November - Dezember 2017

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Die Abendkasse befindet sich im zweiten Stockwerk des PrinzMaxPalais und öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

NovemberAlle Texte einblenden

Montag, 06.11 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstraße 47

LESUNG SÜD

Ein „weiblicher Künstlerroman“: Theresia Enzensberger stellt ihren Debüt- und Campusroman „Blaupause“ vor

Theresia Enzensberger. Foto: Rosanna Graf

„Eine gelungene Mischung aus historischer Campus Novel und weiblichem Künstlerroman.“ (Die Welt)

Luise Schilling ist eine junge Frau, die wissbegierig und voller Verve in die Zukunft blickt. Gegen den Willen ihres patriarchischen Vaters studiert sie am Weimarer Bauhaus. Von Professoren wie Walter Gropius, Paul Klee oder Wassily Kandinsky lässt sie sich inspirieren. Der Roman changiert zwischen Technik und Kunst, Kommunismus und Avantgarde, Populismus und Jugendbewegung.

Theresia Enzensberger, 1986 geboren in München, studierte Film und Filmwissenschaft am Bard College in New York. Sie ist freie Journalistin unter anderem für die FAZ, FAS und ZEIT Online, und Gründerin des unabhängigen Magazins Block.

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Dienstag, 07.11 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

„Arno Schmidt. Eine Bildbiographie“ – Buchvorstellung und Lesung mit Jan Philipp Reemtsma, Fanny Esterházy, Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach

Die Bedeutung Arno Schmidts als einer der größten deutschen Nachkriegsautoren ist unbestreitbar. Doch Schmidt war auch leidenschaftlicher Fotograf. „Mein Leben?!: ein Tablett voll glitzernder snapshots“, so schrieb er in seinem Roman Aus dem Leben eines Fauns. Mosaikartig hat die Herausgeberin Fanny Esterházy daher das Leben Arno Schmidts mit einer eindrucksvollen Bildbiographie gewürdigt. Das vielfältige Material wird durch Textpassagen aus Arno Schmidts Werk, Auszüge aus den Tagebüchern von Arno und Alice Schmidt sowie Kommentaren von Kollegen und Freunden ergänzt. Einführende Texte von Bernd Rauschenbach geben einen Überblick über dessen Lebensstationen. Fanny Esterházy stellt das Werk zusammen mit Jan Philipp Reemtsma, Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach, die den Vorstand der Arno Schmidt Stiftung bilden, vor.

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Sonntag, 12.11 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 8,- €
> P8, Pennsylvaniastr. 8

35. KARLSRUHER BÜCHERSCHAU

Das enfant terrible des Internets zum ersten Mal in Karlsruhe: Stefanie Sargnagel präsentiert ihr neues Buch „Statusmeldungen“ – im Vorprogramm: Puneh Ansari

Stefanie Sargnagel. Foto: Alexander Goll

„Ihre Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und Adoleszenz-Raps treffen einen Nerv.“ (taz)

Stefanie Sargnagels Literatur hat ihren Ursprung im Internet. Sie hat im Netz eine Form für sich gefunden, die adäquat als Literatur funktioniert. Über diese Kanäle erreicht sie ein großes Publikum, indem sie radikal subjektiv, klug und pointiert über das sogenannte „einfache Leben“, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und damit einhergehende Depression berichtet. Das erscheint komisch und manchmal tragisch. Stefanie Sargnagel, 1986 in Wien geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien Malerei. Seit 2016 ist sie freie Autorin. Sie erhielt den BKS-Bank-Publikumspreis beim Wettbewerb zum Ingeborg-Bachmann-Preis (2016). Zuletzt veröffentlichte Sie Fitness (2015) und In der Zukunft sind wir alle tot (2014).

Puneh Ansari, geboren 1983 in Wien, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Mit ihren poetischen Kurzessays dreht die Autorin apokalyptische Pirouetten, freundlich-melancholisch, schwarz-heiter und punktgenau.

Vorverkauf (2,- € Vorverkaufsgebühr): Stephanus-Buchhandlung, Tel. 0721/919520, ab sofort und, nur falls Restkarten vorhanden, an der Bücherschau-Infotheke.

