Michael Borner Joschua Konrad Renate Rastätter Zoe Mayer Johannes Honné Dr. Ute Leidig Ekkehard Hodapp Verena Anlauf Istvan Pinter

Anträge

25. Oktober 2016

Umzäunte Hundewiesen

Antrag:

 
  1. Die Verwaltung prüft, welche Flächen in Karlsruhe für eine umzäunte Hundewiese geeignet sein könnten.
  2. Die Verwaltung erstellt ein Konzept für die Umsetzung einer umzäunten Hundewiese im Stadtgebiet.

 

Sachverhalt/Begründung

 

"Hundewiesen" oder auch "Hundezonen" sind von einer Kommune ausgewiesene Bereiche, in denen Hunde ohne Leine herumlaufen dürfen. Außerhalb deklarierter Hundewiesen müssen Hunde an die Leine, wenn "nicht jederzeit die Einwirkungsmöglichkeit der Hundeführerin oder des Hundeführers gegeben ist". Für Fußgängerzonen und Naturschutzgebiete gilt Leinenpflicht. Auf Kinderspielplätzen, Spiel- und Liegewiesen ist Hundeauslauf nicht gestattet.
 
Die Stadt Karlsruhe verfügt bereits über einige ausgeschriebene Hundeauslauf-flächen unter anderem in Durlach, Mühlburg, Ost- und Weststadt sowie Grünwinkel. Umzäunte Hundewiesen gibt es in Karlsruhe bislang nicht.
 
Die Vorteile einer umzäunten Hundewiese sind vielfältig. So wird durch eine Einzäunung die Möglichkeit geschaffen auch junge, noch nicht für das städtische Umfeld gewöhnte Hunde sowie ängstliche oder komplizierte Hunde frei auslaufen zu lassen. Durch eine Umzäunung besteht nicht die Gefahr, dass ein Tier wegrennt und sich selbst sowie Verkehr oder PassantInnen gefährdet. Das Anliegen unterstützt die artgerechte Haltung von Hunden durch die Schaffung einer Möglichkeit zur Auslebung ihres natürlichen Bewegungsdrangs. Zudem kann das Risiko von Unfällen mit komplizierten Hunden durch die Schaffung einer sicheren Auslauffläche vermindert werden.
 
Ein weiterer Vorteil einer nur für den Hundeauslauf vorgesehenen eingezäunten Wiese besteht in der funktionalen Gestaltung eines Gebietes, das den Bedürfnissen von Hunden entspricht, so wie diese z.B. in Ketsch oder Walldorf vorbildhaft umgesetzt wurde. So sind Bereiche denkbar, in denen Hunde buddeln können ohne Schaden auf wertvoll gestalteten Flächen anzurichten. Auch sollten Hundekotbeutel zur Verfügung gestellt werden sowie ein von den HundehalterInnen selbst befüllbarer Wassernapf im Sommer.
 
Die Einrichtung einer umzäunten Hundefläche ist auch ein Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität für HundehalterInnen in Karlsruhe und beinhaltet eine soziale Komponente. Eine spezielle Hundefläche ist ein Treffpunkt für HundehalterInnen. Sie fördert die Kommunikation und somit das städtische Miteinander.
 
Eine große Zahl deutscher Städte wie Mannheim, Heidelberg oder München verfügt bereits über umzäunte Hundewiesen, die von der Bevölkerung gut angenommen werden.
 
Unterzeichnet von:
 
 Dr. Ute Leidig               Johannes Honné                     Zoe Mayer    
 
 Renate Rastätter          Michael Borner
 
Stellungnahme der Stadtverwaltung für die Gemeinderatssitzung am 22.11.2016