Juni - August 2016

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Die Abendkasse befindet sich im zweiten Stockwerk des PrinzMaxPalais und öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

JuniAlle Texte einblenden

Montag, 06.06 | 20.00 Uhr
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstraße 47

LESUNG SÜD

Wer schaut sich nicht gerne in anderen Wohnungen um?
Mercedes Lauenstein zeigt uns in „Nachts“, was sich hinter brennenden Lichtern verbergen kann

Mercedes Lauenstein. Foto: Juri Gottschall „Zieht einen unwiderstehlich hinein in die Nächte“ (FAZ)
Es ist mitten in der Nacht in München. Die Straßen sind wie ausgestorben. Und doch brennen noch vereinzelt Lichter in den Häusern. Eine namenlose Ich-Erzählerin klingelt an den Türen, besucht die Menschen, die sich hinter den letzten erleuchteten Fenstern verbergen. Sie gibt sich als Forscherin aus, die herausfinden will, was die Menschen nachts tun, wenn sie nicht schlafen. Die Protagonistin wird nicht von allen hereingelassen. Drei von zehn Wachenden machen ihr die Tür auf. Die fünfundzwanzig Episoden in Nachts handeln von den Menschen, die die Tür öffnen.  „Wer sind diese Leute? Warum sind sie noch auf? Was beschäftigt sie?“
Mercedes Lauenstein wurde 1988 in Schleswig-Holstein geboren und lebt in München. Seit 2009 arbeitet sie in der „jetzt“-Redaktion der Süddeutschen Zeitung.

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Mittwoch, 08.06 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / Mitglieder 3,- € / Studierende frei

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Zum 200. Todestag Christiane von Goethes
Vortrag von Dr. Heide Spies (Düsseldorf): „Christiane Vulpius und ihr Goethe“

Christiane Vulpius (1765 bis 1816) trat im Juli 1788 in Johann Wolfgang von Goethes Leben. Zu ihren Eigenschaften gehörten Natürlichkeit, Lebensklugheit, innere Stabilität und Tapferkeit. Sie entfaltete und bewahrte die eigene Identität unter schwierigsten Bedingungen. Gegenseitiger Respekt und Liebe banden das ungleiche Paar über ein Vierteljahrhundert. Der Vortrag von Dr. Heike Spies, der stellvertretenden Leiterin des Düsseldorfer Goethe-Museums, entwickelt auf der Grundlage der ehelichen Briefe die Persönlichkeit der Frau an der Seite des Dichters.
Heike Spies studierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und wurde 2006 im Fachbereich Germanistik über das Briefwerk von Annette von Droste-Hülshoffs promoviert.

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Dienstag, 14.06 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Existenzielle Wucht – Judith Hermann stellt ihren neuen Erzählband „Lettipark“ vor

Judith Hermann. Foto: Gaby Gerster „Von Judith Hermanns Geschichten geht eine ganz eigenartige Stimmung aus.“ (FAZ)
Kritik und Publikum reagierten begeistert auf ihren 1998 erschienenen Erzählband Sommerhaus, später. Marcel Reich-Ranicki verkündete damals im Literarischen Quartett: „Wir haben eine neue Autorin bekommen, eine hervorragende Autorin. Ihr Erfolg wird groß sein.“
Judith Hermanns Erzählungen stehen in der Tradition von Anton Tschechow und Raymond Carver. Ihr aktueller Erzählband Lettipark gibt dem Lebensgefühl der Vierzigjährigen einen unverwechselbaren Ausdruck. Facettenreich schildert die Autorin Alltagsszenen, sie handeln von Liebesbeziehungen, die aus Unverbindlichkeit und Unentschlossenheit keine Erfüllung finden. 
Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren, ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Erzählerinnen der Gegenwart und wurde für ihr Werk unter anderem mit dem Kleist-Preis (2001), dem Friedrich-Hölderlin-Preis (2009) sowie zuletzt mit dem Erich-Fried-Preis (2014) geehrt. Auf ihr Debüt Sommerhaus, später folgten weitere Erzählbände sowie der 2014 erschienene Roman Aller Liebe Anfang.

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Montag, 20.06 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Deutsch-Französische Wochen 2016:
Das Musée Unterlinden Colmar zu Gast im Museum für Literatur

Otto Dix (1891 bis 1969), Maler, Zeichner, großer Realist. In Dix’ Werken, nicht zuletzt dem monumentalen Triptychon Der Krieg, finden sich immer wieder Spuren von Matthias Grünewalds Isenheimer Altar (1512 bis 1516).
Vom 8. Oktober 2016 bis zum 30. Januar 2017 dokumentiert das Musée Unterlinden Colmar diese Verbindungslinien in einer Sonderausstellung. Frédérique Goerig-Hergott, Chefkuratorin für moderne und zeitgenössische Kunst, führt in einem Vortrag in das Ausstellungsprojekt Otto Dix – Retable d’Issenheim ein. Der Vortrag wird in französischer Sprache gehalten.