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Mittwoch, 15.11 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / Mitglieder 3,- € / Studierende frei

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Vortrag von Dr. Jost Eickmeyer (Berlin): Ein Tod in Triest. Winckelmanns Ende in Literatur und Hörspiel

Johann Joachim Winckelmann, der Begründer der Kunstgeschichte und Klassischen Archäologie, wurde vor 300 Jahren geboren und unter mysteriösen Umständen 1768 in Triest ermordet. Die sofort einsetzenden Ermittlungen gegen einen gewissen Arcangeli, den Gefährten von Winckelmanns letzten Tagen, sind gut dokumentiert und bis heute in verschiedenen Sprachen zugänglich. Schnell wurde der wichtigste Vordenker klassizistischer Kunsttheorie in Europa, oftmals gerade wegen seines gewaltsamen Ablebens, selbst zum Gegenstand von Literatur und Hörspiel. Dieser Rezeption, den Darstellungen, Wertungen und Deutungen von Winckelmanns Tod soll im Vortrag Jost Eickmeyers nachgegangen werden.

Jost Eickmeyer, 1979 geboren, studierte Germanistik, Latinistik und Philosophie in Heidelberg, wo er auch promoviert wurde. Seit 2015 ist er an der Freien Universität Berlin tätig.

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Donnerstag, 16.11 | 19.00 Uhr | Eintritt frei
> Aula des Bismarck-Gymnasiums Karlsruhe, Bismarckstr. 8

„Die Christus Trilogie“ – Lesung und Gespräch im Bismarck-Gymnasium Karlsruhe: Patrick Roth gastiert an seiner alten Schule

Bildreich, sprachlich kraftvoll, symbolhaft: Mit diesen Attributen werden die Werke Patrick Roths gewürdigt. In filmischer Erzählweise evoziert er facettenreiche Bilder und erweckt den biblischen Stoff seiner Erzählungen zu neuem Leben. Dass seine Texte nicht nur lesbar, sondern insbesondere vorlesbar sind, das mache das Geschriebene für Roth erst vollständig. Patrick Roth, 1953 in Freiburg geboren, in Karlsruhe aufgewachsen, lebte und arbeitete von 1975 bis 2012 als Regisseur, Drehbuchautor, Filmjournalist und Schriftsteller in den USA, bevor er wieder in die badische Heimat zurückkehrte. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2003). Zur Premierenlesung der neu herausgegebenen und kommentierten Christus-Trilogie gastiert Roth an seiner alten Schule, dem Bismarck-Gymnasium. Die Lesung findet als Kooperationsveranstaltung von Literarischer Gesellschaft Karlsruhe und Bismarck-Forum statt. Durch den Abend führen Pauline Gerhards und Richard Wagner (Jahrgangsstufe 2).

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Freitag, 17.11 | 16.00 Uhr | Eintritt frei
> Kinder- und Jugendbibliothek im Prinz-Max-Palais

Bundesweiter Vorlesetag – die Literarische Gesellschaft beteiligt sich: Michel, Pippi oder Bullerbü?

Am bundesweiten Vorlesetag lesen Elisabeth Zinn (Siegerin des diesjährigen Stadtentscheids des Vorlesewettbewerbs), Susanne Krauthauser (Stadtbibliothek) und Dr. Jürgen Oppermann (Museum für Literatur) aus Kinderbüchern von Astrid Lindgren vor. Passender könnte es kaum sein: Die allzeit beliebte, schwedische Autorin wäre am 14. November 110 Jahre alt geworden! Ob Klein oder Groß: Lasst euch überraschen, welche Geschichten ihr hören werdet! Der Bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Jedes Jahr am dritten Freitag im November begeistern rund 135.000 Vorleserinnen und Vorleser. Denn für das Lesen und Vorlesen brauchen Kinder Vorbilder, die ihnen Lesefreude vermitteln, damit sie später selbst zu begeisterten Lesern und Vorlesern werden.

