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Themen

13. Oktober 2016

Beitrag für die StadtZeitung von Renate Rastätter




Essen in Schulen und Kitas: 25% Bioanteil

Wir GRÜNE setzen uns seit längerer Zeit für mehr Bio-Essen in städtischen Mensen und Kantinen ein. Nachdem die Stadtverwaltung im Frühjahr 2016 auf einen entsprechenden Antrag mit einer positiven Stellungnahme reagiert hat, beantragen wir jetzt die Umsetzung.

 

In Schulen und Kitas beginnen
 
Die gesunde und nachhaltige Mittagsverpflegung für Kinder hat einen hohen Stellenwert. Deshalb soll bereits bei den nächsten Vergabeentscheidungen für die Lieferungen von Schul- und Kitaessen der 25%ige Bioanteil eingeführt werden. Bundesweite Studien belegen, dass die Ernährung von Kindern oft nicht den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht: Viele Kinder essen zu süß, zu fett und zu wenig Obst, Gemüse und Salate. Da immer mehr Kinder Ganztagseinrichtungen besuchen, kann die Stadt mit einem gesunden Mittagsessen mit Bioprodukten einen positiven Beitrag zur gesundheitlichen Prävention und Ernäh-rungsbildung leisten.
 
Kostenneutrale Umsetzung ist möglich

Natürlich sind Bioprodukte etwas teurer als konventionelle Produkte, wobei die Preisspanne je nach Produkt sehr unterschiedlich ist. Erfahrungen anderer Kommunen zeigen jedoch, dass die Einführung eines Bioanteils von 25 % durch eine geschickte Speise- und Menüplanung kostenneutral erfolgen kann. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass konsequent regionale und saisonale Produkte verwendet und tierische Produkte wie Fleisch maßvoll eingesetzt werden. Eine solche Menüplanung entspricht auch den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Um die Einführung von Bio-Essen positiv zu unterstützen, plädieren wir GRÜNE für eine Motivationskampagne, die wertvolle Impulse für die ganze Stadtgesellschaft setzen könnte.
 
Regelmäßige Qualitätskontrolle

Die Qualität und Akzeptanz des Schul-und Kitaessens sollte dauerhaft gesichert und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Daher setzen wir uns dafür ein, dass die Qualitätsstandards in regelmäßigen Abständen evaluiert werden. Dabei ist für uns GRÜNE besonders wichtig, dass auch die Rückmeldungen von Eltern und die Bewertungen der Schülerinnen und Schüler einbezogen werden. Vor allem auf die Bewertung der Schülerinnen und Schüler kommt es an, denn ihre Akzeptanz und Zufriedenheit ist am wichtigsten. Wir GRÜNE hoffen, dass durch den Einstieg an den Schulen und Kitas die Kantinen zeitnah folgen werden und Karlsruhe bald Mitglied im Bio-Städte-Netzwerk ist.
 
Ihre Renate Rastätter