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Presse

02. Mai 2018

Handwerk nach vorne! Grüne wollen Gründungen im Handwerk fördern

In Karlsruhe steigen die Preise und Wartelisten für Handwerksleistungen. Dies liegt nach Einschätzung der Grünen im Karlsruher Gemeinderat nicht nur an der konjunkturbedingt hohen Nachfrage, sondern auch an einem Rückgang von Handwerksbetrieben in Karlsruhe. Durch diese Entwicklung verzögern sich zudem notwendige Bauvorhaben und Sanierungen.
 
"Im Handwerk fehlt oft der Nachwuchs. Und gerade junge Leute, die sich für die Gründung eines eigenen Betriebs interessieren, finden in Karlsruhe kaum Unterstützung. Es fehlt an günstigem und attraktivem Raum für die Anfangsphase der Gründung, an Beratung und Erfahrungsaustausch", so Zoe Mayer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Gemeinderatsfraktion und Sprecherin für Wirtschaftsförderung.
 
Der am Rheinhafen befindliche Handwerkerhof aus dem Jahr 1993 ist mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen. Ursprünglich sollte dieser junge GründerInnen im Handwerk mit günstigem Mietraum unterstützen. Heute mieten vor allem lange bestehende Betriebe und Fachfremde die günstigen Flächen an. Zudem bestehen Leerstände.
 
„Auch wenn die Stadtverwaltung bereits geäußert hat, den derzeitigen Zustand des Handwerkerhofs konzeptionell neu aufzustellen, so sind uns noch keine konkreten Pläne bekannt. Damit das Thema rasch und mit hoher Priorität angegangen wird, haben wir im Gemeinderat einen Antrag eingebracht“, ergänzt Mayer.
 
"Für uns ist es wichtig die Gründerszene im Handwerk zu unterstützen und ihnen ein funktionales und innovatives Gründungszentrum zu bieten. Dass die Stadtverwaltung im Gründungsbereich eine hohe Kompetenz hat, zeigen erfolgreiche Beispiele wie das Perfekt Futur im Alten Schlachthof", konstatiert Ekkehard Hodapp, Mitglied im Wirtschaftsförderungsausschuss. „Wir möchten zusätzlich die Erfahrungen anderer Kommunen in ein neues Konzept für den Karlsruher Handwerkerhof einbeziehen. Auch die Karlsruher AkteurInnen aus dem Handwerk wie die Kreishandwerkerschaft oder die Kreishandwerkskammer sollten umfassend an den Planungen beteiligt werden.“
Im Gegensatz zum bestehenden Handwerkerhof müsse ein modernes Gründerzentrum auch Kommunikationsräume sowie ein Service- und Beratungsangebot für GründerInnen bereitstellen.
 
"Wir können es uns nicht leisten, dass weiterhin junge Handwerksbetriebe aus Karlsruhe abwandern. Diesem Trend müssen wir zeitnah entgegenwirken", so die Grünen.