September-Oktober 2016

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Die Abendkasse befindet sich im zweiten Stockwerk des PrinzMaxPalais und öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

SeptemberAlle Texte einblenden

4. Karlsruher Literaturtage vom 21. bis 28. September 2016

Freitag, 23.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

LITERATURTAGE KARLSRUHE 2016

Fünf Suchende unterwegs in der Weite Kanadas: Katharina Hagena liest aus „Das Geräusch des Lichts“

Katharina Hagena. Foto: Henrik Spohler

Es gibt Bücher, die Gerüche heraufbeschwören. Der Geschmack von Apfelkernen (2008) war so eines. Es duftete nach Sommer, Äpfeln und Johannisbeeren. Die in Karlsruhe geborene Katharina Hagena hatte mit ihrem Debüt auf Anhieb die Kritiker überzeugt. Nun kehrt die Autorin mit ihrem brandneuen Roman in ihre Heimatstadt zurück. Das Geräusch des Lichts erzählt vor der atemberaubenden Kulisse Kanadas von fünf Lebensläufen: Da ist die Botanikerin, so widerstandsfähig und zart wie das Moos, das sie erforscht. Ein Musiker verharrt auf seinem Hausboot, um den letzten Willen seiner Frau zu erfüllen. Der zwölfjährige Richard vermutet seine Mutter und seine Schwester auf dem Planeten Tschu. Da ist die verwirrte Witwe, in deren Kopf sich die weiße Leere ausbreitet. Und schließlich die Erzählerin selbst, die durch die Machenschaften einer skrupellosen Ölfirma in Lebensgefahr schwebt.

Katharina Hagena studierte Anglistik und Germanistik in Marburg, Freiburg und London und lehrte am Trinity College in Dublin sowie an der Universität Hamburg. Der Geschmack von Apfelkernen wurde in 26 Sprachen übersetzt und verfilmt. Der zweite Roman der promovierten Literaturwissenschaftlerin Vom Schlafen und Verschwinden erschien 2012.

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Samstag, 24.09 | 18.00 Uhr | Eintritt frei

LITERATURTAGE KARLSRUHE 2016

Feiern im PrinzMaxPalais – dem Kulturforum im Zentrum der Stadt
Die Literarische Gesellschaft präsentiert die 8. Karlsruher Lesenacht

Einmal im Jahr wird das Karlsruher Literaturhaus traditionell zur literarischen Flaniermeile: Die Literarische Gesellschaft präsentiert im Rahmen ihrer achten Ausgabe der Karlsruher Lesenacht wenig Bekanntes, Unveröffentlichtes und Unentdecktes. Für Literaturliebhaber ist von Lyrik und Slam-Poesie über Prosatexte bis hin zur szenischen Lesung und literarischen Kurzfilmen alles geboten. Es lesen unter anderem Carola Lambelet, Kai Bleifuß, Rainer Würth, Jonathan Loeffelbein, Julia Rübisch, Ricarda Schäfer, Rebecca Schneider und Ursula Branscheid- Kouyaté. Open End, ein Abend der Literatur – ganz offensiv!
Moderation: Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Matthias Walz.

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Sonntag, 25.09 | 15.00 Uhr | Eintritt frei

LITERATURTAGE KARLSRUHE 2016

„Eine Runde Lyrik im Quadrat“ mit Carola Kasimir, Florian Arleth und Lea Ammertal

„Lyrik im Quadrat“ ist zeitgenössische Dichtkost, grenzüberschreitend, generationsübergreifend, die Lebenskunst quadrierend. Jedes der sehr handlichen Bücher dieser Reihe misst 115 auf 115 Millimeter und ist damit taschenerprobt wie auch auf das Wesentlichste verdichtet. Auf 60 bis 100 Seiten enthält „Lyrik im Quadrat“ Texte in Kombination mit Bildmaterial, das von Fotografien über Typografien bis hin zu Gemälden reicht.
Veranstaltet von der GEDOK Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Brot & Kunst-Verlag.

