September - Oktober 2017

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Die Abendkasse befindet sich im zweiten Stockwerk des PrinzMaxPalais und öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

SeptemberAlle Texte einblenden

Montag, 04.09 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstraße 47

LESUNG SÜD

Das spannendste literarische Debüt dieses Frühjahrs: Tijan Sila erzählt mit einer Mischung aus Humor und schonungslosen Bildern

Tijan Sila. Foto: Sven Paustian

„An einem Tag weggelesen, schallend gelacht!“ (Feridun Zaimoglu)

„Ich floh nackt und blutend auf einem Rennrad.“ So lautet der erste Satz in dem Roman Tierchen unlimited, der von einem Neuanfang in Deutschland und, in Rückblenden, von Sarajevo in den Neunzigern während des Kriegs handelt. Es geht in dem Roman um Flucht und Identität und Trauma und was ein Krieg mit einem Menschen macht. Die Themen sind schwer, aber das Buch ist kurzweilig. Es ist fantasiereich, turbulent – und letztlich auch komisch. Ein zeitgenössischer Schelmenroman. Der Roman ist wie Sila selbst: Er reißt einen mit! Sie können es erleben.

Tijan Sila, geboren 1981 in Sarajevo, emigrierte 1994 mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. Heute lebt er in Kaiserslautern, wo er als Lehrer an einer Berufsschule arbeitet. Tierchen unlimited ist sein erster Roman.

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Donnerstag, 07.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- €
> Karl-Friedrich-Bar am Schloss Karlsruhe (Eventzelt)

Im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg 2017

Heimat ist in der Sprache – Slam-Poesie mit Tobias Gralke, Filo Franke und Hanz

Die Literarische Gesellschaft präsentiert im Zelt am Schloss hochkarätige Vertreter der baden-württembergischen Poetry-Slam-Szene: Tobias Gralke (Deutschsprachiger Vizemeister 2016), Filo Franke (Deutschsprachige Finalistin 2016) und Hanz (Baden-Württembergischer Vizemeister 2015) lassen ihre Worte auf der Bühne tanzen. Ob spannende Kurzgeschichten, kritische Texte oder leidenschaftliche Songtexte – der Abend verspricht ein Feuerwerk der Poesie zu werden.

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Samstag, 16.09 | 19.30 Uhr | Eintritt frei

„Digitale Familie“ – Ida Dehmel-Literaturpreisverleihung der GEDOK

„Digitale Familie“ war das Thema der diesjährigen Ausschreibung des Bundesverbandes der GEDOK e.V. für den Ida Dehmel-Literaturpreis. Gegründet wurde der Preis 1968 zur Würdigung literarischer Spitzenleistungen von Frauen im deutschen Sprachraum. Im Rahmen der festlichen Preisverleihung wird die Preisträgerin, neben dem Erhalt des Preisgeldes von 7.500,- Euro, aus ihrem Werk lesen; zudem wird sie zukünftiges Jurymitglied. Wer ist es? Kommen Sie ins PrinzMaxPalais!

Der GEDOK-Literaturförderpreis wird für die literarischen Arbeiten einer deutschsprachigen, überregional noch nicht bekannten Autorin vergeben. Er ist mit 4.000 Euro dotiert. Auflage für den GEDOK-Literaturförderpreis 2017 ist, dass sich die vorgeschlagene Autorin in ihrem Werk mit dem Thema: „Digitale Familie“ befasst hat.

Die GEDOK, 1926 von der Hamburger Lyrikerin und Frauenrechtlerin Ida Dehmel gegründet, ist ein Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer und mit mehr als 2.800 Mitgliedern einer der drei großen Künstlerverbände in Deutschland.

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Montag, 18.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Simon Strauß präsentiert seinen fulminanten Debütroman „Sieben Nächte“

Simon Strauß. Foto: Martin Walz

„Das Buch der nächsten Generation“ (Die Zeit)

Ein junger Mann, der Angst hat, sich entscheiden zu müssen und erwachsen zu werden, bekommt ein Angebot: Sieben Mal um sieben Uhr soll er einer der sieben Todsünden begegnen. In einer starken Mischung aus Erzählung und Essay scheibt Simon Strauß gegen die Angst an, dreißig zu werden.

