About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

Aktuelle Veranstaltungen

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Montag, 05.12 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstraße 47

LESUNG SÜD

Literatur jenseits des Mainstreams: Jakob Nolte liest aus seinem Debütroman „ALFF“

„Das frechste literarische Debüt seit Langem.“ (Deutschlandfunk)

Sie reißen sich Finger ab, gründen Bands, werden zu Detektiven und Reportern, fallen voll Lust übereinander her oder nehmen ihre Eltern als Geiseln. Seine Mitschüler der High & Low Highschool reagieren eigen, als Benjamins Leiche in einen Zaun genäht aufgefunden wird. Er wurde Opfer des „Vollstrickers“, eines Phantoms, das in Beetaville, Neuengland, sein Unwesen treibt. Unlösbar scheint dieser Fall, bis Agent Donna Jones vom FBI den eigenen Sohn als Köder auslegt.

In Jakob Noltes ALFF begegnen sich „die Morbidität von True Detective und der Irrwitz Helge Schneiders“ (KulturSPIEGEL), treffen Drastik und Komik aufeinander – fertig ist ein hochtouriger Roman, eine rasante Groteske über die USA der 90er Jahre. Der Autor von Comics, Prosa und Dramatik studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Für ALFF erhielt er den Kunstpreis Literatur 2016 (Förderpreis).

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Dienstag, 06.12 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Stefan Zweigs „Ungeduld des Herzens“. Die Geschichte eines Romans

Stefan Zweig schrieb seinen einzigen Roman Ungeduld des Herzens 1936 bis 1938 im Londoner Exil. Vor seiner Überfahrt nach Amerika übergab er 1940 sämtliche Notizen und die zahlreichen hand- und maschinenschriftlichen Fassungen einem englischen Lord, der sie sorgsam aufbewahrte. Heute befinden sich die Papiere im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Rekonstruiert man mit ihrer Hilfe die Entstehungsgeschichte des Romans, erkennt man, dass er keineswegs nur sentimental die vergangene Welt der K.u.K.-Monarchie heraufbeschwört. Vielmehr geht es Stefan Zweig um die Auseinandersetzung mit kontroversen philosophischen Konzepten des Mitleids, wie sie etwa von Schopenhauer und Nietzsche vertreten wurden. Und es ist kaum ein Zufall, dass er angesichts der nationalsozialistischen Diktatur den europäischen Grundwert des Mitleids in den Mittelpunkt stellt, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Anhand anschaulicher Beispiele erläutert Ulrich von Bülow die Entstehungs- und Bedeutungsschichten des Romans Ungeduld des Herzens von Stefan Zweig.

Dr. Ulrich von Bülow, geboren 1963, studierte Germanistik, war Verlagslektor in Leipzig und arbeitet seit 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Literaturarchiv Marbach, wo er die Abteilung Archiv leitet.

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Dienstag, 13.12 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Sibylle Lewitscharoff: „Das Pfingstwunder“– der neue Roman

Was geschieht, wenn man 34 Dante-Gelehrte aus aller Herren Länder in einen Saal sperrt? Richtig, es entfaltet sich die göttlichste aller Komödien – Himmel, Hölle und Fegefeuer sind nichts gegen das nun folgende Spektakel, welches den treffenden Titel Das Pfingstwunder trägt. Und dann sind da ja noch die Kirchenglocken, welche das Pfingstfest einläuten sollen… Wir freuen uns auf „Sprachspiellust in Hochform“ (Süddeutsche Zeitung)!

Sibylle Lewitscharoff, geboren in Stuttgart-Degerloch, studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie lebt. Ihr Debütroman Pong wurde 1998 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet; 2014 lies sie den Helden in Pong redivivus von den Totgeglaubten auferstehen. Für ihren Roman Apostoloff (2009) bekam Sibylle Lewitscharoff den Preis der Leipziger Buchmesse. Zudem wurde Blumenberg (2011) mit gleich zwei bedeutenden Preisen ausgezeichnet: dem Kleist-Preis und dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis. 2013/14 verbrachte sie ein Jahr als Stipendiatin in der Villa Massimo in Rom. 2016 überzeugt Sibylle Lewitscharoff wieder mit einem „wundervollen“ Buch!

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Mittwoch, 21.12 | 20.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- / Mitglieder 3,- €

Noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk?