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Dienstag, 27.09 | 14.00 bis 18.00 Uhr | Eintritt frei

LITERATURTAGE KARLSRUHE 2016

Schreibworkshop im Rahmen des Projekts „citybooks“. Junge internationale Literatur zu Gast in Karlsruhe – Maarten van der Graaff

Maarten van der Graaff. Foto: Fjodor Buis

Schreibworkshops sind langweilig? Nicht mit Maarten van der Graaff! Der niederländische Autor hat für die Teilnehmer ein besonderes Konzept erarbeitet – aber pssst, streng geheim … Spannend wird es auf jeden Fall, denn „Maarten van der Graaff is de molotovcocktail van de Nederlandse poëzie“, wie die belgische Tageszeitung De Morgen konstatierte. Der Workshop findet in englischer Sprache statt, doch geschrieben wird nach Gusto.

Der Lyriker Maarten van der Graaff, geboren 1987, erhielt für Vluchtautogedichten (2013) den C. Buddingh’-Preis. Die Auszeichnung wird seit 1988 jährlich an das beste niederländische Poesiedebüt vergeben. Im Rahmen des Projekts „citybooks“ kommt er im September zu einem Schreibaufenthalt nach Karlsruhe – organisiert vom flämisch-niederländischen Haus deBuren in Brüssel, dem ZKM und der Literarischen Gesellschaft.

Für ein „citybook“, an dem auch die Dichterinnen Monika Rinck und Els Moors sowie ein Fotograf beteiligt sind, wird sich Maarten van der Graaff zwei Wochen in Karlsruhe aufhalten und seine Eindrücke literarisch festhalten. Der Aufenthalt wird gefördert durch die Dutch Foundation for Literature und den Flemish Literature Fund. Flandern & die Niederlande sind in diesem Jahr Ehrengäste der Frankfurter Buchmesse.

Anmeldung unter 0721 133 4087 oder unter info@literaturmuseum.de

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Mittwoch, 28.09 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

LITERATURTAGE KARLSRUHE 2016

Karlsruher Autoren
Volker Kaminski, Anja Kümmel und Markus Dehm präsentieren ihre neuen Romane

Volker Kaminski, geboren 1958 in Karlsruhe, studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Berlin, wo er heute lebt. Er veröffentlichte unter anderem die Romane Spurwechsel (2001) und Gesicht eines Mörders (2014). In Rot wie Schnee (2016) ist Tom, erfolgreicher Maler großer Bilderserien vom „schönen mondänen Leben“, konfrontiert mit Krieg und Gewalt. Er malt ein Bild vom „roten Schnee“ – ein Bild, das er aus den Fluchterzählungen seines Vaters kennt. Daraufhin kommt es in seinem Atelier zu teilweise surrealen Verwicklungen.

Anja Kümmel, geboren 1978 in Karlsruhe, studierte Gender Studies und Spanisch in Los Angeles, Madrid und Hamburg. Neben Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlichte sie die Romane La Danza Mortale (2004), Das weiße Korsett (2007), Hope’s Obsession (2008) und Träume Digitaler Schläfer (2012). In ihrem Roman V oder die Vierte Wand (2016) trifft im London des Jahres 1980 New Wave auf futuristische Technologie, und ein junger Mexikaner auf eine isländische Auftragskillerin, die in der falschen Zeit gelandet ist.

Markus Dehm, geboren 1966 in Karlsruhe, schreibt für mehrere Zeitschriften und Zeitungen. 2005 erschien sein Debütroman Weltensprünge, 2011 ein Kinderbuch mit dem Titel Nosy. Sein jüngster Roman Bluestage (2015) erzählt von den Höhen und Tiefen im Leben einer Musikerin – einer schwierigen Kindheit und Schulzeit voller Demütigungen, dem Leben in Hippiekommunen, Zeiten der Einsamkeit, schwierigen Partnerschaften, von Krankheit, Lug und Betrug, aber auch von Leidenschaft, Freundschaft und einem Leben für die Musik.

