24. Europäische Kulturtage 2018, 20. April - 5. Mai 2018

20. April – 5. Mai 2018

Umbrüche, Aufbrüche

Samstag, 21.04.2018 | 19:00


Moving Bodies
Gender und Feminismus im Film

Filmreihe, Videoinstallation und Podiumsdiskussion


Bildnachweis: Kinemathek Karlsruhe


Bildnachweis: Kinemathek Karlsruhe

Eine Auseinandersetzung mit den Themenkomplexen weibliche Identität, Gender, Körperlichkeit und soziale Konstruktion in Form einer dreiteiligen Präsentation, bestehend aus Filmprogramm, Videoinstallation und Podiumsdiskussion.

Das Verständnis von weiblicher Identität, Gender und Körperlichkeit hat seit den 1960er Jahren bis hin zu aktuellen Strömungen wie Xenofeminismus und neuem Materialismus wechselnde Bedeutungen erfahren. In dieser Reflektion haben Film und Videokunst eine entscheidende Rolle gespielt und sind noch immer eine Plattform besonderer Fragestellungen.

Die ausgewählten Filme und Videos stammen von Filmemacherinnen unterschiedlicher Generationen, angefangen in den 1960er und 1980er Jahren bis hin zu zeitgenössischen Positionen. In den Werken werden tradierte Vorstellungen und Rollen der Frau immer wieder neu hinterfragt und ein sich wandelnder Umgang mit Körperlichkeit als gesellschaftlich konstituiert entlarvt. Die stets radikalen Positionen sind mal provokativ, mal distanziert, mal märchenhaft oder auch witzig und fordern die Zuschauerinnen und Zuschauer zu einer eigenen Stellungnahme heraus.

Tausendschönchen – Sedmikrásky


Vera Chytilová, ČSSR 1966, 78 Minuten, digital, Tschechisch mit englischen Untertiteln, mit Ivana Karbanová, Jitka Cerhová, Julius Albert

Bildnachweis: Narodní fi lmovy archiv

Tausendschönchen – Sedmikrásky
Bildnachweis: Narodní filmovy archiv


Zwei Frauen. Beide heißen Marie. Das ist aber auch das einzige, was halbwegs sicher ist in diesem Film, der fröhlich mit den Realitätsebenen spielt. Die beiden sind am liebsten mit Essen beschäftigt, was zu regelrechten Fressorgien führt. Die Lust am Unfug und an der Dekonstruktion gehört ebenfalls zu ihren Leidenschaften. Konsumieren wird ihnen zum subversiven Akt. Als „Konsumfilm“ auch hat Vera Chytilová ihren formal überbordenden Film bezeichnet. Mit seiner erfrischenden Respektlosigkeit steht er wie kaum ein anderer für den Aufbruch des tschechischen Kinos in den Jahren vor der Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968.


Eintritt
7 € / 5 € Mitglieder Kinemathek

Weiterer Termin
Mi, 2.5.2018, 21.15 Uhr
„Tausendschönchen“

Info
0721 9374714
www.kinemathek-karlsruhe.de

Veranstalterin
Kinemathek Karlsruhe