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Sonntag, 19.11 | 18.00 Uhr | Eintritt 12,- €
> Stephanssaal, Ständehausstr. 4

35. KARLSRUHER BÜCHERSCHAU

Gunzi Heil und Harald Hurst: Literatur, Kabarett und Musik

Gunzi Heil und Harald Hurst. Foto: Peter Sanbiller

„Ihre Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und Adoleszenz-Raps treffen einen Nerv.“ (taz)

Badische Mundart und fein pointierte Satire, Handpuppen und ein schwarzes Piano gehören zum Programm wenn Harald Hurst und Gunzi Heil gemeinsam auftreten. Harald Hurst versteht es wie kein anderer, in seiner „Sproch für dehaimrum“ die großen und kleinen Katastrophen des Daseins zu Erzählungen zu verdichten, die den Sumpf des Alltags wohltuend locker umwälzen und in befreiendem Lachen entkrampfen. Gunzi Heil, der „semmelblonde Schlacks“ und Kleinkunstpreisträger des Landes, ist Kabarettist, Musiker, Puppenspieler und am liebsten alles gleichzeitig. Am Klavier testet er den badischen Slang auf seine Evergreen-Tauglichkeit – traditionell einer der Höhepunkte der Karlsruher Bücherschau.

Vorverkauf: Stephanus-Buchhandlung, Tel. 0721/919520, ab sofort und, nur falls Restkarten vorhanden, an der Bücherschau- Infotheke.

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Dienstag, 21.11 | 20.00 Uhr | Eintritt 12,- / 10,- / Mitglieder 8,- €
> Konzerthaus, Festplatz 9

35. KARLSRUHER BÜCHERSCHAU

Die Geheimnisse des Waldes – Bestsellerautor Peter Wohlleben über „Das geheime Netzwerk der Natur“

Peter Wohlleben. Foto: Miriam Wohlleben

„Jeder, der dieses Buch gelesen hat, betritt den Wald mit anderen Augen.“ (Denis Scheck)

Die Natur steckt voller analoger Überraschungen in unserer digitalen Welt. Peter Wohlleben gibt einen Einblick in das Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Tieren. Wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Gibt es eine Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Arten? Und was passiert, wenn dieses fein austarierte System aus dem Lot gerät? Peter Wohlleben, geboren 1964, war nach dem Studium der Forstwirtschaft in der Landesforstverwaltung tätig. Heute leitet er die Waldakademie in der Eifel. Er ist Gast in zahlreichen TVSendungen, hält Vorträge und Seminare. Mit den Büchern Das geheime Leben der Bäume (2015) und Das Seelenleben der Tiere (2016) hat er Bestseller geschrieben.

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft, der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH und der Stephanus-Buchhandlung. Vorverkauf: Stephanus-Buchhandlung, Tel. 0721/919520, ab sofort und, nur falls Restkarten vorhanden, an der Bücherschau-Infotheke.

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Donnerstag, 23.11 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

35. KARLSRUHER BÜCHERSCHAU

Die Verheißungen des Kapitalismus: Ingo Schulze stellt seinen Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“ vor

Ingo Schulze. Foto: Gaby Gerster

„Jeder, der dieses Buch gelesen hat, betritt den Wald mit anderen Augen.“ (Denis Scheck)

Peter Holtz will das Glück für alle. Aufgewachsen in der DDR, praktiziert er schon als Kind die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich- kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik. Seine Selbstlosigkeit belohnt die Marktwirtschaft des vereinigten Deutschland mit Reichtum. Hat er sich für das Falsche eingesetzt? Oder für das Richtige, aber auf dem falschen Weg? Und vor allem: Wie wird er das Geld mit Anstand wieder los? Peter Holtz nimmt die Verheißungen des Kapitalismus beim Wort.

Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren, studierte klassische Philologie in Jena. Zu seinen wichtigsten Werken zählen 33 Augenblicke des Glücks (1995) und Simple Storys (1998). Zuletzt erschien von ihm das Künstlerbuch Einübung ins Paradies (2016). Der in Berlin lebende Autor wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Joseph Breitbach Literaturpreis (2001), dem Preis der Leipziger Buchmesse (2007) und war Stadtschreiber in Mainz (2011).

Vorverkauf: Stephanus-Buchhandlung, Tel. 0721/919520, ab sofort und, nur falls Restkarten vorhanden, an der Bücherschau-Infotheke.