Simon Strauß, geboren 1988 in Berlin, studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Theaterkritiker der FAZ und Mitorganisator des „Jungen Salons“, einer literarischen Veranstaltungsreihe in Berlin.

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Donnerstag, 21.09 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Abgefahren und zugehört – skurrile Texte der Literatenrunde e.V.

Mit Jürgen Block, Hermann Schmitthenner, Marbod Mauer, Lukas König u.a.

„Wussten Sie schon, dass die Alpen einen ganz erbärmlichen Anblick bieten, wenn man sich die Berge einmal wegdenkt?“ (Loriot)

In der Lesung „Abgefahren und zugehört – skurrile Texte der Literatenrunde“ lesen Mitglieder der Literatenrunde Geschichten nicht ohne Augenzwinkern von bizarren Begebenheiten, exzentrischen Persönlichkeiten und auffallend unkonventionellen Ideen. Außerdem stellt Marbod Mauer sein literarisches Zeitungsschnipsel-Projekt vor. Die Literatenrunde ist ein Ort für Menschen, die Spaß am Schreiben haben.

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Dienstag, 26.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Aufbruch in eine bessere Welt – Uwe Timm präsentiert seinen Roman „Ikarien“ über einen Offizier des Geheimdienstes 1945

Uwe Timm. Foto: Gunter Glücklich

„Timm besitzt eine unglaublich reiche Fantasie und eine beeindruckende Sprachgewalt.“ (Stern)

Ein Auftrag des Geheimdienstes bringt den amerikanischen Offizier Michael Hansen wieder zurück in sein Geburtsland Deutschland. Er reist als Spion, soll herausfinden, welche Rolle ein bedeutender Wissenschaftler im Nazireich spielte. Titelgebend für Ikarien ist das utopische Projekt des französischen Revolutionärs Etienne Cabet. Auch sozialistische Bewegungen begegnen Hansen auf seiner Reise durch das materiell und moralisch zerstörte Deutschland.

Uwe Timm, geboren 1940, arbeitet seit 1971 als freier Schriftsteller. Eines seiner Kinderbücher ist das verfilmte Rennschwein Rudi Rüssel (1989), für das er 1990 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Weitere in viele Sprachen übersetzte und ausgezeichnete Romane sind unter anderem Die Entdeckung der Currywurst (1993) und die Vogelweide (2013). Uwe Timm ist Heinrich-Böll Preisträger 2009 und wurde 2006 mit dem Premio Napoli Preis sowie 2012 mit der Carl Zuckmayer-Medaille ausgezeichnet.

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Samstag, 30.09 | 13.00 Uhr | Eintritt frei

Literaturtage Karlsruhe 2017

Museum für Literatur präsentiert im U-Max: „Die Kunst der Wissenschaft / The Art of Science“ – Jürgen Walter und Zehra Çırak

Mit der Ausstellung kehrt Zehra Çırak an den Ort ihrer künstlerischen Anfänge zurück: nach Karlsruhe. Die in Istanbul geborene Autorin, die im Alter von drei Jahren mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Deutschland kam, ist in der Fächerstadt aufgewachsen. In Karlsruhe hatte Zehra Cırak 1977 ihren Lebensgefährten Jürgen Walter kennengelernt. Ab 1982 lebten und arbeiteten sie gemeinsam in Berlin. 1987 erschien in der edition artinform der erste Gedichtband FLUGFÄNGER von Zehra Cırak, mit Illustrationen – zehn Original-Flachdruckgrafiken – von Jürgen Walter. Heute ist dieses Buch eine bibliophile Rarität. Es war die Literarische Gesellschaft Karlsruhe, die bereits 1982 die ersten literarischen Texte von Zehra Cırak publizierte und das Potential der Schriftstellerin früh erkannte. Im Rahmen der damaligen Lesetage las die junge Autorin erstmals öffentlich ihre frühen literarischen Texte. Die Ausstellung, ein korrespondierendes Zusammenspiel von Bild, plastischen Arbeiten und literarischen Texten, zeigt ganz aktuell mit einer großen Autorin Perspektiven auf, die Sprache der Künste und die der Wissenschaften aufeinander zu beziehen.

Ausstellungsdauer: 30. September bis 5. November 2017.