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Donnerstag, 23.06 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Matthias Kehle stellt seinen Erzählband „Die letzte Nacht“ vor

Matthias Kehle. Foto: Kirsten Bohlig Auf knappstem Raum so viel wie möglich – kaum jemand versteht sich auf diese Kunst so gut wie Kehle.“ (Stuttgarter Zeitung)
Es ist sein persönlichstes Buch: Matthias Kehle präsentiert in seinem Erzählband Die letzte Nacht Geschichten, die fast alle einen biografischen Hintergrund haben. Präzise Beobachtungsgabe, lakonischer Sprachstil und Gespür für das Komische im Alltag sind in Geschichten wie Diaabend und anderen zu finden.
Matthias Kehle, geboren 1967 in Karlsruhe, studierte Germanistik und Soziologie. Er ist Autor zahlreicher Gedicht- und Erzählbände sowie erfolgreicher Sachbücher. Für seine in mehrere Sprachen übersetzte Lyrik erhielt er unter anderem den „Thaddäus-Troll-Preis“ (2013).

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Juli

Donnerstag, 14.07 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Begleitprogramm zur Ausstellung „FETZEN“ von Lisa Kränzler

Björn Hayer: „Das göttliche Licht der Bildschirme. Medien- und Kulturkritik in der Gegenwartsliteratur“

Björn Hayer. Foto: privat Mit der digitalen Revolution ist nicht nur ein umfassender Medienumbruch verbunden, vielmehr steht das spätmoderne Menschen- und Weltbild zur Disposition. Die Allgegenwart glatter und schimmernder Bildschirme verlockt zum Eintauchen in Parallel­universen, die im Hinblick auf Identität und Wahrnehmung sowohl Chancen als auch Risiken bergen und eine kritische Reflexion erzwingen. Schon bevor Edward Snowden die Ausmaße globaler Überwachung ins Zentrum der öffentlichen Debatte rückte, haben Literaten wie Daniel Kehlmann, Elfriede Jelinek oder Thomas Meinecke das Thema in vielschichtiger Weise aufgegriffen. Sie fragen nach einer Ethik im Zeitalter 2.0, dekonstruieren und analysieren die Weiten des Internets und betonen in ihren ästhetischen Auseinandersetzungen zugleich den Stellenwert des gedruckten Buches.
Björn Hayer ist Dozent am Institut für Germanistik der Universität Koblenz-Landau. 2015 wurde er mit der Arbeit „Mediale Existenzen – existenzielle Medien? Die digitalen Medien in der Gegenwartsliteratur“ promoviert. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist er als Literatur- und Filmkritiker sowie Essayist tätig, unter anderem für NZZ, SPIEGEL Online, Neues Deutschland und das BÜCHER-Magazin.

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Mittwoch, 20.07 | 19.00 Uhr | Eintritt frei
> Hochrheinmuseum Schloss Schönau, Bad Säckingen

Eröffnung der ScheffelRäume in Bad Säckingen

„Also in Säckingen“ (Joseph Victor von Scheffel, 1850)
Eine Liebesgeschichte, ein Buch, ein Bestseller – Joseph Victor von Scheffels Versepos Der Trompeter von Säckingen war ein Erfolgsbuch mit internationaler Ausstrahlung. Inspiration war ihm sein Aufenthalt in Säckingen 1850-1851 und sein Name ist seither eng mit der Stadt am Rhein verbunden. Gemeinsam mit der Stadt Bad Säckingen hat das Museum für Literatur am Oberrhein die Entstehungsgeschichte der „Liebesgeschichte“ szenografisch inszeniert. Mit Exponaten aus dem eigenen Archiv und medialen Installationen ist eine Ausstellung entstanden, die weit über eine traditionelle Vitrinenausstellung hinausgeht und Literatur auf eine neue Art und Weise erlebbar werden lässt.

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Mittwoch, 20.07 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / Mitglieder 3,- € / Studierende frei

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Kommentierte Lesung aus Karoline von Günderrodes Briefwechsel: „Schriftlich dachte ich, wird es mir leichter sein, mich zu entdecken ...“

Es liest Katharina Giesbertz.

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Donnerstag, 21.07 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Spanien unter Franco – Marina Caba Rall liest aus „Esperanza“
Moderation: José F. A. Oliver

Marina Caba Rall. Foto: Paul Hahn Esperanza sucht in den 1970er Jahren in Deutschland als Gastarbeiterin ihr Glück. Mit ihrer Vergangenheit im Spanien zur Zeit des Franquismus hat sie gebrochen – doch ihre Tochter Karla hakt nach. Und dann steht auch noch ein Unbekannter vor der Tür, dessen Auftauchen viele Fragen aufwirft. Esperanza will sich ihren Dämonen stellen. Und so macht sie sich, begleitet von ihrer Tochter, auf die Reise nach Spanien, um das Schweigen zu brechen. Auf der Suche nach dem, was war, kommt es zu immer neuen Verstrickungen – „tiefes Leid und wilde Lebenslust wechseln sich ab“ (Stuttgarter Zeitung).
Die deutsch-spanische Autorin Marina Caba Rall ist in Madrid und Tübingen aufgewachsen. Sie studierte Geschichte und Regie, unter anderem in Potsdam-Babelsberg. Heute arbeitet sie für die Lateinamerika-Redaktion der Deutschen Welle TV und ist Drehbuchautorin und Regisseurin von Dokumentar- und Spielfilmen. Mit ihrem Debüt Esperanza legt sie einen eindrücklichen Familienroman über Auswanderung, Identitätsfindung und Neuanfänge vor.

