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Presse

16. Juli 2016

GRÜNE: Stadt und KSC gehen untragbares finanzielles Risiko ein

Die GRÜNE-Fraktion hält die finanziellen Risiken für den geplanten kompletten Neubau des Wildparkstadions für zu hoch. "Die Stadt trägt alle Kostenrisiken und wird möglicherweise auf einem wesentlichen Teil der Kosten sitzen bleiben. Dem KSC droht der Abstieg, weil er durch die hohen Ausgaben für das neue Stadion nicht mehr konkurrenzfähig ist." Dieses Szenario möchte Johannes Honné, Fraktionsvorsitzender der Grünen, unbedingt vermeiden. "Wir würden gerne dem KSC durch wesentliche Investitionen in das Stadion helfen, aber diesem Vabanquespiel können wir nicht zustimmen."
 
Hintergrund dafür ist, dass der KSC für die neue Anlage 1,5 Mio. Euro Pacht in der zweiten Liga plus rund eine halbe Million an weiteren Kosten zahlen soll. "Nur wenn sich der KSC in dieser Dimension beteiligt, können langfristig die städtischen Investitionen amortisiert werden", so Stadtrat Ekkehard Hodapp. "Ein Spielraum für Verhandlungen besteht nicht mehr, weil die Stadt dem KSC bereits weit entgegen gekommen ist und die EU eine Subventionierung untersagen würde." Er weist darauf hin, dass sich die Miete für den KSC von bisher 400.000 Euro incl. Geschäftsstelle auf zukünftig rund 2 Mio. Euro pro Jahr verfünffachen würde.
 
Bei den Kosten für die Infrastruktur erkennt die Fraktion an, dass die Maßnahmen für die Verbesserung der Sicherheit und für Ausgleichsmaßnahmen beim Naturschutz unumgänglich sind. "Aber 3 Mio. für den Umbau des Birkenparkplatzes, obwohl nicht ausgeschlossen ist, dass er später mit einer Parkpalette überbaut wird, und 2 Mio. für das Verkehrsleitsystem erscheinen uns nicht angemessen", so Honné. Das Verkehrskonzept hält er dagegen für sehr gut, weil der Autoverkehr verringert und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden sollen.
 
Positiv sehen die Grünen auch, dass alles, was mit dem Stadion zu tun hat, von der Stadt in einem Eigenbetrieb zusammengefasst werden soll. Dadurch werde transparent, welches Geld wohin fließt. Bisher bleibe unklar, was die Stadt tatsächlich für den KSC ausgibt.