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Oktober

Sonntag, 01.10 | 11.00 Uhr | Eintritt frei

Literaturtage Karlsruhe 2017

SchreibARTen – Der Lyrikkurs der VHS Karlsruhe präsentiert neueste Arbeiten

Die Freude auch am experimentellen Spiel mit verdichteter Sprache zeigt sich im individuellen Ausdruck der Texte der Lyrikgruppe. Freuen Sie sich auf vielfältige Stimmen und SchreibARTen – dieses Mal insbesondere zum Thema Heimat.

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Montag, 02.10 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstraße 47

LESUNG SÜD / Literaturtage Karlsruhe 2017

Knöpfchen & Lauscher – eine Ausstellung

Angeboten werden Texte in Ton und Bild und Farbe, autofiktionales Schreiben zum Anfassen, der Soundtrack von Notizbüchern, Erinnerungen in 3D und Überlänge – und wenn Sie möchten: Rotwein. Lisa Krusche, Gregor Willenbrock und Stefanie Schweizer kuratieren die Textprojekte Kaffeesuppe mit Elchspeck und Streuobst als interaktive Ausstellung. Daneben gibt es diverse Performances um 20.00, 20.30, 21.00 und 21.30 Uhr.

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Dienstag, 03.10 | 16.00 Uhr | Eintritt 10,- €
> Busfahrt, Start gegenüber des PrinzMaxPalais

Literaturtage Karlsruhe 2017

„Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind“ – Buslesung von Sina Pousset

Sina Pousset. Foto: Inka Rauch

Schnallen sie sich gut an: Sina Pousset begrüßt ihr Publikum in einem Bus des Karlsruher Verkehrsverbund. Die junge Autorin wird ihren Reisebricht Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind vor dem Hintergrundgeräusch eines rollenden Busmotors Richtung Rappenwört vorstellen. Das mit viel Witz und Ironie verfasste Buch kreist um DAS Fortbewegungsmittel der Zeit – den Fernbus. Dabei nimmt die Erzählerin die anstrengenden Sitznachnachbarn und Leidensgenossen auf die Schippe.

Sina Pousset, geboren 1989, studierte Literatur und Kunstwissenschaft in Karlsruhe. Sie arbeitet heute als Journalistin für die Süddeutsche Zeitung und lebt als freie Autorin in Berlin. Vor Kurzem erschien ihr Debütroman Schwimmen.

Achtung: Maximale Teilnehmerzahl 30 Personen, Anmeldung erwünscht. Anmeldung unter Tel. 0721 133 3987 oder presse@literaturmuseum.de.

Wir danken dem Karlsruher Verkehrsverbund für die Unterstützung.

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Freitag, 06.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Literaturtage Karlsruhe 2017

Max kämpft. Max flieht. Max sucht – Markus Orths präsentiert seinen neuen Roman „Max“ im PrinzMaxPalais

Markus Orths. Foto: Yves Noir

Max, titelgebend für den neuen Roman von Markus Orths, wächst in widrigen Zeiten auf, rebelliert gegen den wilhelminisch geprägten Vater, wird Mitbegründer der DADA Gruppe und flieht schließlich vor dem Naziregime. Das Buch zeigt das treibende und wilde Leben im Paris der 20er Jahre, entbehrungsreiche Kriegsjahre und das Leben im amerikanischen Exil. Sechs Frauen prägen und spiegeln das Leben des Künstlers Max Ernst wieder. Unterwegs trifft Max Ernst auf berühmt gewordene Persönlichkeiten wie Pablo Picasso, Peggy Guggenheim, André Breton, Marcel Duchamp und Dorothy Tanning.

Markus Orths, 1969 geboren, studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg. Der in Karlsruhe lebende Autor veröffentlichte unter anderem die Romane Lehrerzimmer (2003), Das Zimmermädchen (2008), 2014 verfilmt, sowie Hirngespinste (2009), Die Tarnkappe (2011) und Alpha & Omega: Apokalypse für Anfänger (2014). Ausgezeichnet wurde er unter anderem 2008 in Klagenfurt beim Ingeborg-Bachmann-Preis-Wettbewerb sowie 2011 mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar und dem Deutschen Science Fiction Preis (2015). Seine Bücher wurden in 16 Sprachen übersetzt.

