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Presse

28. November 2012

GRÜNE für mehr Recyclingpapier im Rathaus und in den Schulen

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion fordert die Stadtverwaltung zum wiederholten Mal auf, den Einsatz von Recyclingpapier im Rathaus, in städtischen Einrichtungen und in Schulen deutlich zu erhöhen. „Wie die Ergebnisse des aktuellen Papieratlas 2012 zeigen, gibt es in Karlsruhe beim Einsatz von umweltfreundlichen Papieren immer noch erheblichen Nachholbedarf“, so Fraktionssprecherin Bettina Lisbach.
 
„Während viele Städte wie Pforzheim, Baden-Baden oder Freiburg bereits ‚Traumquoten’ von bis zu 100 % erreichen, hinkt die Karlsruher Verwaltung mit knapp 23 Prozent immer noch weit hinterher.“ Über eine Gemeinderatsanfrage will die Fraktion deshalb in Erfahrung bringen, wie sich der Recyclingpapier-Anteil in den letzten beiden Jahren in den verschiedenen städtischen Ämtern, in der Hausdruckerei und in den Schulen entwickelt hat.
 
Auch fragen die GRÜNEN, welche Anstrengungen die Stadtverwaltung seit dem GRÜNEN-Antrag im Oktober 2011 unternommen hat, um – wie zugesagt – den Anteil an Recycling-Papier in der Verwaltung und bei städtischen Einrichtungen deutlich zu erhöhen. Auch Schulen sollten hier unbedingt mit einbezogen werden. „Deshalb wollen wir wissen, welche Regelungen notwendig sind, damit Schulen Umweltpapier flächendeckend einführen können.“ so GRÜNEN-Stadtrat Johannes Honné. „Gerade für Kinder und Jugendliche ist ein gutes Vorbild entscheidend, damit sie später selbst Recyclingpapier einsetzen.“
 
Als Beispiel dafür, dass es auch in Karlsruhe voran geht, führen die GRÜNEN das KIT an. Dessen Verwaltung hat lange Zeit Vorbehalte gegen Recycling-Papier geltend gemacht. Nun wurde kürzlich die Trendwende eingeleitet: Ende Oktober verkündete der Vize-Präsident, dass am KIT zukünftig durchgängig Recycling-Papier zum Einsatz kommen soll.
 
„Die vielen positiven Beispiele aus anderen Städten und in Karlsruhe sollte die Stadtverwaltung zum Ansporn nehmen, ihre eigene Recyclingpapier-Quote sowie die der Schulen und städtischen Einrichtungen zügig zu steigern“, so die GRÜNEN.
 
Zum Hintergrund: Die Nutzung von Recyclingpapier bewirkt eine deutliche gesamtökologische Entlastung und schont wertvolle natürliche Ressourcen, z.B. durch weniger Energieverbrauch und Umweltverschmutzung bei der Herstellung. Weil gleichzeitig viel CO2 eingespart wird, ist die Verwendung von mehr Recyclingpapier auch im Karlsruher Klimaschutzkonzept verankert. Der deutschlandweite "Papieratlas" macht diese Einspareffekte transparent und dokumentiert sie messbar. Angesichts der hohen Qualität und Altersbeständigkeit, die Recyclingpapiere heute aufweisen (vgl. ISO 6738 LDK 24-85) stellt eine ausschließliche Verwendung von Recyclingpapier inzwischen kein technisches und auch kein rechtliches Problem mehr dar. Für weitere Informationen siehe auch: http://www.papieratlas.de.