„DIES IRAE“ (1914) UND „IN TERRA PAX“ (1945)

Die Chöre der Christuskirche und die Kammerphilharmonie widmen sich sinfonischen Chorwerken von Max Reger und Frank Martin.

Sonntag, 11.05.2014 | 18:00
Christuskirche Karlsruhe

Bildnachweis:
Die Kammerphilharmonie Karlsruhe.

Apokalyptische Visionen


M. Reger: Dies irae op. 145a (1914)
H. Schütz: Verleih‘ uns Frieden gnädiglich (1648)
F. Martin: In terra pax (1945)

Max Reger begann sein lateinisches Requiem 1914, fast gleichzeitig mit Kriegsausbruch. Es sollte den Gefallenen gewidmet sein. Aber beim Dies irae, voller apokalyptischer Visionen, brach Reger die Komposition ab, eindrucksvolles Sinnbild einer zu Ende gehenden Epoche. Es erklingt in der fragmentarischen Form.
Der Schweizer Komponist Frank Martin beginnt „In terra pax“ mit den apokalyptischen Visionen des Jüngsten Gerichtes aus der Offenbarung des Johannes. Im Sommer 1944 hatte ihn René Dovaz – Direktor von Radio Genf – um ein Chorwerk gebeten, um es am Tag des Waffenstillstandes urzusenden. „Solcherart schrieb ich von August bis Oktober 1944 ‚In terra pax’, zeitweise mit den alliierten Armeen um die Wette laufend. Sie ließen mir leider viel zu viel Zeit.“ Zwischen den klanggewaltigen Blöcken der Chor-Orchesterwerke bildet das Konzert „Verleih‘ uns Frieden gnädiglich“ von Heinrich Schütz, der in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges lebte, einen Kontrast und Ruhepunkt, musiziert von Mitgliedern des Knaben- und Mädchenchores Cantus Juvenum.

ML Carsten Wiebusch; Mit Katharina Persicke, Sopran, Tamara Gura, Alt, Ferdinand von Bothmer, Tenor, Stephan Loges, Bariton, Florian Plock, Bass; Kammerchor der Christuskirche
EINTRITT
25 € / 12 €

Musikhaus Schlaile
Tel. 0721 – 230007
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VERANSTALTER
Christuskirche Karlsruhe