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Presse

5. Oktober 2018

Grüne fordern Maßnahmen gegen trockenheitsbedingtes Sterben der Stadtbäume

Für die Grünen sind der zunehmende Hitzestress und die anhaltende Trockenheit eine dramatische Gefährdung der Karlsruher Stadtbäume. „Es gibt keinen Aufschub mehr, wir müssen unverzüglich handeln, um unseren Bestand an Stadtbäumen in den nächsten Jahren zu retten“, so Renate Rastätter, naturschutzpolitische Sprecherin der Fraktion. „Ohne die großen alten Stadtbäume entlang der Straßen werden die Hitzeperioden in der Stadt noch unerträglicher für viele Menschen.“ Und mit den Bäumen würden auch die Vögel aus der Stadt verschwinden. Bislang, so die Grünen, stünde nur so wenig Personal und Tanklastwagen zur Bewässerung der Stadtbäume zur Verfügung, dass nur Bäume unter drei Jahren bewässert werden können. „Alle älteren Bäume, Sträucher und Stauden müssen in der durch den Klimawandel zunehmenden Trockenheit ums Überleben kämpfen“, so Fraktionsvorsitzender Johannes Honné.
 
Die Grünen beantragen deshalb in den anstehenden Haushaltsberatungen, zusätzliches Personal und zusätzliche Mittel für die Bewässerung der Bäume im Haushalt einzustellen. Es müsse ab dem nächsten Sommer gelingen, dass auch Bäume nach dem dritten Jahr zumindest so ausreichend bewässert werden, dass sie den Sommer überleben.
 
„Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich inzwischen voller Sorge an uns gewandt und viele davon wollen auch helfen, die Bäume zu erhalten“, so Rastätter. „Denn ein Baum vor dem Haus trägt für die Menschen erheblich zur Lebensqualität bei. Wir setzen uns deshalb auch für ein neues Patenschaftsprojekt ein, bei dem die Hausgemeinschaften und einzelne Bürgerinnen und Bürger Patenschaften zum Bewässern, zur Unratbeseitigung und zur Bepflanzung der Baumscheiben vor ihren Häusern übernehmen“. Zwar sei es bislang schon möglich, diese Tätigkeiten einfach auszuüben, künftig sollen aber verbindliche Patenschaften gebildet werden, bei denen die Paten Material und Beratung und bei Bedarf weitere Unterstützung bekommen. Auch für Kindergärten und Schulen sei dies möglich.
 
„Wir sind davon überzeugt, dass viele Menschen dazu bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, so die beiden StadträtInnen. Grundsätzlich müsse aber auf allen Ebenen der Klimaschutz verbessert werden. „Wenn es nicht gelingt, das Klima zu retten, werden auch die Stadtbäume auf die Dauer nicht gerettet werden können“, so Rastätter und Honné.