IMMER NOCH: KRIEG! VOM GIFTGAS ZUR DROHNE

Wissenschaftliches Symposium

Freitag, 16.05.2014 | Eröffnung 19:30
Rathaus am Marktplatz
Bürgersaal

Bildnachweis:
David Rodin

„Immer noch: KRIEG“ – Vom Giftgas zur Drohne


Die dreitägige international besetzte öffentliche Veranstaltung erörtert in Grundsatzreferaten, Diskussions- und Gesprächsrunden das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.
Begleitet wird der analytische Diskurs von kulturellen Veranstaltungen, die aus künstlerischer Sicht zusätzliche Facetten des Themas hervorheben.
Seit Beginn der Geschichtsschreibung sollen in 14.400 Kriegen rund 3,5 Milliarden Menschen den Tod gefunden haben – so der Historiker John Baylis. Der erste Weltkrieg markiert dabei mit 40 beteiligten Nationen und 70 Millionen in Kriegshandlungen verwickelten Menschen einen besonderen Tiefpunkt in der Zivilisationsgeschichte. An der Bezeichnung „La Grande Guerre“ und „The Great War“ wird die Singularität besonders im kollektiven Gedächtnis der französischen und der britischen Gesellschaft deutlich.
In einem öffentlichen Symposium mit dem Titel Immer noch: KRIEG! Vom Giftgas zur Drohne schlägt das ZAK den Bogen vom historischen Ereignis zu gegenwärtigen Kriegen und Kriegsthematiken.

Freitag, 16.05.
Das Symposium wird am Freitag, 16. Mai, um 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Karlsruhe mit einem Vortrag von Dr. David Rodin vom Oxford Instiute for Ethics, Law and Armed Conflicts eröffnet.

Samstag, 17.05.
Der Samstagvormittag beginnt mit zwei Vorträgen, die sich ganz grundsätzlich mit den Folgen und Lehren des Ersten Weltkrieges befassen (Prof. Herfried Münkler, Berlin) und damit, wie sich die Muster kriegerischer Konflikte im 20. und 21. Jahrhundert verändert haben (Prof. John Horne, Dublin). Danach geht es in einem Vortragsblock über „Gesellschaftliche und historische Auslöser von Kriegen“ um zentrale Fragen der Ursachenforschung zur Entstehung von kriegerischen Konflikten. Ein weiterer Vortragsblock befasst sich mit „Neuen Kriegen und ihrer Technik“, mit aktuellen Konflikten und der Problematik von Drohneneinsatz und Cyberkrieg.

Am Samstagnachmittag stehen „Vergessene Kriege“ im Mittelpunkt und Konflikte, die kaum mehr die Aufmerksamkeit der Medien finden. Auslandseinsätze der Bundeswehr werden unter dem Gesichtspunkt der „deutschen Intervention“ und der Frage von Verantwortung resultierend aus der deutschen Geschichte thematisiert.

Sonntag, 18.05.
Die traditionelle Matinee am Sonntagvormittag gehört dem Thema „Ethik der Wissenschaft und militärische Forschung“. Hier geht es um den Streit über die „Zivilklausel“ an deutschen Hochschulen, die sich zur Forschung ohne militärischen Nutzen verpflichten können, sowie allgemein um die
Verantwortung der Wissenschaft für ihre Forschung und deren Konsequenzen. Eine Kooperation mit dem Staatstheater Karlsruhe beschließt das Symposium: die szenische Lesung des Stückes Farben von Mathieu Bertholet um 15 Uhr.

Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch, es wird simultan gedolmetscht.

Leitung: Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha
Organisation: Dr. Christine Mielke
EINTRITT FREI

WEITERE TERMINE
Sa, 17.05.2014, 9.30 Uhr
Industrie- und Handelskammer

So, 18.05.2014, 11.00 Uhr
Industrie- und Handelskammer

So, 18.05.2014, 15.00 Uhr
Staatstheater Karlsruhe

www.zak.kit.edu/ekt

VERANSTALTER
ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale des KIT