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Dienstag, 28.11 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Prof. Dr. Jan Knopf: Johann Peter Hebels vieldeutige Geschichten. Die Kunst des Einfachen, das schwer zu machen ist

Jan Knopf. Foto: privat

Als Ausklang zu den diesjährigen „Heimattagen“ sollen nach dem Theaterstück Der hinterlistige Hebel noch einmal die weltweit verbreiteten Kalendergeschichten des Badener Dichters zu Wort und zu Gehör kommen: vielsinnig, suspekt, herausfordernd und vergnüglich. Der Literaturwissenschaftler am KIT, Prof. Dr. Jan Knopf, Leiter der „Arbeitsstelle Bertolt Brecht“, präsentiert die Entdeckungen, die er im Rahmen der Ausgabe der Sämtlichen Werke des Dichters gemacht hat. Es sind Entdeckungen, die – wie die erste Ausgabe nach 200 Jahren im Ganzen – den Zusammenhang von Heimat- und Weltgeschichte in völlig neuem Licht erscheinen lassen – und dies am Beginn des 19. Jahrhunderts. 2018 erscheint, von der Literarischen Gesellschaft herausgegeben, die neue kommentierte Ausgabe der Werke Johann Peter Hebels.

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Mittwoch, 29.11 | 19.00 Uhr | Eintritt frei
> Badische Landesbibliothek, Erbprinzenstr. 15

Die Zukunft des Buches: Vortrag von Prof. Dr. Klaus Gerhard Saur - „Die Entwicklung der Verlage und des Buchwesens von 1990 bis 2015“

Zwischen 1990 und 2015 haben sich auf dem Buchmarkt massive Veränderungen ergeben: Wikipedia, Amazon, Google, Open Access, Book on Demand sowie Digitaldruck und Hörbücher sind entstanden. Der Referent analysiert die Veränderungen, die sich im Kosten- und Publikationsbereich dadurch ergeben haben, und gibt einen Ausblick über die zu erwartende Zukunft des Buches. Klaus G. Saur übernahm 1963 die Geschäftsführung des Verlages Dokumentation, der 1978 in K. G. Saur Verlag umbenannt wurde. 2005 wurde er geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzenden der Geschäftsführung bei Walter De Gruyter; von 2006 bis 2008 war er alleiniger Geschäftsführer. Unter seiner Führung entwickelte sich De Gruyter zu einem der renommiertesten und größten Verlage für Geisteswissenschaften.

Eine Veranstaltung der Badischen Bibliotheksgesellschaft, der Badischen Landesbibliothek und der Literarischen Gesellschaft.

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Donnerstag, 30.11 | 20.15 Uhr | Eintritt frei
> Buchcafé im Regierungspräsidium, Karl-Friedrich-Str. 17

35. KARLSRUHER BÜCHERSCHAU

Preisgekrönt auf dem Weg zur 100. Ausgabe: allmende – Zeitschrift für Literatur trifft allmende-Autorin Lena Gorelik

Lena Gorelik. Foto: Charlotte Trott

Die Literaturzeitschrift ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Ende 2017 erscheint die 100. Ausgabe. Die 99. Ausgabe widmet sich dem Thema „Brennpunkt Istanbul. In diesem Jahr wurde die allmende mit dem Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren kann“, heißt es in der Begründung der Jury. Wir feiern mit Ihnen! Es liest allmende-Autorin Lena Gorelik.

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Dezember

Freitag, 01.12 und Samstag, 02.12 | jeweils 13 bis 18 Uhr

Slam-Workshop mit Tobias Gralke für 16- bis 19-Jährige. Was macht einen guten Text und einen performativen Auftritt aus?

Du schreibst Geschichten oder Gedichte? Du rappst? Du wolltest schon immer mit deinen Texten auf die Bühne? Du hast Slam-Videos auf Youtube gesehen und möchtest auch so etwas machen? Dann bist du im Poetry Slam-Workshop genau richtig! Wir spielen mit Wörtern, Stimme und Körper und erarbeiten ganz nebenbei kleine Bühnentexte und Ideen für ihre Performance. Du lernst, über deine und die Texte der anderen zu sprechen. Und du behauptest dich mit einem selbstverfassten Text vor anderen. Du lernst vielleicht nicht, wie man einen Slam gewinnt, aber mit Sicherheit den Spaß am Schreiben.