Die SWR-Bestenliste: Literaturkritik live im PrinzMaxPalais

Alle Jahre wieder, aber nie vorhersehbar: auch 2016 wählte die Jury der SWR-Bestenliste Monat für Monat die „Crème de la Crème“ aus der unüberschaubaren Zahl der literarischen Neuerscheinungen. Die Highlights bringen Helmut Böttiger (Moderation), Kirsten Voigt und Gregor Dotzauer live ins Literaturhaus Karlsruhe – doch aufgepasst! Aus der vorweihnachtlichen Harmonie wird beim Thema Bücher gerne ein humorvoller Schlagabtausch. Es lesen die Schauspieler Doris Wolters und Frank Stöckle.

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Weitere Termine

Tipps und Hinweise

08.12.2016, 19:00 Uhr, Kinemathek Karlsruhe

Zur Ansicht: Peter Weiss
BRD 1979, Harun Farocki

„Am 17. und 18.6. 1979 waren wir in Stockholm bei Peter Weiss zu Besuch. Wir sprachen mit ihm über die Arbeit an seinem Buch Die Ästhetik des Widerstands. Davon sind zwei Bände schon erschienen und P.W. schreibt gegenwärtig am dritten. Die Arbeit geht über zehn Jahre, und kein Satz ist aus der Luft gegriffen. Weiss hat unvorstellbare Materialforschung gemacht, das Leben einer Person, die als Modell dient, bis ins kleinste studiert und, was für ihn sehr wichtig ist, fast immer den Schauplatz der Handlung aufgesucht. Der Film gibt eine Vorstellung von dieser Arbeit.“ (Harun Farocki)

Auf dem Büchertisch wird vorgestellt: Die Ästhetik des Widerstands in einer neu erarbeiteten Fassung aus der Reihe „Büchergilde Klassik“ sowie die im Suhrkamp Verlag neu erschienene Biografie Peter Weiss von Werner Schmidt.

Das ausgesuchte literarische, musikalische und künstlerische Programm der Büchergilde Gutenberg ist in der Karlstraße 13 in der Metzlerschen Buchhandlung – Fachbuchhandlung für Recht und Steuern – zu finden.

Weitere Informationen

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Einsendeschluss 29.04.2017

Prosapreis JuLi / Junge Literatur 2017

Die GEDOK Karlsruhe, die Literarische Gesellschaft Karlsruhe und das Kulturamt der Stadt Karlsruhe schreiben hiermit zum fünften Mal den Prosapreis „JuLi / Junge Literatur“ aus zum Thema „Heimat?“

1. Preis: 300 Euro
2. Preis: 200 Euro
3. Preis: 100 Euro

Teilnahmeberechtigt sind junge Menschen im Alter von 15-21 Jahren, die in Karlsruhe, im Landkreis Karlsruhe oder im Nord-Elsass (Partner im PAMINAraum) leben, arbeiten oder in Ausbildung sind (Schule, Lehre etc.).
Weitere Informationen

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NEUES PROJEKT

"citybooks" – Autoren zu Gast in Karlsruhe

Sich der Stadt schreibend annähern? Mit diesem Vorsatz reisen im Rahmen des Projekts "citybooks" Schriftsteller in europäische Städte abseits der ausgetretenen Pfade und tauchen zwei Wochen in die fremde Umgebung ein. Ergänzt werden die während der Schreibaufenthalte entstandenen Texte durch unkonventionelle Fotografien der Stadträume. Die auf diese Weise entstandenen Kunstwerke sind im Anschluss auf der "citybooks"-Homepage anhör- und sehbar.

Im Herbst 2016 setzt die Literarische Gesellschaft in Kooperation mit dem ZKM das Projekt "citybooks" in Karlsruhe um. Initiiert wird "citybooks" seit 2011 vom flämisch-niederländischen Haus deBuren in Brüssel. Gefördert werden die drei Autoren Monika Rinck, Els Moors und Maarten van der Graaff sowie der Aufenthalt eines Fotografen durch die Dutch Foundation for Literature und den Flemish Literature Fund, denn Flandern & die Niederlande sind in diesem Jahr Ehrengast der Frankfurter Buchmesse.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.citybooks.eu/en/cities/p/detail/karlsruhe