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Oktober

Donnerstag, 06.10 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

LITERATUR INTERNATIONAL

„Poets Translating Poets – Versschmuggel mit Südasien“.
Internationales Übersetzungsprojekt wird in Karlsruhe präsentiert – mit den preisgekrönten deutschen Lyrikern Jan Wagner und Barbara Köhler

„Poets Translating Poets – Versschmuggel mit Südasien“ ist ein beispielloses Übersetzungsprojekt. Rund 50 Lyrikerinnen und Lyriker in 18 Sprachen sind daran beteiligt. Organisiert vom Goethe-Institut Mumbai in Kooperation mit der Literaturwerkstatt Berlin/Haus für Poesie haben sich 17 deutschsprachige Lyrikerinnen und Lyriker mit Dichterkollegen aus Indien, Bangladesch, Pakistan und Sri Lanka getroffen, um in gemeinsamen Workshops ihre Texte in die andere Sprache zu übersetzen.

In Karlsruhe stellen Barbara Köhler (D), Sumanta Mukhopadhyay (Indien), Somasuntharampillai Pathmanathan, kurz Sopa (Sri Lanka) und Jan Wagner (D) ihre „geschmuggelten“ Verse vor.

Jan Wagner wurde für seine Lyrik vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse (2015). Für ihre lyrische Sprache erhielt Barbara Köhler mit ihrem Lyrikband Istanbul, zusehends den Peter-Huchel-Preis (2016).

Der aus Indien stammende Lyriker Sumanta Mukhopadhyay, der sich mit der Literatur Bengalens beschäftigt und drei Gedichtbände veröffentlicht hat, wurde mit Preisen der Bengal Academy (2014) und des bekannten Literaturmagazins Bhasha Bandhan (2013) geehrt. Sopa ist ein in Jaffna lebender Dichter, Literaturkritiker und Übersetzer, der für seine Werke mit zahlreichen Preisen, unter anderem dem Govenor’s Award ausgezeichnet.

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Montag, 10.10 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstraße 47

LESUNG SÜD

Ein Mann, der sich zum Affen macht – Teresa Präauer präsentiert ihren neuen Roman „Oh Schimmi“

Teresa Präauer. Foto: Thomas Langdon

Ihre ersten beiden Romane wurden gefeiert. Als sie im letzten Sommer mit Oh Schimmi zum Bachmann-Wettbewerb antrat, gab es für ihren Text und ihre Performance Begeisterungsstürme. Eine laute, verdrehte, rasante und grandios witzige Geschichte über einen Mann im Affenkostüm. Ein Depp, bei dem sich Dummheit mit Bosheit vermischt. Die Jury sprach von einem „Zaubertrick auf offener Bühne“. Einen Preis hat Teresa Präauer am Ende nicht gewonnen, aber eine Publizität, die sie verdient hat.

Teresa Präauer, geboren 1979, lebt in Wien, schreibt und zeichnet. Sie hat in Berlin, Salzburg und Wien Germanistik und Malerei studiert. Unter anderem wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis für ihren Roman Für den Herrscher aus Übersee (2012) ausgezeichnet.

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Donnerstag, 13.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Der ehemalige Leiter des Hanser Verlags zu Gast im Literaturhaus

Michael Krüger liest aus seinem neuen Roman „Das Irrenhaus“

Michael Krüger. Foto: Peter Hassiepen

Die eigene Identität einmal hinter sich lassen und für eine Zeit ein Anderer sein. Dies wünscht sich der Protagonist aus Michael Krügers Roman und schlüpft in eine fremde Rolle, mit ungeahnten Folgen. Als der Münchner Archivar ein Mietshaus erbt, beschließt er, seinen Job zu kündigen und eine der freien Wohnungen selbst zu beziehen. Da er sich nicht als Vermieter preisgeben will, um sich lästige Mieter vom Leib zu halten, nimmt er kurzerhand die Identität des Vormieters, eines ominösen Autors an. Während er ohne Weiteres dessen Gedichte vorträgt und sich das Benehmen eines echten Schriftstellers aneignet, ahnt er nichts von den Konsequenzen… Mit viel Witz und pointierter Sprache gewährt der renommierte Autor Eintritt in ein ganz besonderes „Irrenhaus“.