Tobias Gralke, deutschsprachiger Poetry Slam-Vizemeister 2016, arbeitet als Autor, Performer und Theatermacher. Der Scheffel- Preisträger von 2010 gibt Workshops an Schulen und Literatureinrichtungen und machte mit 9- bis 12-Jährigen und 60- bis 85-Jährigen Theater.

Anmeldung: Bis zum 27.11. per E-Mail an presse@literaturmuseum.de oder per Telefon unter 0721/133-3987. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.

Die baden-württembergische Poetry Slam-Szene ist eine der stärksten bundesweit und Karlsruhe bietet einige Veranstaltungsreihen. Doch wie schreibt man gute Poetry Slam-Texte? Die Literarische Gesellschaft bietet künftig regelmäßig stattfindende Poetry Slam-Workshops an – gefördert von der Mechthild-Mayer-Stiftung.

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Montag, 04.12 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstraße 47

LESUNG SÜD

Goethe versus Einstein – Annika Brockschmidt & Dennis Schulz kämpfen im Sinn der Wissenschaft

Annika Brockschmidt & Dennis Schulz. Foto: privat

Ring frei für einen Wissenswettkampf voller Überraschungen! In mehreren Runden geben eine Geisteswissenschaftlerin und ein Naturwissenschaftler die originellsten Antworten auf die Fragen: Wer hat den verrücktesten Forscher zu bieten? Die einprägsamsten Formeln und Zitate? Die glänzendste Einzelleistung? Seien Sie selbst der Ringrichter – und erfahren Sie viel Unerwartetes aus beiden Wissenswelten.

Annika Brockschmidt und Dennis Schulz haben unterschiedliche Interessen, aber eine gemeinsame Leidenschaft: die Wissenschaft. Während Annika für Team Goethe in den Ring steigt (Geschichte und Germanistik), macht sich Dennis, der in Tieftemperaturphysik promoviert, für Team Einstein warm. Seit über zwei Jahren betreiben sie den Podcast Science Pie zu natur- und geisteswissenschaftlichen Themen.

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Dienstag, 05.12 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Das Museum für Literatur präsentiert: 15 Jahre Mechthild-Mayer-Stiftung. Eine Dokumentation

Seit 15 Jahren ermöglicht die Mechthild-Mayer-Stiftung eine Förderung verschiedener Kunst- und Literaturprojekte in Karlsruhe. Ins Leben gerufen wurde die Stiftung von ihrer Namensgeberin selbst, die als in Karlsruhe lebende Lyrikerin und bildende Künstlerin ihr Grundstück in der Karlsruher Waldstadt der Stadt zum Zweck der Kunst-und Literaturförderung vermachte. Zu Ehren von Mechthild Mayer (1918-2001) und ihrem gemeinnützigem Wohlwollen dokumentiert das Museum für Literatur in Kooperation mit der Städtischen Galerie Karlsruhe die von der Stiftung geförderten Projekte und gibt Einblicke in das Leben und Wirken von Mechthild Mayer.

Ausstellungsdauer: 05. Dezember 2017 bis 18. März 2018.

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Freitag, 08.12 | 17.30 Uhr (Einlass) bis 22.00 Uhr

Sprechreiz Poetry Slam Wettbewerb

Das mehrfach preisgekrönte Projekt Sprechreiz fördert in Poetry Slam Workshops die sozialen Kompetenzen und die Persönlichkeitsentwicklung jugendlicher Hauptschüler. Als krönender Abschluss der diesjährigen Workshops findet am Freitag, den 8. Dezember um 18:30 Uhr in den Räumlichkeiten der Literarischen Gesellschaft der Sprechreiz Poetry Slam Wettbewerb für alle beteiligten Klassen statt, zu dem wir herzlich einladen!

