Michael Borner Joschua Konrad Renate Rastätter Zoe Mayer Johannes Honné Dr. Ute Leidig Ekkehard Hodapp Verena Anlauf Istvan Pinter

Anfragen

22. März 2012

Fahrrad-Abstellanlagen


Anfrage:

    1. Wie viele Fahrrad-Stellplätze wurden im Jahr 2011 abgebaut und aus welchem Grund?
    2. Wie viele wurden neu angelegt, wie viele davon überdacht?
    3. Wie viele sind 2012 geplant und wie viele davon überdacht?
    4. Inwieweit wird dabei darauf geachtet, dass auch Platz für Fahrräder mit Anhänger vorhanden ist?
  1. Inwieweit nutzt die Stadtverwaltung das Sonderprogramm des Landes, das für 2012 ein Extra-Budget für Fahrrad-Abstellanlagen an Verknüp-fungspunkten zum Öffentlichen Verkehr eingerichtet hat? Können dadurch zusätzliche Ständer eingerichtet werden? Wie soll der Mangel an der Vorder- und Rückseite des Hauptbahnhofs beseitigt werden?
  2. Wie ist die bessere Versorgung der öffentlichen Einrichtungen in Karlsru-he mit Fahrradständern geplant?

 

Sachverhalt/Begründung

Karlsruhe ist eine Hochburg der Fahrrad-Diebstähle, 2011 mit 2.265 als gestohlen gemeldeten Fahrrädern bei unbekannter Dunkelziffer. Das kommt einerseits daher, dass hier der Radverkehrs-Anteil sehr hoch ist und somit viele Fahrräder als potenzielle Diebstahlobjekte vorhanden sind.
Aber es kommt auch daher, dass die Fahrräder oft nicht an einen Fahrrad-Ständer angeschlossen werden können und dadurch bei Diebstahl leicht abtransportierbar sind. In vergleichenden Untersuchungen wird beim Punkt Fahrradabstellanlagen immer wieder für Karlsruhe Handlungsbedarf signalisiert.
Insbesondere an größeren Haltestellen ist die Ansammlung von Fahrrädern ein Ziel für Diebe. Die Landesregierung hat deshalb ein Sonderprogramm aufgelegt, das wir auch in Karlsruhe nutzen sollten. Gerade hier ist durch die langen Standzeiten der Fahrräder auch bei Regen eine Überdachung wichtig. Hinter dem Hauptbahnhof sind ja neue Ständer angekündigt. Aber auch im Bereich des Haupteingangs fehlen weiterhin Stellplätze. Am Albtalbahnhof sind immer noch die veralteten "Felgenkiller" im Einsatz, bei denen es obendrein nicht möglich ist, die Fahrradrahmen anzuschließen.
Vor öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr sammeln sich oft Pulks von Fahrrädern an. Auch hier ist ein geregeltes Abstellen mit der Möglichkeit zum Anschließen der Räder wichtig. Ein Negativbeispiel ist der Zoo, der an allen Eingängen zusammen nur 6 Fahrrädern einen Stellplatz bietet. Auch rund um den Marktplatz und bei der Europahalle stehen viel weniger Fahrrad-Ständer zur Verfügung als nötig wären. Bei der Volkshochschule gibt es nur veraltete "Felgenkiller".
Unterzeichnet von:
Johannes Honné        Bettina Lisbach         Dr. Ute Leidig        Manfred Schubnell
 
Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 24.04.2012