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Presse

5. September 2018

GRÜNE: Schilfmahd in der Burgau widerspricht nicht der „Grünen Stadt“

Die GRÜNEN weisen den heftigen Angriff der CDU auf die Stadtverwaltung wegen der Schilfmahd in der Burgau zurück. „Es wäre besser gewesen, wenn die CDU sich vorher informiert hätte“, so Johannes Honné, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Gemeinderat. „Natürlich erscheint es auf den ersten Blick befremdlich, wenn vor dem Ende der Schutzzeit Mahdstreifen ins Schilf angelegt werden. Aber der Stadt ohne Nachfragen sofort zu unterstellen, sie würde bewusst Natur zerstören, ist nicht angemessen.“
 
Die GRÜNEN weisen darauf hin, dass die extrem hohe Wildschweindichte in der Burgau ein wachsendes Problem für die bodenbrütenden Vogelarten darstellt, vor allem die seltenen Rohrweihen und Rohrammern. Bei einer geschätzten Anzahl von 40 Wildschweinen im Schilf würden im nächsten Frühjahr dort alle Gelege vernichtet.
 
„Im Gegensatz zu den Behauptungen der CDU wurde durch die Mahd derzeit keine Naturzerstörung durchgeführt“, betont Renate Rastätter, die naturschutzpolitische Sprecherin der Fraktion. „Die Brutzeit ist längst vorbei und die Zugvögel kehren erst im Frühjahr zurück. Das Schilf ist ausgetrocknet und wird wieder frisch austreiben. Die Brutbereiche sind ohnehin von der Mahd ausgenommen worden.“ Die Grünen bedauern die Irritationen mit dem Naturschutzverband. Aus Sicht der Grünen hätten sie vermieden werden können, wenn – wie sonst üblich – ein Vororttermin mit den Naturschutzverbänden vor der Mahd stattgefunden hätte.
 
Eine wesentliche Ursache für die überbordende Wildschweindichte sehen die Grünen aber in der Landwirtschaft mit ihren Monokulturen, vor allem von Mais. Deshalb sind erhöhte Abschusszahlen – auch mit Blick auf die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest – für die Grünen nur ein Notlösung. „Die Reduzierung der Wildschweine und der Erhalt der Biodiversität einschließlich der Artenvielfalt werden nur gelingen, wenn ein Strukturwandel hin zur naturnahen und ökologischen Landwirtschaft gelingt“, so die beiden StadträtInnen.