Michael Krüger, geboren 1943 in Wittgendorf, lebt in München und ist Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er war viele Jahre Herausgeber der Akzente sowie der Edition Akzente. Er ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Akademien und Autor mehrerer Gedichtbände, Geschichten, Novellen, Romane und Übersetzungen. Für sein schriftstellerisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Peter-Huchel-Preis (1986), den Mörike-Preis (2006) und den Joseph-Breitbach-Preis (2010).

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Sonntag, 16.10 | 11.30 Uhr | Eintritt 12,- / 7,- € *

Weltliteratur aus Apulien zu Gast im PrinzMaxPalais

Nicola Lagioia stellt seinen preisgekrönten Roman „Eiskalter Süden“ vor.
Deutsche Lesung: Karl-Rudolf Menke

Das Textstudio Monika Lustig ist mit einer Ausgabe der Reihe „Südwärts um die ganze Welt“ zu Gast im PrinzMaxPalais. Monika Lustig hat Nicola Lagioias Roman La Ferocia – Eiskalter Süden aus dem Italienischen übersetzt. Sie präsentiert in Anwesenheit des Autors Nicola Lagioia den 2015 mit dem bedeutendsten italienischen Literaturpreis, dem Premio Strega, ausgezeichneten Roman. Eiskalter Süden versteht sich als Teil des Aufschreis einer jungen Generation italienischer Autoren gegen den in Jahrzehnten gewachsenen, scheinbar undurchdringlichen Sumpf aus Spekulation, Korruption und Zerstörung jeglichen Gemeinwesens.

* inkl. Orecchiette alle cime di rapa + 1 Glas vino pugliese
Karten und Reservierung ausschließlich unter: monikalustig@t-online.de, Tel. 0171-525 38 32
Weitere Informationen: www.Textstudio-Monika-Lustig.de
In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Stuttgart.

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Montag, 17.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

„Nichtstun heißt ja nicht, dass ich nichts tue“

Björn Kern liest aus „Das Beste, was wir tun können, ist nichts“

Björn Kern. Foto: Suskia

„Anleitung zum gehobenen Ausstieg aus dem kapitalistischen Hamsterrad.“ (MDR)

Björn Kern sitzt auf seiner Bank im Oderbruch und nennt es Glück: hier sitzen und sonst nichts weiter tun. Allen Konventionen hat er abgeschworen, den terminüberladenen Arbeitstagen, den hastigen Wochenenden, dem Erfolgsdruck und der Hektik. Nichtstun ist für ihn der Schlüssel zur Erfüllung wahrer menschlicher Bedürfnisse – und deshalb bleibt er sitzen, denn Nichtstun muss gelernt sein.

Björn Kern, geboren 1978, stammt aus Lörrach im Südschwarzwald und erhielt 1997 den Scheffel-Preis der Literarischen Gesellschaft für hervorragende Abiturleistungen im Fach Deutsch. Bisher erschienen die Romane Einmal noch Marseille (2005), Die Erlöser AG (2007), 2011 verfilmt unter dem Titel Komm, schöner Tod, und Das erotische Talent meines Vaters (2010). Für seine Werke wurde er unter anderem mit dem Brüder-Grimm-Preis (2007) ausgezeichnet.

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Dienstag, 18.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Georg-Büchner-Preisträger Martin Mosebach liest aus seinem neuen Roman „Mogador“

Martin Mosebach. Foto: Susanne Schleyer

„Auf den Gipfeln deutscher Erzählkunst spaziert Martin Mosebach mit unnachahmlicher Eleganz und Leichtigkeit“ (FAZ)

Patrick Elff hat wohl zu hoch gepokert: er hat betrogen und seine Entdeckung steht kurz bevor. Als sich der junge, ehrgeizige Banker nach einem Gespräch im Polizeipräsidium mit einem Sprung aus dem Fenster weiteren Nachforschungen zu entziehen versucht, beginnt für ihn eine abenteuerliche Reise, die ihn bis nach Marokko führen wird, wo er in der geschichtsträchtigen Hafenstadt Mogador untertauchen will. Seine Begegnungen auf der Suche nach einem marokkanischen Finanzmann, der ihm noch einen Gefallen schuldet, bewegen sich zwischen Realität und Traum und lassen die Flucht für Patrick Elff zu einem Trip in die Abgründe der eigenen Seele werden.