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Samstag, 07.10 | 14.00 - 18.00 Uhr | Eintritt frei

Literaturtage Karlsruhe 2017

Moviefication Schreibworkshop

Moviefy, so heißt eine App, mit der Literatur im Stadtraum erfahrbar werden soll. Karlsruher Autorinnen und Autoren haben Geschichten verfasst, die Sie auf Spaziergängen erleben können und die Ihnen die Stadt aus ungewohnten Perspektiven zeigen. Moviefy nimmt Bezug auf Ihre Umgebung und lässt Sie zur Hauptfigur der Erzählung werden: Helfen Sie einer jungen Frau bei der Flucht vor ihren Verfolgern, ermitteln Sie gegen skrupellose Baustellenmörder oder begegnen Sie in der Südstadt der Liebe Ihres Lebens – so entstehen neue Geschichten.

Moviefication ist eine Wortneuschöpfung, die zu Deutsch so viel wie „Verfilmlichung“ oder „Filmifizierung“ bedeutet. Als Autor oder Autorin für Moviefy führen Sie die Regie! Wie das funktioniert und wie Sie die vorgefundene Umgebung nutzen, um den Zuhörer in eine andere Welt zu versetzen, lernen Sie beim Moviefication Schreibworkshop.

Weitere Informationen unter www.moviefication.de.

Workshopleitung: Sophie Burger und Fabian Eck

Anmeldung bis zum 05.10.17 an schreiben@moviefication.de.

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Sonntag, 08.10 | 18.00 Uhr | Eintritt VVK 12,10 €, AK 15,- €
> Jubez, Kronenplatz 1

Rainer Markus Wimmer präsentiert Lieder und Geschichten von und über Michael Ende

Der Karlsruher Liedermacher Rainer Markus Wimmer entführt sein Publikum in die Welt Michael Endes. Die Lese-Lieder-Reise führt durch Balladen, Geschichten und Texte voller Phantasie und Humor. Eine Veranstaltung des Jubez in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft.

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Dienstag, 10.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 6,- / 4,- / Mitglieder 3,- €

Eine Reise in die Vergangenheit – Sandra Hoffmann liest aus „Paula“

Sandra Hoffmann. Foto: Martin Fengel

Eine Familie, drei Frauen, drei Generationen: Die Enkelin stand unter dem besonderen Schutz ihrer Großmutter Paula. Wenn nachts die Angst kam, kroch sie zu ihr ins Bett. Mit dem Tod Paulas verschwindet auch die Erinnerung an den im Krieg verstorbenen Bräutigam, einen Mann, über den sich Paula zeitlebens in erdrückendes Schweigen hüllte. Die Enkelin setzt auf die Kraft der Sprache. Die Autorin präsentiert mit großem Einfühlungsvermögen eine Art Familienroman.

Sandra Hoffmann studierte Literaturwissenschaft in Tübingen. Sie arbeitet als freie Autorin für das Literaturhaus München, unterrichtet kreatives Schreiben und scheibt für das Radio, unter anderem für den Deutschlandfunk. Für ihren Roman Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist (2012) erhielt sie den Thaddäus-Troll-Preis. Sie lebt in München.

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Donnerstag, 12.10 | 19.00 Uhr
Freitag, 13.10 | 19.00 Uhr | jeweils 10,- / 8 ,- / Mitglieder 6 ,- €

Liaisons littéraires – zwei Literaturabende mit Anne Weber und Wilfried N’Sondé

Anne Weber und Wilfried N’Sondé. Fotos: Thorsten Greve, privat

Vom 11. bis zum 15. Oktober steht Frankreich als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse im Fokus. Im Literaturhaus Karlsruhe gibt es an zwei Abenden Veranstaltungen, die das Schreiben aus deutsch-französischer Perspektive beleuchten – ein Schritt mehr auf dem Weg zu einem deutsch-französischen Literaturhaus.

Anne Weber (12.10.), in Offenbach geboren, lebt und schreibt seit den 80er Jahren in Paris. Sie übersetzt ihre Werke selbst und publiziert zweisprachig. Hier liest sie aus ihrem jüngsten Roman Kirio, der sich vom südfranzösischen Dorf Espeluche bis ins hessische Hanau spannt. Wie beeinflusst das französische Umfeld ihr Werk?