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August

Samstag, 06.08 | ab 18.00 Uhr

Die Karlsruher Museumsnacht geht in die 18. Runde!

Kultur ohne Grenzen – unter diesem Motto bieten die Karlsruher Museen auch in diesem Jahr zur KAMUNA wieder vielfältige und spannende Angebote.

Um 18.30 Uhr führt Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann durch die Ständige Ausstellung des Museums für Literatur. Besuchen Sie auch die aktuelle Ausstellung: Den Papierarbeiten von Lisa Kränzler liegen comicartige Vorlagen zu Grunde. FETZEN heißt die von der Literarischen Gesellschaft gezeigte Schau der Künstlerin, die in Karlsruhe wohnt und arbeitet.

Dilek Güngör. Foto: Torsten Linz Ab 20 Uhr bringt uns die Autorin Dilek Güngör den ganz normalen Wahnsinn ihres grenzüberschreitenden Familienlebens nahe – ihre Familie ist zwar türkisch, dafür aber ganz schön deutsch!
Die Teilnehmerzahl zur Lesung von Dilek Güngör ist begrenzt. Einlasskarten erhalten Sie ab 19.30 Uhr.

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Sonntag, 28.08 | 18.00 Uhr | Eintritt frei

Lisa Kränzler und Tomaso Carnetto:
Die Riesenschreibmaschine. Ein Manifest.
Finissage der Ausstellung FETZEN: „Rotzig, kraftvoll, wild“

Die erste große Ausstellung mit Werken der Karlsruher Künstlerin und Schriftstellerin Lisa Kränzler kommt zu ihrem Abschluss. Die Autorin der Romane Export A (2012), Nachhinein (2013) und Lichtfang (2014) lässt sich in ihren großformatigen Papierarbeiten mit Lack und Tusche von comicartigen Vorlagen und anderen Bildmotiven inspirieren.
Tomaso Carnetto ist Direktor der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design.

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Vorschau

  • 05.09., 20.00 Uhr: LESUNG SÜD: Johannes Ehrmann
  • 21.09. bis 28.09.: Literaturtage Karlsruhe 2016
  • 23.09., 19.00 Uhr: Katharina Hagena (im Rahmen der Literaturtage Karlsruhe 2016)
  • 24.09., 18.00 Uhr: Achte Karlsruher Lesenacht (im Rahmen der Literaturtage Karlsruhe 2016)
  • 25.09., 15.00 Uhr: Lyrik im Quadrat (GEDOK zu Gast im Rahmen der Literaturtage Karlsruhe 2016)
  • 28.09., 19.00 Uhr: Volker Kaminski, Anja Kümmel, Markus Dehm (im Rahmen der Literaturtage Karlsruhe 2016)
  • 06.10., 19.00 Uhr: VERSschmuggel: Lesung und Gespräch mit Barbara Köhler (D), Sumanta Mukhopadhyay (Indien), Ariyawansa Ranaweera (Sri Lanka), Jan Wagner (D)
  • 10.10., 20.00 Uhr: LESUNG SÜD: Teresa Präauer
  • 13.10., 19.00 Uhr: Michael Krüger
  • 17.10., 19.00 Uhr: Björn Kern
  • 18.10., 19.00 Uhr: Martin Mosebach
  • 25.10., 19.00 Uhr: Efrat Gal-Ed
  • 28.10., 19.00 Uhr: Ronja von Rönne
  • 07.11., 20.00 Uhr: LESUNG SÜD: Patrick Salmen
  • 08.11., 19.00 Uhr: Esmahan Aykol
  • 15.11., 19.00 Uhr: Wilhelm Genazino
  • 18.11., 18.00 Uhr: Verleihung des Hermann-Hesse-Literaturpreises (Rathaus)
  • 20.11., 18.00 Uhr: Harald Hurst und Gunzi Heil (Stephansaal)
  • 21.11., 20.00 Uhr: Christoph Ransmayr (Jubez)
  • 22.11., 19.00 Uhr: Denis Scheck
  • 29.11., 20.15 Uhr: Präsentation der Literaturzeitschrift allmende (Buchcafé, Regierungspräsidium, Karlsruher Bücherschau)
  • 02.12., 19.00 Uhr: Peter Stamm
  • 21.12., 20.00 Uhr: SWR-Bestenliste

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