ÜBER DIE INTERNATIONALE HÄNDEL-AKADEMIE

Die INTERNATIONALE HÄNDEL-AKADEMIE Karlsruhe wurde 1986 als Pendant zu den HÄNDEL-FESTSPIELEN des STAATSTHEATERS KARLSRUHE ins Leben gerufen, um den künstlerischen Produktionen der Festspiele Meisterkurse mit herausragenden Vertretern der Historischen Aufführungspraxis und wissenschaftliche Symposien zur Seite zu stellen und den Nachwuchs zu fördern.
Die 32. INTERNATIONALE HÄNDEL-AKADEMIE ist geprägt von einer drastischen Reduktion der Fördermittel. Es werden zwar weniger Kurse als in den Vorjahren angeboten, diese Konzentration bietet aber die Chance zu einer besonders intensiven Zusammenarbeit der Kurse, für die wieder einige der besten Künstler ihres Fachs gewonnen werden konnten.
Unter dem Motto Händel kompakt stellt die AKADEMIE die Musik ihres Namenspatrons in den Mittelpunkt: Vokalmusik aus Händels italienischer Zeit und instrumentale Kammermusik aus den Londoner Jahren, die im engen Zusammenwirken der Kurse von Anna Bonitatibus und Deborah York (Gesang), Anne Katharina Schreiber (Violine) und Guido Larisch (Violoncello) sowie Kristian Nyquist (Cembalo) erarbeitet und in zwei öffentlichen Veranstaltungen präsentiert werden.
Die AKADEMIE möchte sich künftig verstärkt jenen Bereichen zuwenden, die bisher wenig Beachtung fanden. Das Symposium wirft unter dem Titel Einsprüche – Widerworte bereits einige kritische Blicke auf Selbstverständlichkeiten und Konventionen der Historischen Aufführungspraxis.

Michael Fichtenholz
Thomas Seedorf
Künstlerische Leitung

GRUSSWORT

Im 32. Jahr der Internationalen Händel-Akademie spannen die neuen künstlerischen Leitereinen Bogen von der frühen italienischen Schaffensperiode Händels bis zu seinen Kammermusiken der Londoner Zeit. Sie nehmen damit die Werke jenseits der großen Opern und Oratorien in den Blick.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Vokalkursen. Dies spiegelt die große Nachfrage der letzten Jahre in diesem Bereich wider. Und es zeigt, dass auch in der historischen Aufführungspraxis der Gesang eine zentrale Rolle spielt.

Eine gute Sache ist die intensive Verknüpfung der Akademie mit den Internationalen Händel-Festspielen des Badischen Staatstheaters. Die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Werk Händeis gehen damit Hand in Hand.
Sehr freue ich mich über die vielen jungen Talente, die aus der Händel-Akademie hervorgehen. Dies auch dank eines Stipendiums, das dem künstlerischen Nachwuchs die Möglichkeit eröffnet, bei den Händel-Festspielen gemeinsam mit den Deutschen Händel-Solisten zu musizieren.
Die Internationale Händel-Akademie ist für das kulturelle Angebot der Stadt Karlsruhe eine große Bereicherung. Ich danke allen, die diese Veranstaltung möglich machen. Und freue mich auf das diesjährige Programm.

Theresia Bauer MdL
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg