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Presse

28. Mai 2015

GRÜNE fragen nach Energie-Audits für städtische Unternehmen

In einer Gemeinderatsanfrage befasst sich die Grüne Fraktion mit Energie-Audits in städtischen Unternehmen.

Anlass ist ein Gesetz, das der Bundesrat im Rahmen der Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie letzten März gebilligt hat. Mit dem neuen Gesetz werden alle größeren Unternehmen dazu verpflichtet, bis Ende 2015 und danach alle vier Jahre regelmäßig Energie-Audits durchzuführen. Der Deutsche Städtetag weist darauf hin, dass grundsätzlich auch sämtliche kommunale Unternehmen zur Durchführung der Energie-Audits verpflichtet sind.
„Viele Unternehmen führen heute schon freiwillig Energie-Audits durch, um Verbesserungsmöglichkeiten bei ihrer Energieversorgung zu identifizieren, die Energieeffizienz im Betrieb zu steigern und zielgerichtet zu investieren“, so Fraktionsvorsitzende Bettina Lisbach. „Hier sehen wir auch viel Potenzial für die städtischen Gesellschaften. Energie-Audits können dazu beitragen, die städtischen Klimaschutzziele zu erreichen und gleichzeitig die Betriebskosten städtischer Unternehmen zu senken.“
„Es ist uns wichtig, dass die städtischen Töchter die vorgeschriebenen Audits qualifiziert und rechtzeitig durchführen“, ergänzt Stadträtin Daniela Reiff, energiepolitische Sprecherin der Fraktion. „Deshalb wollen wir wissen, ob hierzu bereits die notwendigen Vorbereitungen laufen. Auch fragen wir, ob eine Zusammenarbeit verschiedener städtischer Unternehmen angedacht ist. Die gemeinsame Beauftragung von Energieberater/innen könnte möglicherweise Synergien bringen.“
Außerdem wollen die Grünen erfahren, welche städtischen Unternehmen beim Bemühen um Energieeinsparungen bereits eine Vorreiterrolle einnehmen, indem sie beispielsweise nach einem vergleichbaren Standard (z.B. EMAS1) zertifiziert sind oder weil sie schon ein Energiemanagementsystem erfolgreich eingeführt haben.
„Wir hoffen, dass die Durchführung der Audits von den Geschäftsführungen der städtischen Unternehmen als Chance gesehen und konstruktiv angegangen wird“, so die beiden Stadträtinnen abschließend. „Die städtischen Töchter sollten auch beim Klimaschutz Vorbild für andere Karlsruher Unternehmen sein.“
 
1EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern