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Presse

22. Juni 2018

GRÜNE setzen sich für mehr Mobilität für Menschen mit kognitiven Einschränkungen ein

Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen sollte es möglichst erleichtert werden, sich selbstständig in der Stadt zurechtzufinden. Dies gilt besonders für die Orientierung an den Haltestellen von Straßenbahnen und Bussen. Manche Angaben kann man noch vereinfachen und vereinheitlichen. Deshalb hat die GRÜNE Fraktion beantragt, dass die Stadtverwaltung und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) prüfen sollen, welche Maßnahmen hier sinnvoll sind.
 
Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen ist die barrierefreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ein wichtiger Aspekt, um den Radius ihrer Aktivitäten und ihre Selbstständigkeit zu erhöhen. Was für Menschen mit kognitiven Einschränkungen gut ist, hilft auch vielen Anderen, wie alten Menschen, Kindern, Menschen, die wenig Deutsch sprechen oder kaum lesen können.
 
„Das Projekt soll unter Einbeziehung von Personen mit kognitiven Einschränkungen und Trägern aus dem Hilfesystem für Menschen mit Behinderungen entwickelt werden. Als erster Schritt soll eine Bestandsaufnahme gemacht werden, um herauszufinden, welche Schwierigkeiten bei der Orientierung im öffentlichen Nahverkehr bestehen. Wir wollen, dass mit der Zielgruppe Vorschläge erarbeitet werden, wie sich Menschen mit kognitiven Einschränkungen ohne fremde Hilfen orientieren können“, so der sozialpolitische Sprecher Michael Borner.
 
Stadträtin Verena Anlauf, Mitglied im Aufsichtsrat der VBK, ergänzt: “Damit Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mobil sein können, ist die Barrierefreiheit eine zentrale Voraussetzung. Dabei muss die gesamte Reisekette – von der Fahrkartenbeschaffung über den Zugang zu den Verkehrsstationen, bis hin zu den Fahrzeugen selbst – berücksichtigt werden.“
 
Als Hilfsmittel zur Orientierung für die Zielgruppen können zum Beispiel Piktogramme, ein Farbleitsystem oder eine unterbrechungsfreie Markierung auf dem Boden einbezogen werden. Wichtig ist auch die Verwendung von "Leichter Sprache" und die einfache Bedienbarkeit der Fahrkartenautomaten.
 
„Es wird nicht immer sofort vollständige Barrierefreiheit zu realisieren sein, aber unsere Stadt kann kontinuierlich weitere Anpassungen vornehmen, sodass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigte Mobilität ermöglicht wird“, so die GRÜNEN.