CDU-Fraktion im Rahmen der Sommertour zu Gast bei der Hardtstiftung

Das Wort Babyklappe löst in der Regel Unbehagen bei denjenigen aus, die sich mit der Thematik genauer befassen. Um zu verstehen, wie die Babyklappe funktioniert und welche Motive und Zwänge hinter der Herausgabe von neugeborenen Kindern stecken, besuchte die CDU-Fraktion Karlsruhe im Rahmen ihrer jährlichen Sommertour die Hardtstiftung in Neureut.

Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Gemeinderatsfraktion Dr. Thomas Müller ist dabei der Ansicht, dass: „die Babyklappe, also die Möglichkeit ein Neugeborenes anonym über eine Klappe in ein Wärmebett zu legen, einen hohen Stellenwert für die Mütter besitzt, die ihre neugeborenen Kinder, aus welchen Zwängen auch immer heraus, abgeben. Dass von den mehr als 100 Babyklappen in Deutschland, die meisten in größeren Städten zu finden sind, macht deutlich, dass es einen Bedarf für die anonyme Herausgabe von Kindern in eine fremde Obhut gibt. Darüber hinaus ist es richtig, dass dieses Thema auf der kommunalen Ebene der Stadtpolitik in Karlsruhe die notwendige Aufmerksamkeit erfährt.“

Neben den technischen Aspekten fokussierte sich die Fraktion bei ihrem Besuch auf die sozialen Aspekte der Babyklappe. Wie ist es möglich, die getroffene Entscheidung, sein Kind herauszugeben, wieder rückgängig zu machen und wie ist die Bedeutung der Babyklappe für die Mütter einzuschätzen?

Stadträtin Dr. Rahsan Dogan sieht in der Babyklappe eine wichtige Einrichtung: „Die Babyklappe bietet verzweifelten Müttern, die sich aus verschiedensten Gründen in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden, eine Möglichkeit, ihr Neugeborenes in verantwortungsvolle Obhut zu übergeben. Der große Vorteil besteht darin, dass jedes Baby, welches in die Babyklappe gelegt wird, sofort medizinische Versorgung erhält. Um mit der anonymen Mutter zu kommunizieren, teilt die Hardtstiftung über die Medien und die Presse mit, dass das Kind wohl auf ist. Sollte es sich die Mutter jedoch noch ein Mal anders überlegen und ihr Kind zurück wollen, hat sie eine gewisse Zeit die Herausgabe ihres Kindes zu überdenken und kann ihr Kind wieder in die Arme schließen.“

Dr. Rahsan Dogan
Dr. Thomas Müller