JAZZ & LITERATUR „DIE WAFFEN NIEDER“

Literarische Texte über den Pazifismus von Bertha von Suttner bis Malala Yousufzai

Sonntag, 25.05.2014 | 15:00
Staatstheater Karlsruhe
Mittleres Foyer

Bildnachweis: Antonio Zazueta Olmos
Malala Yousufzai

Nach „lieben“ ist „helfen“ das schönste Zeitwort der Welt


„Der nächste Krieg wird von einer Furchtbarkeit sein wie noch keiner seiner Vorgänger“, warnte Bertha von Suttner 1912 vor dem Ausbruch des nächsten Krieges. Mit ihrem pazifistischen Roman Die Waffen nieder! von 1889 lieferte sie einen der wichtigsten Beiträge zur Pazifismus-Debatte. Für die Gründung der Deutschen Friedensgesellschaft 1892 erhielt sie 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis. Texte Bertha von Suttners treffen in dieser Ausgabe von Jazz & Literatur auf die von Pazifistinnen von der Jahrhundertwende bis heute, wie von Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die vom Militärregime in Birma 21 Jahre zu Hausarrest verurteilt war, oder von der heute 16-jährigen Pakistanerin Malala Yousufzai, die 2009 erst elfjährig einen Blog über Gewalttaten der pakistanischen Taliban gegen die weibliche Bevölkerung begann und 2013 bislang jüngste Kandidatin für den Friedensnobelpreis war. Auch die Grünen-Politikerin Petra Kelly, die Karlsruher Chemikerin Clara Immerwahr, Frau des Giftgas-Erfinders Fritz Haber, die amerikanische Folksängerin Joan Baez und die Frauenrechtlerin und Pazifistin Anita Augspurg, die als Zeitgenossin Bertha von Suttners als erste Frau im deutschen Kaiserreich in Jura promovierte und bereits um 1900 mit einer Frau zusammenlebte, kommen zu Wort. Die Antikriegstexte berühmter Frauen werden mit Jazzstücken aus weiblicher Feder umrahmt.

D Kerstin Grübmeyer; Mit Ronald Funke & Sts Eva Derleder
M: Sarah Lipfert (Gesang), Peter Lehel (Saxophon), Daniel Prandl (Piano)

Bildnachweis: Antonio Zazueta Olmos

EINTRITT
10 € / 5 €

Tel. 0721 – 933333
www.staatstheater.karlsruhe.de

VERANSTALTER
Staatstheater Karlsruhe