Michael Borner Joschua Konrad Renate Rastätter Zoe Mayer Johannes Honné Dr. Ute Leidig Ekkehard Hodapp Verena Anlauf Istvan Pinter

Presse

29. Juni 2018

GRÜNE Gemeinderatsfraktion am 28. Juni 2018 vor Ort in Grünwinkel

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion stieß bei ihrem Vor-Ort-Termine in Grünwinkel auf großes Interesse der Bevölkerung. Jeweils 15 bis 20 AnwohnerInnen an der jeweiligen Station informierten die Fraktionsvorsitzenden Dr. Ute Leidig und Johannes Honné sowie die StadträtInnen Renate Rastätter und Michael Borner, wo der Schuh drückt und welche Unterstützung sie sich wünschen. Auch die Vertreter städtischer Ämter, Dr. Weiße (Ordnungsamt), Herr Hacker (Umweltamt), Herr Wagner und Herr Schwartz (Stadtplanungsamt) sowie Herr Schaber (Tiefbauamt) standen Rede und Antwort aus fachlicher Sicht der Stadtverwaltung.
 
An der Kreuzung von Eckener und Daxlander Straße ging es um die extreme Lärmbelastung durch das hohe Verkehrsaufkommen mit vielen Lkw auf dem Teilstück der B 36. Die AnwohnerInnen betonten, dass an vielen Tagen – wie auch an diesem – die hohe Dauerbelastung noch verstärkt wird durch Sondereffekte wie Ausweichverkehr bei Autobahnstaus etc. Sie wollen erreichen, dass die tatsächlichen Belastungen zugrunde gelegt werden, und nicht nur durchschnittliche Zahlen bei ungestörter Situation.
Die GRÜNEN StadträtInnen betonten ebenso wie die Vertreter der Verwaltung, dass alle ein hohes Interesse dan einerTemporeduzierungen an dieser Stelle haben. Die Bundesregelung sieht als innerstädtische Regelgeschwindigkeit Tempo 50 vor und verlangt hohe Hürden, um diese zu verringern. Die Lärmbelastung an der Eckener Straße liegt knapp unter dem hierfür vorgeschriebenen Wert.
Ein Lkw-Durchfahrtsverbot erfordert, dass eine Ausweichstrecke zur Verfügung steht, deren Benutzung weniger Belastungen verursachen würde. Diese steht hier leider nicht zur Verfügung.
GRÜNE und Stadtverwaltung haben zugesichert, für diesen Streckenabschnitt die Themen Temporeduzierung und Lkw-Durchfahrtsverbot sowie die Frage der Verkehrsführung der Lastwagen aus dem Fleischwerk Rheinstetten noch einmal zu prüfen. Außerdem sollen mit dem Regierungspräsidium die notwendigen Gespräche geführt werden.
 
Die nächste Station war das neue Wohnprojekt Albgrün. Die BewohnerInnen stellten ihr innovatives Wohnprojekt vor und erläuterten, dass ökologisches Bauen, Artenvielfalt der Grünflächen sowie der soziale Zusammenhalt bei der Entwicklung umfassend umgesetzt wurden.
Auch hier war bei BewohnerInnen die Verkehrssituation ein wichtiges Thema: Sie wollten wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, damit die Kreuzung von Durmersheimer und Zeppelinstraße mit vielen abbiegenden Fahrzeugen an den Fußgängerüberwegen möglichst sicher überquert werden kann. Auch hier wurden Tempo 30 und zusätzliche Radwege gewünscht.
Ebenso wurde die Einfahrt zur Kita Albgrün erörtert: Hier queren einerseits Kinder selbstständig Fuß- und Radweg sowie Tiefgaragenzufahrten. Anderseits benötigen andere Eltern reguläre Parkplätze, um kurz anzuhalten und ihre kleinen Kinder in die Einrichtung zu bringen.
Die Stadtverwaltung hat Lösungen angeboten und die Bewohner gebeten, sich untereinander zu besprechen.
 
Nach einer kurzen Radfahrt durch die Heidenstücker-Siedlung wurde uns von Friedhofsamtschef Vogel und der Schulleiterin der Grundschule Grünwinkel Frau Mees das Projekt „Maronenwald“ vorgestellt. Der Maronenwald entsteht auf der seit 20 Jahren ungenutzt liegenden Fläche des alten Friedhofs. Er wurde auf Initiative des Bürgervereins im Rahmen der Bürgerprojekte für die 'grüne Stadt Karlsruhe' entwickelt und intensiv beworben.
Nun wird er in enger Zusammenarbeit mit der Grundschule Grünwinkel verwirklicht.
Diese Schule hat seit vielen Jahren einen Schwerpunkt Waldpädagogik und wird in diesem Rahmen auf der Fläche im Lauf der nächsten drei Jahre 2.000 Waldbäume setzen. Die Kinder pflanzen unter der Anleitung eines Waldpädagogen des Forstamtes die Bäume selbst. Wenn diese Bäume in 15 bis 20 Jahren zu stattlichen Exemplaren herangewachsen sind, kann dort ein Bestattungswald für Karlsruhe eingerichtet werden.
In den nächsten Jahren wird das Friedhofsamt im Eingangsbereich des Geländes über 40 Esskastanienbäume setzen. Die erst kürzlich gepflanzten Obstbäume werden noch einmal versetzt. Auch insektenfreundliche Blühwiesen sind geplant. Dazu müsste die Fläche seltener gemäht werden, damit sich mehr Pflanzenarten entwickeln können.
Friedhofsamt, Bürgerverein, Heidenstücker-SiedlerInnen und die Grundschule schilderten engagiert, wie gut bisher die Kooperation funktioniert und wie sehr sie sich auf die weitere Entwicklung des Projektes freuen: Kinder verwurzeln sich im wahrsten Sinn des Wortes in ihrem Stadtteil und auf der bislang nur als Hundeauslauf genutzten Fläche entsteht ein vielfältiger Lebens- und Aufenthaltsraum. Alle Fraktionsmitglieder sind sich einig: „Diese Kooperation erfüllt die Ziele der ‚grünen Stadt Karlsruhe‘ in besonders anschaulicher und wirkungsvoller Weise.“
 
Die GRÜNEN bedanken sich beim Bürgerverein für die Unterstützung und Begleitung des Termins. Viele Anregungen und Wünsche wurden mitgenommen.