Zuletzt erschien von Anne Weber das Zeitreisetagebuch Ahnen (2015). Für ihr literarisches Werk wurde sie unter anderem mit dem Heimito-von-Doderer-Preis (2004) und dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb (2005) ausgezeichnet. Als Übersetzerin wurde sie 2008 mit dem Europäischen Übersetzerpreis der Hubert-Burda-Stiftung sowie mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis (2016) und dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis (2016) geehrt.

Als französischer Politikwissenschaftler lebt N’Sondé seit 25 Jahren in Berlin. Er liest Passagen aus seinem neuesten Roman Berlinoise (2015), der zwei jungen Männern aus Frankreich im Dezember 1989 nach Berlin folgt, und spricht über sein Schreiben in beiden Sprachräumen.

Wilfried N’Sondé (13.10.), geboren 1968 in Brazzaville, der Hauptstadt der heutigen Republik Kongo, siedelte mit seiner Familie nach Paris. Er studierte Politikwissenschaft an der Sorbonne. Der Autor lebt in Berlin, wo er als Musiker, Autor und Komponist arbeitet und Projekte mit sozial benachteiligten Jugendlichen betreut.

In deutscher Sprache. Beide Veranstaltungen in Kooperation mit der Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe.

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Samstag, 14.10 | 9.30 Uhr | Eintritt frei

„Weinbrenners Welt“ – eine Tagung der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft im Museum für Literatur

Friedrich Weinbrenner war Architekt der Markgrafschaft und des Großherzogtums Baden – und zugleich eine bedeutende Figur im Kulturleben seiner Zeit. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres zu seinem 250. Geburtstag lädt die Weinbrenner-Gesellschaft deshalb zu einer Tagung ein, die von verschiedenen Seiten aus ein aktuelles Bild von dieser Ausnahmegestalt zeichnen wird. In- und auswärtige Fachleute beleuchten Weinbrenners Verhältnis zur Kunst seiner Zeit, aber auch des Mittelalters, zu Kollegen und Konkurrenten, den Gartenarchitekten Zeyher und Schweyckardt, dem Schriftsteller Johann Peter Hebel und anderen Zeitgenossen. Der Illustration dienen neue Rekonstruktionen seiner Werke.

Sie sind herzlich zur Tagung eingeladen!
Weitere Informationen unter www.wbge.de.

Noch erhältlich: Friedrich Weinbrenners Weg nach Rom: Bauten, Bilder und Begegnungen – Katalog zur Ausstellung im Rahmen der 19. Europäischen Kulturtage 2008 im Museum für Literatur.

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Dienstag, 17.10 | 18.00 Uhr | Eintritt frei

9. Karlsruher Lesenacht – ein Abend für alle Literaturliebhaber

Einmal im Jahr präsentieren Autorinnen und Autoren aus Karlsruhe und Region ihre neuen literarischen Texte. Das Karlsruher Literaturhaus wird zur literarischen Flaniermeile: Unveröffentlichtes und Unentdecktes wird präsentiert, von Lyrik, Prosatexten, Slam Poesie bis hin zur szenischen Lesung und literarischen Kurzfilmen wird alles geboten.

Ablauf 9. Karlsruher Lesenacht
18.00 Uhr - 18.05 Uhr: Begrüßung Prof. Schmidt-Bergmann und Matthias Walz
18.05 Uhr - 18.30 Uhr: Stefanie Wally (Prosa)
18.30 Uhr - 18.55 Uhr: Dominik Haitz (Prosa)
18.55 Uhr - 19.20 Uhr: Rocio Günther (Prosa)
Pause
19.25 Uhr - 19.50 Uhr: Sigrid Kleinsorge (Prosa)
19.50 Uhr - 20.15 Uhr: Dianah Sayegh (Lyrik)
20.15 Uhr - 20.40 Uhr: Anna Teufel und Moritz Konrad (Slam Poesie)
Pause
20.45 Uhr - 21.10 Uhr: Aleksej Reimisch (Lyrik / Prosa)
21.10 Uhr - 21.35 Uhr: Edgar E. Nimrod (Fantasy)
21.35 Uhr - 22.00 Uhr: Stefan Mai (Lyrik)
22.00 Uhr - 22.25 Uhr: Nadja Harsch (Prosa)
Ende: 22.30 Uhr

Moderation: Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Matthias Walz.