Zeitgleich mit seinem neuen Roman publiziert Martin Mosebach den Band Das Leben ist kurz. 12 Bagatellen, in dem der Erzähler ein weiteres Mal Zeugnis seiner sprachlichen Meisterschaft ablegt, über die Michael Maar beeindruckt feststellt: „Seine Sprache ist ein farbiges Fest, in dem man sich keine Minute langweilt, perfekt rhythmisiert und entgegen allen Vorurteilen so uneitel und ungespreizt wie nur möglich, ganz nah beim Gesprochenen, hochmusikalisch, bilderreich und die Funken des Komischen noch aus dem unscheinbarsten Kiesel schlagend.“

Martin Mosebach, 1951 in Frankfurt am Main geboren, studierte Jura in Frankfurt und Bonn. Seit 1980 arbeitet er als freier Schriftsteller in Frankfurt. Sein erster Roman Das Bett erschien 1983; seitdem sind zehn weitere Romane entstanden, dazu Erzählungen, Gedichte, Libretti (unter anderem für die Salzburger Festspiele, die Oper Frankfurt und das Freiburger Barockorchester) und Essays über Kunst und Literatur, über Reisen, über religiöse, historische und politische Themen. Martin Mosebach wurde 2007 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

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Donnerstag, 20.10 | 18.00 Uhr | Eintritt frei

Städtepartnerschaft Karlsruhe – Halle: Der Freundeskreis Karlsruhe - Halle zu Gast im Literaturhaus

Prof. Dr. Hans-Joachim Kertscher: „ … eine wackere Werkstätte deutschen Geistes: die Stadt Halle und ihre Universität im 18. Jahrhundert“

Auf Einladung des Freundeskreises Karlsruhe-Halle e. V. spricht der Vorsitzende der Goethegesellschaft Halle/Saale, Prof. Dr. Hans-Joachim Kertscher, über die Entwicklung Halles von einer Residenz- zu einer Universitätsstadt seit dem Ende des 17. Jahrhunderts. Der Prozess verlief nicht ohne Komplikationen, konnte aber bald Ergebnisse zeitigen, deren wichtigstes der Aufbau einer Reform-Universität war, die als erste deutsche Universität die Ideen der Frühaufklärung verbreitete. Berichtet wird über das spannungsvolle Wechselverhältnis von Aufklärung und Pietismus, das nicht nur das Leben der Universitätsangehörigen beeinflussen sollte, sondern das der gesamten Bürgerschaft der Stadt Halle.

Prof. Dr. Hans-Joachim Kertscher, geboren 1944 in Halle, ist Inhaber einer außerplanmäßigen Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg und langjähriger Hochschullehrer am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung der Martin-Luther-Universität mit dem Forschungsschwerpunkt Deutsche Literatur- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts.

In Zusammenarbeit mit der Goethe-Gesellschaft Halle und der Goethe-Gesellschaft Karlsruhe.

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Samstag, 22.10 | 10.30 bis 18.00 Uhr | Eintritt frei

Stoffwechsel e. V. Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Pro Asyl e. V. zu Gast im Literaturhaus

Workshop „Migrant_innen als Akteure in der EINE WELT – Betreute oder Impulsgeber_innen?“

Im Zentrum des Diskurses steht die Studie „Die (bundesdeutsche) Eine-Welt aus einem Guss? Über das Verhältnis von Eine-Welt-Organisationen und migrantischen Organisationen in der Eine-Welt-Arbeit“ von Lucia Muriel, Fachpromotorin für migrantisch-diasporische Organisationen.

Divide et impera! – Teile und herrsche! ist der Gültigkeit der Menschenrechte und einer Achtung der Würde des Menschen entgegengesetzt. Definiert und katalogisiert werden Gruppen von Menschen immer aus einer Machtposition heraus. Vertreterinnen und Vertreter der EINE WELT versuchen Grenzen einzureißen und Ausgrenzungen entgegenzuwirken.

