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Anfragen

12. Oktober 2010


Verwendung von Recyclingpapier in der Stadtverwaltung

Anfrage:

  1. Wie hoch ist der Anteil an Recyclingpapier bezogen auf den Gesamtpapierver-brauch in den verschiedenen städtischen Ämtern?
  2. Wie hoch ist der Anteil an Recyclingpapier in den städtischen Schulen und der Hausdruckerei?
  3. Teilt die Stadtverwaltung unsere Auffassung, dass eine Steigerung der Recycling-papierquote in Stadtverwaltung, Schulen und Hausdruckerei aus Gründen des Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutzes anzustreben ist?
  4. Welche Gründe werden von welchem Amt bzw. von Hausdruckerei und Schulen als Hindernis dafür genannt, dass Recyclingpapier nicht oder nicht vollständig verwen-det werden kann?
  5. Sind diese Gründe auch in anderen Städten zutreffend, die – wie z.B. die Karlsru-her Partnerstadt Halle – mittlerweile zu 100% auf Recyclingpapier umgestellt ha-ben?
  6. Mit welchen zusätzlichen Kosten wäre zu rechnen, wenn innerhalb der Stadtver-waltung eine 100%ige Umstellung auf Recyclingpapier erfolgen würde?
  7. Mir welchen zusätzlichen Kosten wäre zu rechnen, wenn zusätzlich Hausdruckerei und Schulen komplett auf Recyclingpapier umstellen würden?
  8. Wie hoch ist der Anteil an Recyclingpapier in den verschiedenen städtischen Ge-sellschaften und welche Möglichkeiten werden gesehen, auch dort die Recycling-papierquote zu erhöhen?

 

Sachverhalt/Begründung:

Der aktuelle Papieratlas 2010, der vom Bundes-ministerium für Umwelt, dem Umweltbundesamt und dem Deutschen Städtetag unterstützt wird, zeigt auf, dass in Deutschlands Großstädten immer mehr Recycling-Papier eingesetzt wird. Häufig werden Quoten von über 80 % erreicht. Viele Städte planen weitere Steigerungen (http://www.papieratlas.de/index.php?article_id=1).

 

Die Nutzung von Recyclingpapier bewirkt eine deutliche gesamtökologische Entlastung und schont wertvolle natürliche Ressourcen. Der Papieratlas macht diese Einspareffekte transparent und dokumentiert sie messbar.
Angesichts der hohen Qualität und Altersbeständigkeit, die Recyclingpapiere heute aufweisen (vgl. ISO 6738 LDK 24-85) stellt eine ausschließliche Verwendung von Recy-clingpapier offensichtlich kein technisches und auch kein rechtliches Problem mehr da.

 

Auch Karlsruhes Partnerstadt Halle hat mittlerweile erfolgreich zu 100 % auf Recyclingpapier umgestellt und erhielt damit neben Bonn und Essen den Preis als „Recyclingpapier-freundlichste Stadt Deutschlands 2010“.
Karlsruhe sollte dies zum Anlass nehmen, ebenfalls eine Initiative zur Verwendung von mehr Recyclingpapier in Stadtverwaltung, Hausdruckerei, Schulen und den städtischen Gesellschaften zu starten. Dies würde auch den Karlsruher Vergaberichtlinien entsprechen, denen zufolge bevorzugt umweltverträgliche Produkte zu beschaffen und einzusetzen sind.

 

Eine Gegenfinanzierung eventueller Mehrkosten des Recyclingpapiers könnte durch eine Senkung des gesamten Papierverbrauchs innerhalb der Stadtver-waltung erfolgen.

Unterzeichnet von:


Bettina Lisbach    Alexander Geiger    Manfred Schubnell
 

  Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 16.11.2010