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Mittwoch, 18.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Vortrag - Prof. Dr. Volker Riedel (Berlin): Goethe und Winckelmann

Anlässlich des 300. Geburtstags von Johann Joachim Winckelmann wird Volker Riedel den bedeutenden Gelehrten der Aufklärung vorstellen, der zum Begründer der Archäologie als Wissenschaft und zum Ahnherrn der modernen Kunstwissenschaft geworden ist, und der die gesamte europäische Kultur- und Geistesgeschichte um 1800 beeinflusste. Auch in Karlsruhe sind seine Spuren zu verfolgen – zum Beispiel bei Friedrich Weinbrenner.

Johann Wolfgang von Goethe hat mit dem Buch Winckelmann und sein Jahrhundert einen großen Anteil an der Wirkungsgeschichte Winckelmanns. Goethe bezieht sich vor allem auf die Beispielhaftigkeit von Winckelmanns Lebensweg, auf dessen Begeisterung für die Antike, auf das harmonisierende Kunstverständnis, auf den Primat Griechenlands gegenüber Rom und auf die Dominanz des Lebens vor der Kunst. Daran hat die Ausstellung „Winckelmann – Das göttliche Geschlecht“ im Berliner Schwulen Museum gerade erinnert.

Prof. Dr. Volker Riedel, 1943 in Leipzig geboren, studierte Latinistik und Germanistik an der Humboldt-Universität in Berlin, wo er auch promoviert wurde, ist Professor em. für Klassische Philologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Außerdem ist er Mitglied des Vorstandes der Winckelmann-Gesellschaft.

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Mittwoch, 25.10 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8 ,- / Mitglieder 6 ,- €

ZEIT-Kolumnist Harald Martenstein liest aus seiner Textsammlung „Im Kino“

Harald Martenstein . Foto: C. Bertelsmann Verlag

„Kino wird für Leute wie mich gemacht, für die hoffentlich nicht ganz blöde Masse.“ (Harald Martenstein)

Im Kino sitzt der Kolumnist Harald Martenstein nicht nur privat, sondern und vor allem beruflich. Seine tägliche Kolumne während der Berlinale genießt bei Lesern Kultstatus. Harald Martensteins Texte über Filme haben auch für Leser, die nur hin und wieder ins Kino gehen, einen hohen Unterhaltungswert. Wie in seinen Kolumnen ist er auch als Kritiker und Beobachter einer eitlen Branche satirisch, komisch und reflektierend. So lustig ist das Kino selten gefeiert worden.

Harald Martenstein, 1953 in Mainz geboren, schreibt unter anderem für die Berlinale, arbeitete als Redakteur bei namhaften Zeitungen, wie Die Zeit und den Berliner Tagesspiegel, und fürs Radio. Für seinen Roman Heimweh wurde er mit dem Corine-Debütpreis ausgezeichnet, 2004 wurde er Journalist des Jahres, im selben Jahr erhielt er zudem den Egon-Erwin-Kisch-Preis.

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Vorschau

  • 06.11., 20.00 Uhr: LESUNG SÜD: Theresia Enzensberger (KOHI-Kulturraum)
  • 07.11., 19.00 Uhr: Bernd Rauschenbach/Joachim Kersten: Arno Schmidt-Abend
  • 12.11., 20.00 Uhr: Stefanie Sargnagel (P8)
  • 15.11., 19.00 Uhr: Goethe-Gesellschaft: Dr. Jost Eickmeyer
  • 19.11., 18.00 Uhr: Hurst/Heil (Stephansaal)
  • 21.11., 20.00 Uhr: Peter Wohlleben (Konzerthaus)
  • 23.11., 19.00 Uhr: Ingo Schulze
  • 30.11., 20.15 Uhr: Präsentation allmende im Rahmen der 35. Karlsruher Bücherschau (Regierungspräsium)
  • 04.12., 20.00 Uhr: LESUNG SÜD: Annika Brockschmidt & Dennis Schulz: Goethes Faust und Einsteins Haken. Der Kampf der Wissenschaften (KOHI-Kulturraum)
  • 20.12., 20.00 Uhr: SWR-Bestenliste

Bildnachweis:

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