Ein Afrikanisches Buffet wird zubereitet von Hélène Dossoh-Ouno. Musikalische Umrahmung: Ezé Wendtoin.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung bis 10.10.2016 ausschließlich unter info@stoffwechsel-ev.de

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Dienstag, 25.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Von der Literaturkritk gefeiert, in Karlsruhe präsentiert

Efrat Gal-Ed stellt „Niemandssprache – Itzik Manger – ein europäischer Dichter“ vor

Efrat Gal-Ed. Foto: Rosa Frank

„Ein Kunstwerk“ (Neue Zürcher Zeitung), „Bahnbrechendes Werk“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), „Hervorragend“ (Die Welt)

Mit diesem Buch zeigt Efrat Gal-Ed eindrucksvoll, wie sich die jiddische Literatur in die europäische Literaturgeschichte eingeschrieben hat. Das mit zahlreichen Illustrationen ausgestattete Buch ist nicht nur die erste kritische Biografie zu Itzik Manger, einem der bedeutendsten jiddischen Lyriker des 20. Jahrhunderts, sondern entwirft zugleich ein großes Panorama der Kulturgeschichte des jiddischsprachigen Europa und Amerika.

Efrat Gal-Ed, geboren 1956 in Tiberias, Israel, lebt als Malerin und Autorin in Köln und lehrt jiddische Literatur und Kultur an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 2016 wird Efrat Gal-Ed mit dem Stipendium des Rainer-Malkowski-Preises ausgezeichnet.

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Freitag, 28.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Ronja von Rönne liest aus ihrem Debütroman „Wir kommen“

Ronja von Rönne. Foto: Carolin Saage

„Das It-Girl des Berliner journalistisch-literarischen Komplexes“ (Der Spiegel)

Den Axel-Springer-Preis hat sie abgelehnt, den sie für ihren Artikel Warum mich der Feminismus anekelt in der Tageszeitung Die Welt erhalten sollte. „Missverständlich“ seien ihre Worte gewesen, so wolle sie lieber keinen Preis bekommen.

Dynamisch, frisch, provokant und doch nicht unbedacht ist der erste Roman Wir kommen der jungen Bloggerin, Journalistin und Autorin Ronja von Rönne. Er handelt von einem bizarren Liebes-Viereck, mit Figuren, die die junge, finanziell gut gestellte Generation sowie deren Haltungen, Ängste und Probleme repräsentieren. Mit ihrer direkten Sprache dürfte die Autorin den Geschmack nicht nur der jüngeren Generation treffen, und auch ihre dezente gesellschaftspolitische Kritik wird den Leser zum Nachdenken anregen.

Ronja von Rönne, 1992 in Berlin geboren, studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften, später Publizistik und Rechtswissenschaften. 2013 studierte sie an der Universität Hildesheim Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Seit Februar 2015 schreibt sie als Journalistin unter anderem für die Tageszeitung Die Welt.

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Vorschau

  • 07.11., 20.00 Uhr: LESUNG SÜD: Patrick Salmen
  • 08.11., 19.00 Uhr: Esmahan Aykol
  • 15.11., 19.00 Uhr: Wilhelm Genazino
  • 18.11., 18.00 Uhr: Verleihung des Hermann-Hesse-Literaturpreises (Rathaus)
  • 20.11., 18.00 Uhr: Harald Hurst und Gunzi Heil (Stephan-Saal)
  • 21.11., 20.00 Uhr: Christoph Ransmayr (Jubez)
  • 22.11., 19.00 Uhr: Denis Scheck
  • 29.11., 20.15 Uhr: Präsentation der Literaturzeitschrift allmende (Buchcafé, Regierungspräsidium, Karlsruher Bücherschau)
  • 02.12., 19.00 Uhr: Peter Stamm
  • 05.12., 20.00 Uhr: LESUNG SÜD: Jakob Nolte
  • 06.12., 19.00 Uhr: Ulrich von Bülow
  • 13.12., 19.00 Uhr: Sibylle Lewitscharoff
  • 21.12., 20.00 Uhr: SWR-Bestenliste

Bildnachweis:

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