auf Leben und Teilhabe haben.