Kostenlose Anmeldung unter partner@sprechreiz.org
Nähere Informationen unter www.sprechreiz.org

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Montag, 11.12 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Ulrich Zimmermann präsentiert Dr. Friedpferd

Ulrich Zimmermann. Foto: Heike Schaub

Wäre unsere Smarte Neue Welt besser dran, wenn Leute wie Dr. Friedpferd das Sagen hätten? In seiner Randposition hat er sich ganz gut eingerichtet und zieht aus eigenem und anderer Leute, großer und kleiner Tiere, Verhalten täglich seine eigenen Schlüsse – ein Panoptikum der Gegenwart mit ihren oft verwirrenden Zu- und Umständen. Ulrich Zimmermann, Verfasser von Romanen und Erzählungen, wurde in Danzig geboren, studierte in Freiburg Pädagogik und lebt heute in Ettlingen als freier Autor. Er war von 2001 bis 2007 Vorsitzender des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. Mit der „Friedpferd-Reihe“ stellt Ulrich Zimmermann sein bisher umfangreichstes Werk vor. Er wird an diesem Abend musikalisch begleitet von Reiner Ziegler (p) und Torsten Steudinger (b).

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Dienstag, 12.12 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Vortrag von Dr. Johannes Werner: Der badische Hofmaler Feodor Iwanowitsch, genannt ‚der Kalmück‘

Johannes Werner wird die ungewöhnliche Geschichte des russisch-deutschen Malers und Kupferstechers Feodor Iwanowitsch (um 1767-1832), genannt Kalmück, vorstellen. Als Kind in Russland verschleppt und verschenkt an die badische Markgräfin Anna Charlotte Amalie, wurde das außergewöhnliche künstlerische Talent Kalmücks am Karlsruher Hof entdeckt und gefördert. Seine Begabung führte ihn zunächst jahrelang nach Rom und Athen, wo er sein malerisches Werk weiter ausbauen konnte, bevor er als Hofmaler nach Karlsruhe zurückkehrte und unter anderem mit der Ausmalung der evangelischen Stadtkirche beauftragt wurde.

Johannes Werner, 1947 in Rastatt geboren, studierte Anglistik und Germanistik in Freiburg, Dublin und Göttingen. Der promovierte Literaturwissenschaftler ist ehemaliger Vorsitzender der Wilhelm-Hausenstein-Gesellschaft. 2016 veröffentlichte er die Biografie Der Kalmück: Das Leben des badischen Hofmalers Feodor Iwanowitsch.

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Donnerstag, 14.12 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Lesung mit Robert Levin: „Als ich an Bord des Dampfers ging…“ – 60 Jahre „Irisches Tagebuch“ von Heinrich Böll

Robert Levin. Foto: WDR/A. Fußwinkel

Heinrich Bölls Irisches Tagebuch gehört zu den Klassikern der Reiseliteratur. 1957 in erster Ausgabe erschienen, basiert das Buch überwiegend auf Reisenotizen zu Irland, die der Nobelpreisträger zuvor in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht hatte. Der Schauspieler Robert Levin, gebürtiger Karlsruher, arbeitet seit 1998 haupt- und freiberuflich als Sprecher, unter anderem für den WDR und den NDR sowie für zahlreiche Kino- und Fernsehfilme. Im April 2017 las er einer Gruppe von Reisenden auf der irischen Insel Achill Island, wo Böll seine Impressionen verfasst hatte, ein Kapitel aus dessen Irischem Tagebuch vor, woraus die Idee einer umfassenden Lesung entstand.

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Mittwoch, 20.12 | 20.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- / Mitglieder 3,- €

Die SWR-Bestenliste: Literaturkritik live im PrinzMaxPalais

Wie jedes Jahr werden auch Ende 2017 dank der SWR-Bestenliste die Geheimtipps der Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt präsentiert und bestimmt den einen oder anderen Wunschzettel zu Weihnachten erweitern. Unter der Moderation von Kirsten Voigt (Kunsthalle Karlsruhe, Badisches Tagblatt) diskutieren Cornelia Geißler (Berliner Zeitung) und Klaus Nüchtern (Wiener Stadtzeitung Falter) live im Literaturhaus Karlsruhe. Es lesen die Schauspieler Doris Wolters und Frank Stöckle.

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