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 14.12.2016, 20.00 Uhr: Dantons Tod
  • 29.12.2016, 20.00 Uhr: Hamlet
  • 05.01.2017, 20:00 Uhr: Das Abschiedsdinner
  • 08.01.2017, 18:00 Uhr: Hänsel und Gretel
  • 22.01.2017, 15:00 Uhr: Kinderkonzert
  • 04.02.2017, 19:30 Uhr: Liederabend
  • 16.02.2017, 20:00 Uhr: Wahnfried
  • 23.02.2017, 20:00 Uhr: Die Räuber
  • 15.03.2017, 19:30 Uhr: Monty Pyton´s Spamalot
  • 22.03.2017, 20:00 Uhr: Sterben helfen
  • 26.03.2017, 18:00 Uhr: Die Hochzeit d. Figaro
  • 08.04.2017, 19:30 Uhr: La Sylphide
  • 22.04.2017, 15:00 Uhr: Rheingold
  • 29.04.2017, 19:30 Uhr: Kinder des Olymp
  • 09.05.2017, 20:00 Uhr: Liederabend
  • 16.05.2017, 20:00 Uhr: Terror
  • 23.05.2017, 20:00 Uhr: Das kl. Schwarze (Ballett)
  • 05.06.2017, 19:00 Uhr: Monty Python´s Spamalot
  • 20.06.2017, 20:00 Uhr: Dantons Tod
  • 24.06.2017, 19:00 Uhr: Inschrift Heimat
  • 07.07.2017, 19:00 Uhr: Nachtklänge
  • 12.07.2017, 20:00 Uhr: L’Elisir D’Amore (Liebestrank)
  • 18.07.2017, 19:00 Uhr: Sonderkonzert

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

allmende - Zeitschrift für Literatur

Flüchtlingskrise?
„Über Opfer und Täter – Grenzen der Toleranz“
97. Ausgabe der Literaturzeitschrift allmende


Mit Beiträgen von:
Herta Müller, Feridun Zaimoglu, Alice Schwarzer, Barbara Vinken u.a.

88 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Europa wird derzeit mit zahlreichen Krisen konfrontiert. Krisen, die schwer zu bewältigen sind. Die Türkei ist auf dem Weg in die Diktatur, politische Gegner werden inhaftiert und ihre Lebensgrundlagen gezielt vernichtet. In Syrien tobt weiterhin der Krieg, Aleppo wird zum Symbol sinnlosen Sterbens. Menschen überall auf der Welt leiden unter Terror. Täglich erreichen weiterhin Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten Europa, Kulturen prallen aufeinander, die Gewalt nimmt zu – was auch die neuesten „Amokläufer“ mit den vielen Toten tragisch demonstrieren. Wenn wir unsere Demokratie und gesellschaftliche Ordnung aufrecht erhalten wollen, dann müssen wir uns einmischen. Künstler, Literaten und Intellektuelle, sie müssen ihre Stimme erheben.

In der 97. Ausgabe der Literaturzeitschrift allmende äußern sich Autorinnen und Autoren wie Alice Schwarzer, Hans Ulrich Gumbrecht und Barbara Vinken zu den Fragen, ob die Grenzen in Europa geschlossen werden sollen und wie die sexuellen Übergriffe und Gewalt gegen Frauen von männlichen Flüchtlingen aus dem arabischen und afrikanischen Raum verhindert werden können. Zu lange wurde darüber geschwiegen und Informationen unterdrückt.

Welche Rolle kann die Literatur und das Theater angesichts der Krisen und gesellschaftlichen Diskussionen einnehmen? Kathrin Röggla beschreibt die Gefühlskälte im Anblick der dramatischen Bilder aus Syrien, doch sind „Ausweglosigkeit und Ohnmacht“ die letzte Konsequenz? Ein eindeutiges Urteil fällt Feridun Zaimoglu anlässlich der sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht in Köln: „Das deutsche Leben verträgt sich nicht mit der arabischen Sitte, Frauen zu verachten…“. Silke Scheuermann, die große Lyrikerin und aktuelle „Brecht-Preisträgerin“ antwortet mit „politischen Gedichten“. Lena Gorelik will nicht wieder einmal „wegsehen“, Angelika Overath beschreibt Istanbul nach den Attentaten und vor dem Putsch. Diese Beiträge stehen beispielhaft für eine notwendige Diskussion, die in der allmende weitergeführt werden soll.

allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 begründet. Sie erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag und wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

Weitere Ausgaben der allmende

Kränzler, Lisa Kränzler, Lisa
(Pappbuch)

ISBN: 978-3-95732-183-1
Preis: 19,00 €

Die Malerin und Autorin Lisa Kränzler fertigt seit Jahren neben großformatigen Lackbildern auch Arbeiten auf Papier an, die mit Schreibmaschine, Stift, Lack und hineincollagiertem Material entstehen und sich mit der Reibung zwischen Leben und Kunst, zwischen Anpassungsdruck und Radikalität auseinandersetzen.

Der Katalog erschien anlässlich Kränzlers Ausstellung »Fetzen« im Museum für Literatur, Karlsruhe.
Gefördert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung Karlsruhe
Ausstellungsdauer: 12.05.2016 bis 28.08.2016