Michael Borner Joschua Konrad Renate Rastätter Zoe Mayer Johannes Honné Dr. Ute Leidig Ekkehard Hodapp Verena Anlauf Istvan Pinter

Presse

21. August 2017

GRÜNE für berufliche Integration von Geflüchteten bei kommunalen Ämtern und Betrieben

Die Grüne Gemeinderatsfraktion beantragt, dass sich die Stadt Karlsruhe am Projekt der ver.di Bundesverwaltung „Gute betriebliche und berufliche Integration von Geflüchteten in kommunalen Betrieben“ beteiligt.
 
Das Thema „berufliche Qualifikation Geflüchteter“ sieht die Grüne Fraktion als Teil ihres aktuellen Schwerpunktthemas "Gute Arbeit - zukunftsfähige Stadtverwaltung". Ziel der Initiativen ist die stärkere Ausrichtung der Stadt als soziale Arbeitgeberin und ein in die Zukunft gerichteter Umgang mit Fachkräftemangel und demographischem Wandel.
 
„Viele Betriebe haben ihre Verantwortung als Arbeitgeber angenommen und Zuwanderung als Chance erkannt. Sie engagieren sich bereits stark bei der Integration von Flüchtlingen und begegnen so dem Wandel am Arbeitsmarkt. Dies wünschen wir uns auch von der Stadtverwaltung Karlsruhe“, so Verena Anlauf, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion.
 
Der ver.di Fachbereich Gemeinden führt ein Praxisprojekt zur betrieblichen und beruflichen Integration von Geflüchteten durch, bei dem noch weitere kommunale Betriebe aufgenommen werden könnten.
 
„Eine gute und strukturierte Vorbereitung der betrieblichen und beruflichen Integration von Geflüchteten ist Voraussetzung für ihr Gelingen“, ergänzt Joschua Konrad, Sprecher für arbeitsmarktpolitische Themen. „Vorab ist es notwendig, die jeweilige Ausgangslage zu analysieren. In welchen Tätigkeitsfeldern wird in den nächsten Jahren personelle Unterstützung gebraucht? In welchen Bereichen könnten Geflüchtete integriert werden? Daher enthält unser Antrag einen entsprechenden Prüfauftrag“, so Konrad weiter.
 
Bei dem Projekt von ver.di erhalten die teilnehmenden Einrichtungen fünf Beratungstage als Unterstützung. Dabei werden Fragestellungen behandelt, die eine systematische Vorbereitung ermöglichen, wie z.B.: Wie können die jugendlichen und erwachsenen Geflüchteten über das Jobcenter oder die Sprach- und Integrationskurse angesprochen werden? Sind Angebote für Praktika, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze möglich? Welche Einstiegsqualifizierungen sind nötig? Wie können die vorhandenen Teams in den Ämtern oder Betrieben auf die Integration der neuen Mitarbeiter*innen vorbereitet werden?
 
„Nach Einschätzung unserer Fraktion wäre die Beteiligung an dem Projekt auch für die städtischen Ämter und Betriebe von Vorteil. Es könnten zum Beispiel Stellen, für die es auf dem Arbeitsmarkt derzeit keine Interessent*innen gibt, besetzt werden“, so Anlauf und Konrad. Zusätzlich ermöglicht die ganzheitliche Herangehensweise dieses Projektes, Menschen mit und ohne Migrationserfahrungen an ihrem Arbeitsplatz in Kontakt miteinander zu bringen und damit zu einer besseren Integration der Geflüchteten beizutragen.